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Di, 07:30 Uhr
18.08.2015
Gesetzliche Krankenversicherungen

Höhere Beiträge und weniger Leistung

Zum Jahresbeginn haben viele gesetzliche Krankenkassen ihre Beiträge geändert und an den Leistungen geschraubt. Ob sich ein Wechsel lohnt, zeigt die September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest im großen Kassenvergleich...


Bei der Wahl der richtigen Krankenkasse sind für viele Versicherte zwei Faktoren entscheidend: Der Beitragssatz und die Extraleistungen, die eine Kasse über das gesetzliche Mindestmaß hinaus anbietet. Dazu zählt beispielsweise die zusätzliche Hautkrebsfrüherkennung oder eine Kinderwunschbehandlung.

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Die Zeitschrift Finanztest hat 78 Kassen untersucht, die insgesamt rund 96 Prozent aller Versicherten Schutz bieten. Fast jeder gesetzlich Versicherte findet somit seine Kasse wieder und kann sich über veränderte Beitragssätze und wichtige Unterschiede in puncto Service und Extras informieren. Darüber hinaus wurden die zehn größten Kassen auf ausgewählte Zusatzleistungen im Vergleich zum Vorjahr 2014 überprüft.

Die IKK Nord erhöhte ihren Beitrag um 0,4 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent und gehört damit neben der Brandenburgischen BKK zu den teuersten Kassen. Die TK und die Barmer GEK haben bei den Extraleistungen stark gekürzt. So hat die TK den Zuschuss für Osteopathie gesenkt. Die Barmer GEK hat die direkten Zuschüsse zu Osteopathie und Zahnreinigung gestrichen.

Im Gegensatz zu den medizinisch notwendigen Leistungen können die Kassen die von ihnen angebotenen Extraleistungen selbst festlegen und verändern. Sollte ein Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenkasse in Betracht gezogen werden, rät Finanztest dazu, das Gespräch mit der bisherigen Krankenkasse zu suchen und gewünschte Extraleistungen anzusprechen. Womöglich zeigt sie sich die Kasse kulant und ein Wechsel ist nicht nötig.

Der Test ist unter www.test.de/krankenkassen abrufbar und erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
18.08.2015, 10:25 Uhr
Am 01.07.2015,
gab es in Deutschland 123 Krankenkassen. Für mich sind dies noch immer, mindest 120 zu viel. Die Kassenbeiträge steigen leider nicht nur wegen der Arzthonorare und Krankenhauskosten, sondern wegen den unverschämten Gehaltsaufbesserungen der Vorstände der Krankenkassen selbst. Das Bundesversicherungsamt (BVA) stoppte kürzlich die Gehaltsaufbesserungen von zum Teil 17.500,-€. Aber da gingen die Geier auf die Barrikaden und zogen vor Gericht. Nun fällt die Erhöhung etwas geringer aus, aber letztlich steht sie in keinem Verhältnis zur Erhöhung von Otto Normalverbraucher, wenn dieser mal eine Aufbesserung erhält.
Es muss dringend eine Reform der Krankenkassen her! Dieser Geldwahn der Vorstände muss gestoppt werden. Sonst ist der Tag nicht mehr fern, wo sich mach ein Bürger eine Krankenversicherung nicht mehr leisten kann. Kein Wunder, wenn man das vom Arzt verordnete Medikament (Tabl.) in der Apotheke nicht erhält und statt dessen den Wirkstoff gemischt mit „Hühnerkot“ über den Ladentisch geschoben bekommt.
Micha123
18.08.2015, 12:35 Uhr
@Paulinchen.. Thema Krankenkassenbeiträge
Genau so denke ich auch. Am Ende braucht man sich nicht wundern, wenn man in Sondershausen die BARMER GEK zumachen will. Irgendwo muss ja das Geld herkommen für den ganzen Wasserkopf.
Dem kranken Bürger steht viel mehr zu als er tatsächlich bekommt. Erst einmal ablehnen, dann Widerspruch usw. bis man irgendwas genehmigt bekommt. Man will sich aus der Fläche zurückziehen sagt die BARMER.. Dabei sind hier viele Bedürftige, die auch einmal die eine oder andere Frage hatten und man wurde zum Teil geholfen. Fällt so etwas weg, so ist der Weg schwerer.. und so werden Kosten gespart... .
3 Krankenkassen würden im Land reichen. Jede der 123 hat ihren Vorstand, ihren "Wasserkopf", ihre Stellvertreter, ihre Bereichsleiter usw.
Nimmt man alles genauer unter die Lupe, so findet man hin und wieder bekannte Namen ehemaliger Politiker, welche sich nun in den Kassen tümmeln und dort großzügig "entlohnt" werden. Dieses System ist wie eine Mafia - der Bürger ist der Dumme.
Raisch
18.08.2015, 13:06 Uhr
Eine Aufgabe für die Gesundheitsexpertin der Grünen
Krankenkassen bestimmen unmittelbar die zu erbringenden Leistungen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit.
Wäre es für die Gesundheitsexpertin, Frau Pfefferlein, nicht eine lohnenden Aufgabe sich im Thüringer Landtag gegen solche Maßnahmen zu wenden ?
Man kann gespannt sein, wie sie sich zu diesem Problem positioniert oder ob sie sich überhaupt positioniert?
Bervor sie natürlich alle Krankenkassen besucht hat und sie sich ein Bild zur Situation machen kann werden natürlich mindestens 50 Jahre vergehen.
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