Mi, 17:21 Uhr
05.08.2015
Sommertour einer Ministerin
Abstecher an den Weinberg
Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) die Hochschule Nordhausen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann sofort an das Eingemachte...
Begrüßung durch Vertreter der Hochschulleitung (Foto: nnz)
Im Institut für Regenerative Energietechnik (in.RET) sprachen Siegesmund und die Leitung der Hochschule über Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit. Die sollte sowohl mittelfristig als auch langfristig ausgerichtet sein.
Hochschul-Präsident stellt zu Beginn des Gespräches die Fakten der HS vor. Rund 2.500 Studierende werden unter anderem von 50 Professoren unterrichtet. Ein Drittel davon sind im den ingenierutechnischen Fächern eingeschrieben. Prof. Viktor Wesselak berichtete über die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich und die entsprechenden Studienangebote. Die allerdings werden nicht mehr von jungen Menschen nachgefragt. Dieser Trend ist auf die Entwicklung der gesamten Branche in Deutschland zurückzuführen.
Wenn in Deutschland 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze in der Solar-Wirtschaft wegfallen, dann gibt es kaum eine Chance für Absolventen. Die verbliebenen Arbeitsplätze sind besetzt, sagte Viktor Wesselak. Im Bereich der Forschung wird an einem kombinierten Gas- und Dampfprozess in einem stationären Verbrennungsmotor gearbeitet, der nach dem Knallgasprinzip funktioniert. Hinten raus kommt dann nur Wasser.
Das allerdings ist noch Zukunftsmusik, doch genau diese Art von Musik ist aller technischen Entwicklung Anfang. Ob allerdings Pellets aus Pferdemist das regenerative Energieproblem in diesem Land löst, das sei dahingestellt. Selbst bei geschätzten 1,2 Millionen Pferden in Deutschland.
Anja Siegesmund erklärte den Windenergieerlass der Landesregierung, der neuen Wege zur weiteren Nutzung der Windenergie freimachen soll. Der soll vor allem die Planungsregionen mitnehmen, was auch Landrat Matthias Jendricke (SPD) als Vorsitzender der Planungsgemeinschaft Nordthüringen betonte, der zu der Gesprächsrunde hinzugestoßen war.
Prof. Jörg Wagner wünschte sich natürlich eine weitere und – eventuell – noch stärkere Unterstützung seitens des Landes. Ob dessen Wunsch erhört und in den Stand der Realität erhoben werden kann, hängt sicher nicht von Frau Siegesmund persönlich ab – in erster Linie vom Geld, das nur einmal vorhanden ist.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Begrüßung durch Vertreter der Hochschulleitung (Foto: nnz)
Im Institut für Regenerative Energietechnik (in.RET) sprachen Siegesmund und die Leitung der Hochschule über Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit. Die sollte sowohl mittelfristig als auch langfristig ausgerichtet sein.
Hochschul-Präsident stellt zu Beginn des Gespräches die Fakten der HS vor. Rund 2.500 Studierende werden unter anderem von 50 Professoren unterrichtet. Ein Drittel davon sind im den ingenierutechnischen Fächern eingeschrieben. Prof. Viktor Wesselak berichtete über die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich und die entsprechenden Studienangebote. Die allerdings werden nicht mehr von jungen Menschen nachgefragt. Dieser Trend ist auf die Entwicklung der gesamten Branche in Deutschland zurückzuführen.
Wenn in Deutschland 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze in der Solar-Wirtschaft wegfallen, dann gibt es kaum eine Chance für Absolventen. Die verbliebenen Arbeitsplätze sind besetzt, sagte Viktor Wesselak. Im Bereich der Forschung wird an einem kombinierten Gas- und Dampfprozess in einem stationären Verbrennungsmotor gearbeitet, der nach dem Knallgasprinzip funktioniert. Hinten raus kommt dann nur Wasser.
Das allerdings ist noch Zukunftsmusik, doch genau diese Art von Musik ist aller technischen Entwicklung Anfang. Ob allerdings Pellets aus Pferdemist das regenerative Energieproblem in diesem Land löst, das sei dahingestellt. Selbst bei geschätzten 1,2 Millionen Pferden in Deutschland.
Anja Siegesmund erklärte den Windenergieerlass der Landesregierung, der neuen Wege zur weiteren Nutzung der Windenergie freimachen soll. Der soll vor allem die Planungsregionen mitnehmen, was auch Landrat Matthias Jendricke (SPD) als Vorsitzender der Planungsgemeinschaft Nordthüringen betonte, der zu der Gesprächsrunde hinzugestoßen war.
Prof. Jörg Wagner wünschte sich natürlich eine weitere und – eventuell – noch stärkere Unterstützung seitens des Landes. Ob dessen Wunsch erhört und in den Stand der Realität erhoben werden kann, hängt sicher nicht von Frau Siegesmund persönlich ab – in erster Linie vom Geld, das nur einmal vorhanden ist.
Peter-Stefan Greiner

