Di, 14:06 Uhr
04.08.2015
Thüringer Exporteure profitieren vom Zollabbau
Grundstein für neues Abkommen
Durch die aktuelle Erweiterung des Information Technology Agreement (ITA)-Abkommens soll die Abschaffung von Einfuhrzöllen auf über 200 IT-Güter innerhalb von drei Jahren ab 2016 erwirkt werden...
Vorerst stimmten dem Vorhaben 49 Staaten zu, darunter alle EU-Länder, die USA, Japan, China und die Schweiz. Auch die Thüringer ITK-Branche mit über 1.100 Unternehmen und 21.000 Beschäftigten wird nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt davon profitieren.
Der IT-Sektor ist einer der weltweit am schnellsten wachsenden Handelsbereiche. Durch die Erweiterung des ITA-Abkommens werden insgesamt 201 Produktgruppen mit einem jährlichen Handelswert von 1,1 Billionen US-Dollar künftig gänzlich von Einfuhrzöllen befreit, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zusammen. In Thüringen könnten die Mikroelektronik, die Halbleiterherstellung, die IT-Dienstleitung, der Hardware-Support und die Automobilzulieferindustrie von den Änderungen profitieren.
Bisher wären die Zölle in manchen Zielländern sehr hoch und variierten außerdem stark. So würden in China auf Videokameras 35 Prozent Zoll fällig, die EU wende 14 Prozent auf die Einfuhr von DVD-Rekordern an und Thailand verlange 30 Prozent auf Magnetkarten. Durch den Wegfall von Zöllen für IT-Produkte sinken die Kosten von international agierenden Unternehmen. Thüringer Produkte können wettbewerbsfähiger gestaltet und auch zusätzliche Investitionen ermöglicht werden, stellt der IHK-Chef fest. Über den internationalen Wettbewerb profitierten dann indirekt und anteilig auch die Verbraucher von den Einsparungen.
Da das Abkommen als eine multilaterale, auf freiwilliger Basis der Mitgliedstaaten, aufbauende Vereinbarung von der World Trade Organization (WTO) verabschiedet wird, gilt automatisch die sogenannte Meistbegünstigungsklausel. Das bedeutet, dass auch die WTO-Mitgliedstaaten von der Abschaffung der Zölle profitieren, die dem Abkommen nicht beitreten.
Zur ITK-Branche gehören alle Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK).
Autor: redVorerst stimmten dem Vorhaben 49 Staaten zu, darunter alle EU-Länder, die USA, Japan, China und die Schweiz. Auch die Thüringer ITK-Branche mit über 1.100 Unternehmen und 21.000 Beschäftigten wird nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt davon profitieren.
Der IT-Sektor ist einer der weltweit am schnellsten wachsenden Handelsbereiche. Durch die Erweiterung des ITA-Abkommens werden insgesamt 201 Produktgruppen mit einem jährlichen Handelswert von 1,1 Billionen US-Dollar künftig gänzlich von Einfuhrzöllen befreit, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zusammen. In Thüringen könnten die Mikroelektronik, die Halbleiterherstellung, die IT-Dienstleitung, der Hardware-Support und die Automobilzulieferindustrie von den Änderungen profitieren.
Bisher wären die Zölle in manchen Zielländern sehr hoch und variierten außerdem stark. So würden in China auf Videokameras 35 Prozent Zoll fällig, die EU wende 14 Prozent auf die Einfuhr von DVD-Rekordern an und Thailand verlange 30 Prozent auf Magnetkarten. Durch den Wegfall von Zöllen für IT-Produkte sinken die Kosten von international agierenden Unternehmen. Thüringer Produkte können wettbewerbsfähiger gestaltet und auch zusätzliche Investitionen ermöglicht werden, stellt der IHK-Chef fest. Über den internationalen Wettbewerb profitierten dann indirekt und anteilig auch die Verbraucher von den Einsparungen.
Da das Abkommen als eine multilaterale, auf freiwilliger Basis der Mitgliedstaaten, aufbauende Vereinbarung von der World Trade Organization (WTO) verabschiedet wird, gilt automatisch die sogenannte Meistbegünstigungsklausel. Das bedeutet, dass auch die WTO-Mitgliedstaaten von der Abschaffung der Zölle profitieren, die dem Abkommen nicht beitreten.
Zur ITK-Branche gehören alle Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK).


