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So, 19:19 Uhr
26.07.2015
WETTERFAHNE WEHT WIEDER AUF DEM HERZBERG

Feierliche Zeremonie auf Bergeshöhe

Die Wetterfahne auf dem Herzberg bei Ilfeld zeigt wieder die Windrichtung an. Heute erfolgte die feierliche Wiedereinweihung. Für die nnz war Kurt Frank dabei...

Blick auf Ilfeld (Foto: privat) Blick auf Ilfeld (Foto: privat)
Ilfeld. Die Zeremonie glich einem feierlichen Akt. Etwa 80 Besucher hatten sich auf dem Bergplateau in einer Höhe von 479 Meter eingefunden, um ihr beizuwohnen. Auf die Minute genau Punkt 10.30 Uhr ergriff Joachim Jauer, Vorsitzender des Harzklubs Ilfeld-Wiegersdorf, das Wort.

Spendenaufruf

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Die alte Wetterfahne fiel im Vorjahr dem Verschleiß zum Opfer. Guter Rat, vor allem aber Geld, war vonnöten, um den Schaden zu beheben. Der Harzklub startete einen Spendenaufruf, datiert vom 20. Oktober 2014..

Das Ilfelder Wahrzeichen, ein Symbol der Region, ist beschädigt, hieß es darin. Das Fahnenblatt sei abgebrochen. Für eine dauerhafte Instandsetzung würden Kosten von etwa 2000 Euro entstehen, für einen Verein eine gewaltige Aufgabe. Alle Einwohner, Vereine, Gewerbetreibende, Handwerker und den Gemeinderat bat man um eine Spende.

Jetzt 26 Meter hoch

Die erbrachte über 5000 Euro. Damit wurde es möglich, neue Ziele zu setzen. Und auch Höhen. Mit 26 Meter auf Metallmast überragt die Wetterfahne die Vorgängerin um Manneshöhe. Zerschnitten und auf Länge gebracht dient der ehemalige hölzerne Mast heute als Sitzgelegenheit.

Namen für die Ewigkeit

Joachim Jauer nannte Namen. Ohne das Engagement dieser Männer, hob er hervor, wäre das moderne Ilfelder Wahrzeichen nicht möglich geworden. Matthias Gerecke, Andreas Volkmann, Jürgen Böttcher, Thomas Heinemann verewigten sich mit ihren Taten in der Chronik des Vereins. Auch Eberhard Hofmann, der den Harzklub 18 Jahre lang leitete.Gesellschaftliche GrößeDer Harzklub Ilfeld-Wiegersdorf ist eine gesellschaftliche Größe im Ort. Derzeit zählt er 98 Mitglieder. Nicht nur die Wiedereinweihung der Wetterfahne ist sein Verdienst. Er betreut unter anderem 22 Kilometer Wanderwege. Sie auszuschildern und begehbar zu halten ist stets mit fleißiger Arbeit verbunden. Für einen Imbiss und diversen Getränken hatte er heute auch vor Ort gesorgt.

Ein ehrlicher Pfarrer

Den Worten des Vorsitzenden schlossen sich weitere Klubmitglieder an, bevor Pfarrer Gregor Heimrich in Aktion trat. Der Mann war ehrlich, als er meinte, nicht jeder werde seinen Ausführungen um Gottes Segen für die Wetterfahne folgen. Er bat zum gemeinsamen Gebet des „Vater unser…“, wobei sich zeigte, das es nur wenigen älteren Leuten noch geläufig war. Pfarrer Heimrich legte die Hand an das untere Fundament des Fahnenmast, sprach paar Worte, womit die Weihe vollzogen war.Aus der ChronikDie Wetterfahne auf dem Herzberg hat eine lange Geschichte. Die erste Fahne 1872 kündete vom Sieg im Franzosenkrieg 1870/71.1878 und 1897 erfolgte eine Erneuerung durch die Klempnermeister Sperber bzw. Lois Schäfer. 1912 wurde die „Fahne“ zum Pfeil mit der Jahreszahl 1912. 1927 setzte man einen neuen Maststuhl aus U-Eisen. Nach einer Neueinrichtung 1953 folgten 1974 neuer Mast und neue Fahne, bevor 1998 der Maststuhl wiederum eine Erneuerung erfuhr.
Kurt Frank
Geschichtsträchtig ist die Chronik der Wetterfahne auf dem Herzberg. Ihre Taufe erlebte sie im Jahre 1872 zum Sieg im Franzosenkrieg. (Foto: Kurt Frank)
Die Wetterfahne zeigt auf einer Höhe von 26 Meter wieder exakt die Windrichtung an. Heute wehte er aus Süd-West. (Foto: Kurt Frank)
Verdienste für die Ewigkeit: Matthias Gerecke, Andreas Volkmann, Jürgen Böttcher, Thomas Heinemann, Joachim Jauer, Eberhard Hofmann. (Foto: Kurt Frank)
Von der Höhe des Herzberges ergibt sich ein herrlicher Blick über das im Tal liegende Ilfeld. Viele Besucher genossen den Ausblick. (Foto: Kurt Frank)
Punkt 10.30 Uhr ergriff Joachim Jauer, Vorsitzender des Harzklubs Ilfeld-Wiegersdorf das Wort vor zahlreich erschienen Gästen. (Foto: Kurt Frank)
Etwa 80 Personen  - Harzklub-Mitglieder, Einheimische, Wanderer und interessierte Besucher fanden sich auf dem Plateau des Herzberges ein. (Foto: Kurt Frank)
Pfarrer Gregor Heimrich bei der seltsam anmutenden Fahnenweihe. Eine Hand am Fundament des Mastes, ein paar Worte, die Weihe war vollzogen. (Foto: Kurt Frank)
Autor: red

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