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Fr, 10:56 Uhr
24.07.2015
nnz-Betrachtung

Es ist angerichtet

Noch zwei Tage - dann hat das Warten ein Ende. Dann rollt der Ball wieder in der Regionalliga Nordost. Nicht nur mittendrin, sondern (hoffentlich) wieder oben dabei unser FSV Wacker 90 Nordhausen...

Es ist angerichtet (Foto: nnz) Es ist angerichtet (Foto: nnz)
Für diejenigen, die am Sonntag nach wochenlanger Abstinenz zum ersten Mal wieder in den Albert-Kuntz-Sportpark (AKS) kommen, für die hat sich einiges verändert.

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Sechs Flutlichtmasten stehen, im Gästeblock fehlen noch die Wellenbrecher. Sie sollen nächste Woche eingebaut werden, erfuhr die nnz bei einer "Platzbegehung". Für die Sicherheit der Fans aus Neustrelitz ist auf jeden Fall für den Sonntag gesorgt.

Trotz aller Widrigkeiten und so manchem Gegenwind, der den Verantwortlichen von Wacker entgegenweht, ist es doch erstaunlich, wie sich nicht nur der Verein im Inneren, sondern auch im Umfeld ständig weiter entwickelt. Sicher, manches könnte schneller gehen, doch es fügt sich mittlerweile ein Baustein an den anderen. Trotzdem: sportlich ist der Verein zu schnell gewachsen. Zu schnell im Vergleich zu dem, was um ihn herum passierte und passiert. Die kommunale Politik kann die Fahrt nicht aufnehmen, die Kleofas, Goslar und Co. aufgenommen haben und deren Beschleunigung nicht geringer wird.

Die geforderten Wellenbrecher werden in der kommenden Woche eingebaut (Foto: nnz) Die geforderten Wellenbrecher werden in der kommenden Woche eingebaut (Foto: nnz)

Das wirtschaftliche Umfeld ist nicht gesegnet von Fußballverrückten Gönnern. Gut, dass es kommunale Unternehmen und Traditionsunternehmen gibt, die sich diesem Sport verpflichtet fühlen. Schade, dass gerade solche Unternehmen, denen das politische Umfeld sogar eine eigene Wohnsiedlung am See ermöglichte, überhaupt kein Interesse an einer Unterstützung zeigen. Hier gibt es Reserven. Dass es funktioniert, das machen andere Vereine und Regionen in der Regional- aber auch in der Oberliga vor.

Und da ist der Verein selbst, der als Hülle des sportlichen Erfolge kurz vor der Implosion zu stehen scheint. All das, was man als Organisationsstruktur bezeichnen mag, als Geschäftsstellenbetrieb, als Marketing und PR, das hat Landesklassen-Niveau. Daran muss gearbeitet werden und ich bin mir fast sicher, dass diese Punkte auf dem "Schirm" des Präsidiums abgelichtet sind. Spätestens mit dem Eintritt von Landrat Matthias Jendricke in das Präsidium sollte das Marketing verbessert werden, denn das beherrschen Politiker aller Ebenen doch bestens.

Das angesprochene Landesklassen-Niveau hat auch und zunehmend Auswirkungen auf die Fankultur rund um den AKS. Eine Fanszene zu etablieren bedarf zweier Seiten. Zum einen von den Fans, zum anderen vom Verein. Hier besteht Nachholebedarf, hier muss gearbeitet werden. Das Einzugspotential muss erweitert werden. Planerisch muss ein Zirkel in Nordhausen gestochen und ein Kreis mit einem Radius von mindestens 35 Kilometer gezogen werden. Da müssen Promostände angeschafft und es muss damit in und durch die Nordthüringer Region gezogen werden. Auch Mansfeld-Südharz und Osterode am Harz darf nicht vergessen werden. Wo wird denn da Regionalliga gespielt.

Letzte Arbeiten im AKS - das VIP-Zelt wird aufgebaut. (Foto: nnz) Letzte Arbeiten im AKS - das VIP-Zelt wird aufgebaut. (Foto: nnz)
Landkreis- und Landesgrenzen spielen keine Rolle. Der Verein ist es, der eint. Das ist zwar noch eine Vision, doch sie sollte wie ein Leitbild verinnerlicht werden. Es gibt also viel zu tun - in und um den Verein.

Der Blick auf den aktuellen Kader macht Freude, macht aber auch ein wenig Bange. Selbst Fußball-Laien wie der Autor dieser Zeilen erkennen, dass dieser Kader mehr hat als Regionalliga-Potential. Und es müssen deshalb Fragen erlaubt sein. Zum Beispiel: Was passiert, wenn Wacker tatsächlich aufsteigen könnte? Würde Wacker dann aufsteigen? Und wenn ja - wo würden die Heimspiele ausgetragen?

Das neue Stadion ist immer noch eine Vision. Zwar liegen zwei Angebote von zwei Investoren vor. Das war es dann aber auch, denn hier kommt die Politik ins Spiel, die der Kommune und die den Landes. Und da verliert die oben beschriebene Beschleunigung stark an Größe. Hoffentlich geht sie nicht in den negativen Bereich.

Am Sonntag, punkt 13.30 Uhr, ist es soweit. Es ist angerichtet für die dritte Saison des Nordhäuser Fußball Vereins in der Regionalliga. Denen, die das wieder vorbereitet und möglich gemacht haben, denen wünsche ich, dass die Zuschauerzahl vierstellig wird. Trotz Ferien, trotz Sommer.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Flitzpiepe
24.07.2015, 11:28 Uhr
Alles richtig
in ihrem Artikel, Herr Greiner.
Einen ersten Schritt zu mehr Öffentlichkeitswahrnehmung und besserer Fanszene wäre eine schon öfter angeregte Saisoneröffnung mit Kadervorstellung gewesen.
Das hat man wieder verpasst.
So was ist einfach eine Pflicht. Der Verein nimmt seine Fans so jedenfalls nicht mit. Die Bindung fehlt.
Das muss kein großes Fest sein. Einfach nur in dieser letzten Woche ein öffentliches Training wo man ins Gespräch kommt.

Zum neuen Stadion: Es gibt für die Thüringer Politiker nur Erfurt und Jena im Fußball. Denen sind Millionen an Fördermitteln garantiert. Alles andere hat keine Lobby. Solange das so bleibt, dürfte Wacker eigentlich nicht noch weiter nach oben schauen.
Ich bleibe dabei, dass nur eine Modernisierung das jetzigen AKS raus geschmissenes Geld ist. Die örtlichen Gegebenheiten sind zu schlecht. Nur ein Neubau an anderer Stelle würde für mich Sinn machen.
Pe_rle
24.07.2015, 14:05 Uhr
Fußballstadion
Flitzpiepe,
eine Fläche für ein neues Fußballstadion wäre vorhanden,
das alte Stadion auf der Darre !!!!
Das gehört ja warscheinlich auch der Stadt
Und wenn ein Investor das Areal erweben könnte,und ein neues FB-Stadion dort errichtet,gäbe es für Stadt und Polizei weniger Kosten.
Polizeistation ist eh auf der Darre,und die Stadt müßte nicht mehr in eine marode Anlage am Stadtpark Geld stecken.
Was meinen denn Verein und Rathaus dazu?????
NDHler
24.07.2015, 14:06 Uhr
Das dritte Jahr Regionalligafußball in Nordhausen!
Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht! Und dann spielt Wacker auch noch in der oberen Tabellenhälfte mit. Für Fans des Nordhäuser Fußballs gehen da schon Träume in Erfüllung. Aber nicht nur die Erste, sondern auch der Nachwuchs wird weiter gefördert! Jetzt steht das Flutlicht im AKS und wenn ich das richtig sehe auf den Bildern wurden da auch neue Lautsprecher an den Masten angebracht. Das wäre ja mal ein Fortschritt, wenn man den allseits bekannten Stadionsprecher auch mal verstehen würde. ;-)
NDHler
24.07.2015, 14:20 Uhr
@Pe_rle
Das alte Stadion an der Darre gibt es schon lange nicht mehr. Dort entsteht gerade die Erweiterung des Verkehrsübungsplatzes des BBZ!
Hier können sie die Reste des alten Stadions noch erkennen: http://www.bbz-nordhausen.de/cars-trucks-training/front_content.php?idcat=114
Flitzpiepe
24.07.2015, 15:24 Uhr
Die Kästen
an den Masten sind, glaube ich, keine Lautsprecher.
Das sind die Elektro-Installationskästen.

Wie schon geschrieben wurde, das Gelände des alten Stadions ist jetzt endgültig weg. Klar wäre irgendwo an der Darre ein idealer Standort, was An- und Abfahrt, Polizei und Bahnhof betrifft.
Mit anderer Stelle meinte ich erstmal nur, dass der jetzige AKS keinen Raum hergibt für eine vernünftige Umgestaltung. Es ist kein Platz da. Ein Neubau egal wo (auch auf dem jetzigen Hartplatz) ist jedenfalls Voraussetzung um noch eine Liga höher schauen zu können.
Fcu
24.07.2015, 15:25 Uhr
Öffentlichkeitsarbeit
Kann man sich im Grunde sparen wenn man selbst die Leute wieder weg schickt die sich wohlgemerkt 2 Tage vorm ersten Spieltag eine Dauerkarte greifen wollen . "Geht leider nicht, die letzten sind Mittwoch zum drucken in Auftrag gegangen" Bei ner gegnerischen Mannschaft der letzten Saison aus der Börde kann man sogar an den darauf folgenden Spieltagen zu angepassten Konditionen noch eine erwerben. Wahrscheinlich ist man mit 300 Zuschauern einfach zufrieden. Zumal auf dem Internetauftritt kein Ultimatum für den dauerkartenerwerb gesetzt ist. Landesklasse triffts irgendwie ganz gut...
RWE
24.07.2015, 15:36 Uhr
Ich wünsche Wacker ein neues Stadion!!!!
Aber Perle, warum immer auf andere zeigen. In Jena tut sich gar nichts. Da wird nur diskutiert und man steht schlechter da als Nordhausen. Weil kein Flutlicht. Wir haben 10 Jahre für das neue Stadion gekämpft und nur durch einen Touristentopf gibt es Förderung aus Brüssel. Und der Eigenanteil der Stadt Erfurt wird in der Stadt heftigst diskutiert.
Wir haben eine EX-Landrätin in Erfurt. Der aktuelle Landrat ist im Verein. Beide haben versprochen, Nordhausen Gehör zu verschaffen.
Das Zauberwort heißt Förderung.
Das Sdf in Gera wurde im Rahmen der BuGa (!!) saniert. Unsere, inzwischen nicht mehr ganz so neue, Haupttribüne wegen einer hochkarätigen Leichtathletikveranstaltung gebaut. Welche Legende der FCC zum Neubau der Tribüne gebraucht hat ist mir entfallen.
Und jetzt-auf nach Magdeburg(-;
Nordhäuser Freiheit
24.07.2015, 16:33 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
DerMeier
24.07.2015, 17:55 Uhr
Keine Öffentlichkeitsarbeit
Schaut euch doch mal die Homepage von Wacker an. Bis auf verlinkte nnz-Artikel kommt da nicht viel. Die Öffentlichkeitsarbeit bei Wacker ist Landesklassenniveau. Für eine Spitzenmannschaft der Regionalliga absolut beschämend. So wird man nie auf einen vierstelligen Zuschauerdurchschnitt kommen.

Trotz alledem freue ich mich, dass endlich wieder los geht. Auf einen Heimsieg gegen Neustrelitz und das die 3 Punkte in Nordhausen bleiben!
memento mori
27.07.2015, 07:56 Uhr
Sponsorenarbeit
Schade, dass gerade solche Unternehmen, denen das politische Umfeld sogar eine eigene Wohnsiedlung am See ermöglichte, überhaupt kein Interesse an einer Unterstützung zeigen.

Herr Greiner, diesen Kommentar finde ich etwas unpassen, lässt er doch außer Acht, dass dieses Unternehmen sehr stark die örtlichen Feuerwehren unterstützt. Jeder hat sein Interesse, bei manchen ist es der Sport, bei anderen vielleicht Musik und hier ist es die Feuerwehr. Das zu verurteilen finde ich nicht korrekt.
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