eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 11:46 Uhr
09.07.2015

Das Ende des Nordhäuser Labyrinths

Es ist vollbracht: nach zwei Jahren wurden heute die Baumaßnahmen rund um Kranichstraße, Hagen und Engelsburg offiziell abgeschlossen. Nicht nur die Händler, auch Anwohner und Besucher von Bibliothek, Rathaus und Post dürften aufatmen. Mit der Freigabe des letzten Bauabschnitts haben auch die Umleitungen durch das Altstadtlabyrinth ein Ende...

Der Weg ist frei: heute wurde die Straße zwischen Engelsburg und Lutherplatz endlich freigegeben (Foto: Angelo Glashagel) Der Weg ist frei: heute wurde die Straße zwischen Engelsburg und Lutherplatz endlich freigegeben (Foto: Angelo Glashagel)

"Ein kleiner Schnitt für einen Oberbürgermeister, ein großer Schritt für Nordhausen", mit diesen Worten gab Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh heute die Straße zwischen Lutherplatz und Engelsburg für den Verkehr frei. Es sei ein Höhepunkt eines langen Projektes, das noch nicht am Ende sei. "Die alte, neue Mitte wird wieder zum Zentrum", sagte Zeh, der Bereich zwischen Hagen, Kranichstraße und Engelsburg habe eine besondere Aufwertung erhalten.

Anzeige Refinery (lang)
Neben den üblichen Danksagungen an die Bauausführenden Firmen, Architekten und Verwaltungsstellen bedankte sich Zeh auch bei den ansässigen Händlern für ihre Geduld. Insbesondere die Firma Granitbau Nordhausen habe sich "selber ein Denkmal gesetzt".

Mit der Unterstützung des Freistaats und des Bundes hatte man insgesamt 5,2 Mio. Euro investiert. Zu sehen ist vor allem die Straße, wie OB Zeh betonte sei aber noch viel mehr geschehen, vor allem unteriridisch. Daher rühre auch die Bauzeit von zwei Jahren. "Das Werk ist getan", sagte Landschaftsarchitektin Gisela Stötzer, es sei nun an der Stadt den Bereich zu pflegen und sauber zu halten. Damit das auch klappt hatte die Freiburgerin ein Geschenk für OB Zeh mitgebracht: einen Nordhäuser Stadtbesen.

Insgesamt habe man 2800 Tonnen Granit aus Passau verbaut, erklärte Helmut Ostermann, Geschäftsführer bei Granitbau Nordhausen. Es sei der Firma eine Freude und eine Ehre gewesen hier arbeiten zu können, so Ostermann weiter, das habe auch die Mängelfreie Abnahme gezeigt.

v.l.: Helmut Ostermann, OB Dr. Klaus Zeh, Gisela Stötzer und Hannelore Haase - "Das Werk ist vollbracht" (Foto: Angelo Glashagel) v.l.: Helmut Ostermann, OB Dr. Klaus Zeh, Gisela Stötzer und Hannelore Haase - "Das Werk ist vollbracht" (Foto: Angelo Glashagel) Das "Filetstück" des Projektes Zentrum fehlt allerdings noch: die Umgestaltung des Blasii-Kirchplatzes. Bevor hier die Bagger auffahren dürfte es aber noch eine Weile dauern, die Bauarbeiter werden erst einmal abziehen. Sowohl Landschaftsarchitektin Stötzer wie auch Helmut Ostermann würden sich freuen, wenn sie dann wieder dabei sein könnten. Die Pläne sehen vor auf dem Blasiikirchplatz und in der westlichen Kranichstraße etwa 7.600m² in Naturstein zu pflastern und 16 Bäume zu pflanzen. Ingesamt sollen hier noch eimal 2,8 Mio. ausgegeben werden, wann es losgeht hängt von der Finanzierbarkeit der Pläne ab. Derzeit hofft man auf einen Baubeginn im Jahr 2016.

Neben den Händlern dürfen sich auch alle freuen die, aus welchen Gründen auch immer, mit dem Auto in dem Bereich um Rathaus und Post unterwegs sein müssen: die Umleitungen über die Holperstrecken der Altstadt sollen endlich ein Ende haben. Wer als Ortsunkundiger hier hineingeriet, fand sich schnell in einem Labyrinth aus Umleitungen, Einbahnstraßen und Ampeln wieder und zumindest in der Anfangsphase der Baumaßnahme sah man auch manch einheimischen Autofahrer verwirrt durch das Quartier streifen.

Mit der Übergabe des letzten Bauabschnitts werden auch die Umleitungen der Vergangenheit angehören (Foto: Angelo Glashagel) Mit der Übergabe des letzten Bauabschnitts werden auch die Umleitungen der Vergangenheit angehören (Foto: Angelo Glashagel)

Das soll sich jetzt ändern und der Ausgangszustand wieder hergestellt werden. Der Neue Weg soll weiterhin als Einbahnstraße vom Grimmel aus in Richtung Rathaus befahrbar sein, die Ampeln an der Kreuzung sollen aber weichen. Der "neue" Neue Weg hinab zum Lohmarkt wird ab sofort für Autos gesperrt und soll nur noch für Fußgänger und Fahrradfahrer zugänglich sein. Ähnlich sieht es an der Jüdenstraße aus. Die behelfsmäßige Verbindung zur Rautenstraße soll zunächst mit einer Schranke, später durch Poller gesichert werden und so ebenfalls nur noch für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer zu benutzen sein.

Kaum war die Straße freigegeben, rollten auch schon die ersten Fahrzeuge über das Pflaster. Die ersten Parkplätze waren schon im Vorfeld belegt worden. In der östlichen Kranichstraße darf mit Freigabe der neuen Parkplätze jetzt nicht mehr geparkt werden. Vielleicht das auch, das der Tiefgarage der Bibliothek die Ehre zufällt endlich einmal ausgiebig genutzt zu werden.
Angelo Glashagel
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Bommel
09.07.2015, 12:30 Uhr
Rampe
Geil geil geil endlich ist die Engelsburg frei! Aber warum zum Teufel wird diese herrliche Abkürzung zur Rautenstraße jetzt gesperrt???? Das versteh ich mal überhaupt nicht.
Altstadtbewohner
09.07.2015, 13:32 Uhr
Naja...
Der Kölner Dom wurde vermutlich schneller fertig gestellt als diese Strasse und die feiern sich noch:D
Pe_rle
09.07.2015, 14:07 Uhr
Engelsburg
na,
ich find das eher eine Frechheit,auch noch großes Tam Tam darum zu machen.Hat ja wohl alles ein bisschen lang gedauert.
Aber wurde in NDH überhaupt schon mal ein Termin eingehalten ?????
Achja jetzt haben ja Frau Rinkes Großraumbusse aus Sangerhausen Platz bis an die 13 Millionen-Verschwendung ran zu fahren.
Hans Dittmar
09.07.2015, 16:30 Uhr
So sind sie die Nordhisser
man nennt Sie nicht umsonst die "Knetscher". Statt Freude über das Geschaffene wird alles in Grund und Boden geknetscht. Das gesammte Areal ist nun im ordentlichen Zustand, das Stadtbild wieder aufgewertet.
Ich glaube es gibt keine Sperrung, die einem Anwohner Freude bereitet.
Für die Knetscher - zieht aus Nordhausen weg, in eine Stadt, wo es keine Straßensperrungen gibt, wo nicht investiert wird, wo man halt noch mit der Kittelschärzen uff Platze steht und wartet das was passiert!
PS: Da wird es aber vermutlich kein Internet geben, geschweige denn Funknetze.
funeddi
09.07.2015, 17:53 Uhr
Hans Dittmar
Du triffst den Nagel auf den Kopf, ää nordisser Schäddel.
Ich beobachte dis olle geknätsche schunt Johre lang.
Met wassen sin die olln nordhisser Knetscher äberhaupt zufrieden? Armes Vollek die Knätscher.
Hei ändert euch endlich mal, ihr lebt in einer schönen Stadt, denkt mal an den alten Zustand zu DDR Zeiten...
altmeister
10.07.2015, 07:53 Uhr
Ende gut, alles gut?
Sehr geehrter Herr Dittmar,
natürlich ist es schön, wenn eine Stadt sich entwickelt, herausputzt. Aber warum darf, Ihrer Meinung nach, nicht darauf hingewiesen werden, dass sich in den kommunalen Baumaßnahmen abzeichnet, dass Termine nicht gehalten werden, dass Planungen fehlerhaft, Kontrollen mangelhaft sind?

Kostet ja nur das Geld der Anlieger, welche wirtschaftliche Einbußen in Kauf nehmen müssen, verlängerte Belastungen durch Baustellen und damit verbundene Sperrungen ertragen, kostet oft das Geld der Stadt und damit ihrer Steuerzahler, da Fehler in der Planung oder Bauüberwachung teuer berichtigt werden müssen und ist nicht gerade ein Aushängeschild für die Stadt als Bauträger.

Soll es also falsch sein, wenn auf solch unschöne Dinge hingewiesen wird, wird doch der Bürger herzlich wenig eingebunden in Entscheidungsfindungen und Abläufe, werden zugesagte Fertigstellungstermine leider oft ohne Kommentar geändert.

Sollte da eine Verwaltung nicht transparenter und bürgerfreundlicher sein? Sie haben nichts Besseres zu tun, als die Nordhäuser als Knetscher hinzustellen! Dabei ist eine offen ausgesprochene Kritik wertvoll, kann doch daran die eigene Öffentlichkeitsarbeit gemessen werden, könnte aus manchem Kritikpunkt gelernt werden, um Fehler oder Kommunikationsdefizite zu vermeiden!
Pe_rle
10.07.2015, 08:50 Uhr
altmeister
Danke altmeiser ,Sie sprechen das aus was viele denken ,und die anderen, die es schreiben werden eben als Knetscher hingestellt,wenn sie auch schon über 60 Jahre die Entwicklung der Stadt mit erleben durften.
Dorfkind
10.07.2015, 09:23 Uhr
Hipp, Hipp, Hur­ra
Nach gefühlten 3 Jahren ist das Werk endlich vollbracht. Dieser Tag wurde von vielen Altstadtbewohnern laaaange ersehnt. Hoffentlich erholen sich insbesondere die betroffenen Einzelhändler rund um die Engelsburg schnell von diesem planerischen Supergau!
Altstadtbewohner
10.07.2015, 09:36 Uhr
Den Schuss noch nicht gehört?
Nach 25 Jahren die DDR noch als Beispiel zu nehmen ist schon weltfremd.
Wenn alle deutschen Firmen sich soviel Zeit liesen mit ihren Aufträgen dann wäre der Standort Deutschland jetzt nicht da wo er ist, nämlich an Europas Spitze.

Naja den Rentnern haben die Bauarbeiten ja gefallen. Immer schön vor der Absperrung gestanden und zu geguckt wie andere arbeiten.
98maschr
10.07.2015, 12:45 Uhr
Absolutes Chaos
Dank der gefühlten 500 Zebrastreifen und des sehr engen Kreisels macht es als Autofahrer nicht wirklich Spaß da lang zugurken. Grade im Feierabendverkehr macht es richtig Laune :<
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)