Di, 07:10 Uhr
07.07.2015
Den ganzen Harz zu Fuß
Zehn Jahre überlange Kanten durch den Harz, die Langstreckenwanderung Harz-Hunderter EXTREM feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Am 31. Juli startet Bodo Schwarzberg in Seesen die diesjährige Veranstaltung. Ein wenig Geschichte und eine Ausschreibung...
Die von der DAV-Sektion Halle (Saale) veranstaltete Langstreckenwanderung steht vor allem für die Nonstop-Überquerung des Harzes von West nach Ost über seine größte topografisch feststellbare Ausdehnung. Mit Hilfe von GPS (eingesetzt und ausgewertet durch Wanderfreund Andreas Golm aus Leipzig) und Kurvimeter wurde zwischen dem Startpunkt am Bahnhof Seesen und dem Zielpunkt am Bahnhof Lutherstadt Eisleben eine Strecke von 147 km ermittelt.
Mehr als 2.400 m Anstiege weisen die Tour als schweren Gebirgs-Hunderter aus. Nonstop heißt für die die Gesamtdistanz bewältigenden Teilnehmer dabei stets, dass sie fast zwei Tage lang, unterbrochen nur von fünf Gaststätteneinkehren, zu Fuß unterwegs sind, zwei durchwanderte Nächte inklusive.
Gestartet wird üblicherweise freitags gegen 21:30, der Brocken wird nach 48 km und rund 1.000 Metern Anstieg am Sonnabendmorgen gegen 9:15 erreicht und das etwa 100 km vom Start entfernte Straßberg im Selketal planmäßig zwischen 22:00 und 22:30. Wer die zweite Nacht überstanden hat, kann sich auf ein Frühstück bei km 126 im Harzer Erlebnishof Grillenberg freuen. Geht alles gut, erreichen die Teilnehmer sonntags gegen 13 Uhr den Bahnhof in Eisleben und damit das ersehnte Ziel.
Eine möglichst kurze Route wurde konstruiert und per Mountainbike abgeradelt. Als Mitstreiter für den ersten Versuch einer neuen Querung des Harzes gewann ich den Vogtländer Klaus Weigel, der bereits auf ein dickes Hunderterkonto verweisen konnte. Gemeinsam fuhren wir am frühen Morgen des 20. Juli 2001 nach Seesen und hatten Erfolg: Der Ur-Harz-Hunderter EXTREM endete nach rund 36 Stunden in Wolferode bei Eisleben und kam, dank des morgendlichen Starts, mit nur einer durchwanderten Nacht aus.
Bei den ab 2005 regelmäßig veranstalteten West-Ost-Harzquerungen musste die Startzeit in Seesen jedoch auf die Abendstunden verlegt werden, um den Teilnehmern die oft weite Anreise zu erleichtern. Dies hatte jedoch zur Folge, dass zwei Nächte ohne Schlaf zu durchwandern waren.
Zum 1. Harz-Hunderter EXTREM am 14.05.2005 fanden sich in Seesen 13 Enthusiasten ein, am 8. Harz-Hunderter EXTREM im Jahre 2013 lediglich zwei. Bisher bewältigte kein Starter (außer der Wanderleiter) die Gesamtstrecke zwei- bzw. mehr zweimal.
Die 2014er Ausgabe der Wanderung endete nach 100 km in Straßberg: Der Grund: Kein Teilnehmer wollte die zweite Nacht durchwandern. Und den Wanderleiter wollte niemand allein weitergehen lassen. Weil draußen ein heftiges Gewitter tobte.
Neben der Gesamtdistanz über 147 km wurden ab und an auch die Strecken Seesen-Straßberg (rund 100 km) und (einmal) die Strecke Brocken-Eisleben von Mitwanderern bewältigt (ebenfalls rund 100 km).
2006: 2. Harz-Hunderter EXTREM, Ostharz-Umwanderung: NDH-WR-Ballenstedt-Wippra-NDH, 182 km (erfolgreicher Teilnehmer Wolfram Hildebrandt, damals 71 Jahre)
2007: 3. Harz-Hunderter EXTREM, Entlang des HSB-Netzes: QLB-Hasselfelde-Eisf. Talmühle-Schierke-Brocken-WR, 120 km (das Ziel NDH wurde nicht erreicht)
2010: 4. Harz-Hunderter EXTREM, NDH-HAL-L.-Eisleben, 135 km (Ziel war Nordhausen (200 km), das von keinem Teilnehmer erreicht wurde)
Und nun die Ausschreibung zum 10. Harz-Hunderter EXTREM
Zum achten Mal: Der ganze Harz von West nach Ost
DIE Langstreckenwanderung durch das nördlichste Mittelgebirge Zentraleuropas!
Private Wanderung unter Federführung der Sektion Halle (Saale) des Deutschen Alpenvereins
mögliche Strecken : 48 km, 55 km, 92 km, 99 km, 147 km (geführt)
Termin: Freitag, 31.07.2015 bis Sonntag, 02.08.2015
Wanderleiter: Bodo Schwarzberg, Bäckerstraße 1, 99734 Nordhausen Tel.: 0171/6530123, E-Mail: bodo_schwarzberg@yahoo.de
Teilnahme: Nur nach vorheriger Anmeldung (auch jetzt noch möglich!)
Startzeit / Startort: Freitag, den 31.07.2015, 21.30 Uhr (48 km, 55 km, 147 km) / Bahnhof Seesen
in Niedersachsen
Sonnabend, den 01.08.2015, ca. 10:30 Uhr (99 km), Bahnhof Brocken
Ca. 12:00 Uhr (92 km), Schierke, Apotheke
Zielzeit /Zielort:
Samstag, den 01.08.2015, ca. 9:00 Uhr, Brocken (48 km)
Ca. 12:00 Uhr, Schierke (55 km)
Sonntag, den 02.08.2015, ca. 13:00 Uhr, Bhf. Lutherstadt Eisleben (92, 99,
147 km)
Startgeld: 92 km, 99 km, 147 km: 8 Euro, sonst 5 Euro
Streckenführung:
Seesen ( Niedersachsen) – Oker-Talsperre – Brocken – Trautenstein – Straßberg – Wipper-Talsperre – Lutherstadt Eisleben (Anstiege: 2.410 m bei 147 km)
Verpflegung: aus dem Rucksack, Gaststätten (km 11,5, 48, 73, 98, 126), ungeplanter Kurzimbiss zwischendurch möglich
Wandergeschwindigkeit: Die durchschnittliche Wandergeschwindigkeit auf der geführten Strecke beträgt 5,0 km/h (ohne Pausen).
Bestätigung der der Wanderung: Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde, sowie auf Wunsch eine Bestätigung in den üblichen Startunterlagen.
Hinweise: Die Wanderung findet bei jedem Wetter und auf eigene Gefahr statt. Jeder Teilnehmer erhält am Start eine Wegbeschreibung. Die Gaststättenzeiten müssen eingehalten werden. Der Wanderleiter haftet nicht für Schäden irgendwelcher Art. Die oft rauen Witterungsverhältnisse im Brockengebiet sollten bei der Ausrüstung berücksichtigt werden. Stürme und Schneefälle sind dort nie ganz auszuschließen. Auf den ersten 48 km sind 1.000 Höhenmeter zu bewältigen.
Autor: redDie von der DAV-Sektion Halle (Saale) veranstaltete Langstreckenwanderung steht vor allem für die Nonstop-Überquerung des Harzes von West nach Ost über seine größte topografisch feststellbare Ausdehnung. Mit Hilfe von GPS (eingesetzt und ausgewertet durch Wanderfreund Andreas Golm aus Leipzig) und Kurvimeter wurde zwischen dem Startpunkt am Bahnhof Seesen und dem Zielpunkt am Bahnhof Lutherstadt Eisleben eine Strecke von 147 km ermittelt.
Mehr als 2.400 m Anstiege weisen die Tour als schweren Gebirgs-Hunderter aus. Nonstop heißt für die die Gesamtdistanz bewältigenden Teilnehmer dabei stets, dass sie fast zwei Tage lang, unterbrochen nur von fünf Gaststätteneinkehren, zu Fuß unterwegs sind, zwei durchwanderte Nächte inklusive.
Gestartet wird üblicherweise freitags gegen 21:30, der Brocken wird nach 48 km und rund 1.000 Metern Anstieg am Sonnabendmorgen gegen 9:15 erreicht und das etwa 100 km vom Start entfernte Straßberg im Selketal planmäßig zwischen 22:00 und 22:30. Wer die zweite Nacht überstanden hat, kann sich auf ein Frühstück bei km 126 im Harzer Erlebnishof Grillenberg freuen. Geht alles gut, erreichen die Teilnehmer sonntags gegen 13 Uhr den Bahnhof in Eisleben und damit das ersehnte Ziel.
Erst der zehnte Geburtstag?
Die Idee, den Harz in seiner größten Ausdehnung zu überqueren, kam bereits kurz nach der Wende auf. Denn die Mauer war gefallen, der Brocken für jedermann erreichbar und plötzlich auch der Westharz. Als mehrfacher Teilnehmer der Harzquerung von Wernigerode nach Nordhausen stellte ich mir die Frage, ob es nicht möglich sei, den gesamten Harz und damit rund die dreifache Distanz in einer einzigen Wanderung erfolgreich unter die Füße zu nehmen.Eine möglichst kurze Route wurde konstruiert und per Mountainbike abgeradelt. Als Mitstreiter für den ersten Versuch einer neuen Querung des Harzes gewann ich den Vogtländer Klaus Weigel, der bereits auf ein dickes Hunderterkonto verweisen konnte. Gemeinsam fuhren wir am frühen Morgen des 20. Juli 2001 nach Seesen und hatten Erfolg: Der Ur-Harz-Hunderter EXTREM endete nach rund 36 Stunden in Wolferode bei Eisleben und kam, dank des morgendlichen Starts, mit nur einer durchwanderten Nacht aus.
Bei den ab 2005 regelmäßig veranstalteten West-Ost-Harzquerungen musste die Startzeit in Seesen jedoch auf die Abendstunden verlegt werden, um den Teilnehmern die oft weite Anreise zu erleichtern. Dies hatte jedoch zur Folge, dass zwei Nächte ohne Schlaf zu durchwandern waren.
Nur 13 Wanderer bewältigten den Harz
Bei den insgesamt bisher sieben West-Ost-Harzquerungen nahmen 22 Langstreckenwanderer auf verschiedenen Strecken teil, 13 bewältigten erfolgreich die Gesamtstrecke von Seesen nach Eisleben (Dieter Hammer, Lieskau bei Halle; Andreas Golm, Leipzig; Oliver Mieth, Schirgiswalde-Oberlausitz; Wolfram Hildebrandt, Dresden; Roland Kaulfuß, Dresden; Kai Mildner, Oberlausitz; Dr. Michael Heschel, Dresden; Andreas Launer, Dresden; Hans Ludwig, Büdingen / Hessen, Thomas Müller /Thüringen; Bodo Rathsburg / Frankfurt/Main; Klaus Weigel /Falkenstein Vogtland; Bodo Schwarzberg / Nordhausen.Zum 1. Harz-Hunderter EXTREM am 14.05.2005 fanden sich in Seesen 13 Enthusiasten ein, am 8. Harz-Hunderter EXTREM im Jahre 2013 lediglich zwei. Bisher bewältigte kein Starter (außer der Wanderleiter) die Gesamtstrecke zwei- bzw. mehr zweimal.
Die 2014er Ausgabe der Wanderung endete nach 100 km in Straßberg: Der Grund: Kein Teilnehmer wollte die zweite Nacht durchwandern. Und den Wanderleiter wollte niemand allein weitergehen lassen. Weil draußen ein heftiges Gewitter tobte.
Neben der Gesamtdistanz über 147 km wurden ab und an auch die Strecken Seesen-Straßberg (rund 100 km) und (einmal) die Strecke Brocken-Eisleben von Mitwanderern bewältigt (ebenfalls rund 100 km).
Älteste Teilnehmer
Dies waren die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme 69 bzw. 70 Jahre alten Wanderer Dieter Hammer und Wolfram Hildebrandt.Fast 24 Stunden Regen…
mussten sich ausgerechnet die Teilnehmer des 1. Harz-Hunderters EXTREM im April 2005 stellen. Der Regen setzte mittags in Elend nach ca. 58 km ein und endete am nächsten Vormittag und mehr als 100 zurückgelegten Kilometern.Keine West-Ost-Harzquerung ohne Brocken-Benno:
Eine Begegnung mit dem mittlerweile 82jährigen Rekord-Brockenbesteiger auf dem Brocken ist mittlerweile ein unabänderlicher Programmpunkt. Stets lassen wir uns ein Autogramm mit der aktuellen Zahl seiner Brockenbesteigungen geben. Am 1. August 2015 werden es rund 7.625 sein.Die anderen Harz-Hunderter EXTREM:
Kein Harz-Hunderter EXTREM war kürzer als 120 Kilometer. Neben der West-Ost-Harzquerung gab es folgende Touren unter diesem Namen:2006: 2. Harz-Hunderter EXTREM, Ostharz-Umwanderung: NDH-WR-Ballenstedt-Wippra-NDH, 182 km (erfolgreicher Teilnehmer Wolfram Hildebrandt, damals 71 Jahre)
2007: 3. Harz-Hunderter EXTREM, Entlang des HSB-Netzes: QLB-Hasselfelde-Eisf. Talmühle-Schierke-Brocken-WR, 120 km (das Ziel NDH wurde nicht erreicht)
2010: 4. Harz-Hunderter EXTREM, NDH-HAL-L.-Eisleben, 135 km (Ziel war Nordhausen (200 km), das von keinem Teilnehmer erreicht wurde)
Und nun die Ausschreibung zum 10. Harz-Hunderter EXTREM
Zum achten Mal: Der ganze Harz von West nach Ost
DIE Langstreckenwanderung durch das nördlichste Mittelgebirge Zentraleuropas!
Private Wanderung unter Federführung der Sektion Halle (Saale) des Deutschen Alpenvereins
mögliche Strecken : 48 km, 55 km, 92 km, 99 km, 147 km (geführt)
Termin: Freitag, 31.07.2015 bis Sonntag, 02.08.2015
Wanderleiter: Bodo Schwarzberg, Bäckerstraße 1, 99734 Nordhausen Tel.: 0171/6530123, E-Mail: bodo_schwarzberg@yahoo.de
Teilnahme: Nur nach vorheriger Anmeldung (auch jetzt noch möglich!)
Startzeit / Startort: Freitag, den 31.07.2015, 21.30 Uhr (48 km, 55 km, 147 km) / Bahnhof Seesen
in Niedersachsen
Sonnabend, den 01.08.2015, ca. 10:30 Uhr (99 km), Bahnhof Brocken
Ca. 12:00 Uhr (92 km), Schierke, Apotheke
Zielzeit /Zielort:
Samstag, den 01.08.2015, ca. 9:00 Uhr, Brocken (48 km)
Ca. 12:00 Uhr, Schierke (55 km)
Sonntag, den 02.08.2015, ca. 13:00 Uhr, Bhf. Lutherstadt Eisleben (92, 99,
147 km)
Startgeld: 92 km, 99 km, 147 km: 8 Euro, sonst 5 Euro
Streckenführung:
Seesen ( Niedersachsen) – Oker-Talsperre – Brocken – Trautenstein – Straßberg – Wipper-Talsperre – Lutherstadt Eisleben (Anstiege: 2.410 m bei 147 km)
Verpflegung: aus dem Rucksack, Gaststätten (km 11,5, 48, 73, 98, 126), ungeplanter Kurzimbiss zwischendurch möglich
Wandergeschwindigkeit: Die durchschnittliche Wandergeschwindigkeit auf der geführten Strecke beträgt 5,0 km/h (ohne Pausen).
Bestätigung der der Wanderung: Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde, sowie auf Wunsch eine Bestätigung in den üblichen Startunterlagen.
Hinweise: Die Wanderung findet bei jedem Wetter und auf eigene Gefahr statt. Jeder Teilnehmer erhält am Start eine Wegbeschreibung. Die Gaststättenzeiten müssen eingehalten werden. Der Wanderleiter haftet nicht für Schäden irgendwelcher Art. Die oft rauen Witterungsverhältnisse im Brockengebiet sollten bei der Ausrüstung berücksichtigt werden. Stürme und Schneefälle sind dort nie ganz auszuschließen. Auf den ersten 48 km sind 1.000 Höhenmeter zu bewältigen.

