Do, 13:35 Uhr
14.06.2001
Theater: Die Abwicklung beginnt
Nordhausen (nnz). Nun steht es fest: Die Sparte Schauspiel wird am Nordhäuser Theater das Jahr 2004 nicht überstehen. So sehen es - nüchtern betrachtet - die Pläne des Thüringer Kunstministerium vor.
In einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung zeigt sich Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) zwar noch recht kämpferisch: Wir werden keine Sparte freiwillig aufgeben, jedoch finanzieren können die Gesellschafter die bisherige Struktur auch nicht. Zu hart sind die Bandagen des Landes Thüringen. Gestern hatte Ministerin Dagmar Schipanski angekündigt, daß sich die Nordhäuser Bühne auf das Musiktheater konzentrieren solle (siehe hierzu auch im nnz-Archiv).
Wahlbuhl wolle sich dafür einsetzen, daß die Nordhäuser weiterhin ein gutes Schauspiel zu sehen bekommen, nur eben nicht von einem eigenen Ensemble gespielt. Daß Nordhausen als Theaterstandort erhalten bleibt, wertete der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Theater-GmbH als ein positives Ergebnis der Regionalkonferenz in Erfurt. Wahlbuhl forderte gegenüber der nnz die Landesregierung auf, daß diese bei geplanten Sparmaßnahmen zuvor die Meinung der Theaterträger einhole und in ihre Planungen einbeziehe. Unverständlich sei für Wahlbuhl bislang, warum in den Nord-West-Thüringer Bereich das Meininger Theater bislang nicht einbezogen werden. Hier dürfe es keine Ausnahmeregelung geben. Die Vertreter der Theaterträger aus Eisenach und Nordhausen hatten im Vorfeld der gestrigen Beratung mehrfach die Integration des Meininger Standortes in einer Verbund der Theater gefordert.
Autor: nnzIn einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung zeigt sich Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) zwar noch recht kämpferisch: Wir werden keine Sparte freiwillig aufgeben, jedoch finanzieren können die Gesellschafter die bisherige Struktur auch nicht. Zu hart sind die Bandagen des Landes Thüringen. Gestern hatte Ministerin Dagmar Schipanski angekündigt, daß sich die Nordhäuser Bühne auf das Musiktheater konzentrieren solle (siehe hierzu auch im nnz-Archiv).
Wahlbuhl wolle sich dafür einsetzen, daß die Nordhäuser weiterhin ein gutes Schauspiel zu sehen bekommen, nur eben nicht von einem eigenen Ensemble gespielt. Daß Nordhausen als Theaterstandort erhalten bleibt, wertete der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Theater-GmbH als ein positives Ergebnis der Regionalkonferenz in Erfurt. Wahlbuhl forderte gegenüber der nnz die Landesregierung auf, daß diese bei geplanten Sparmaßnahmen zuvor die Meinung der Theaterträger einhole und in ihre Planungen einbeziehe. Unverständlich sei für Wahlbuhl bislang, warum in den Nord-West-Thüringer Bereich das Meininger Theater bislang nicht einbezogen werden. Hier dürfe es keine Ausnahmeregelung geben. Die Vertreter der Theaterträger aus Eisenach und Nordhausen hatten im Vorfeld der gestrigen Beratung mehrfach die Integration des Meininger Standortes in einer Verbund der Theater gefordert.


