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Mi, 07:55 Uhr
27.05.2015

Kleofas: Am 15. August wird das Flutlicht leuchten

Die zweite Regionalliga-Saison für Wacker Nordhausen ist Geschichte. Nach dem Spiel am Sonntag gegen Germania Halberstadt standen der dritte Tabellenplatz und 48 Punkte auf der Haben-Seite des Vereins. Die nnz sprach mit Wacker-Präsident Nico Kleofas über die Saison und die Zeit, die vor dem Verein liegt…

Jörg Goslar, Nico Kleofas (Foto: Bernd Peter) Jörg Goslar, Nico Kleofas (Foto: Bernd Peter) Werden auch in der kommenden Saison gemeinsam durch "dick und dünn" gehen: Cheftrainer Jörg Goslar und Präsident Nico Kleofas

nnz: Herr Kleofas, wie beurteilen Sie die zweite Saison von Wacker Nordhausen in der Regionalliga?

Nico Kleofas: Nach Platz 5 in der ersten Saison, nun Platz 3, da kann man nicht zu viel falsch gemacht haben. Allerdings sind uns bei aller Euphorie auch die derzeitigen Grenzen aufgezeigt worden. Ich meine da vor allem die beiden Spitzenspiele gegen Magdeburg und Zwickau. Im Rückblick schmerzen diese beiden Niederlagen nicht mehr so sehr, wir alle - Mannschaft, Verein, Fans und Präsidium - konnten daraus nur lernen.

nnz: Ein Wort noch zur U23...

Nico Kleofas: Hier kann ich nur sagen: Hut ab. Die Jungs haben - zusammen mit den A-Junioren - eine hervorragende Saison gespielt. Der Spitzenplatz in der Verbandsliga macht das mehr als deutlich.

nnz: Platz 5, Platz 3 - wo soll die 1. Mannschaft denn in einem Jahr in der Tabelle verortet sein?

Nico Kleofas: Für mich persönlich wäre es ein Erfolg, wenn wir nach der dritten Regionalliga-Saison zwischen den Plätzen 3 und 5 durch die Ziellinie gehen würden.

nnz: Warum so bescheiden?

Nico Kleofas: Wir haben neben den sportlichen Ambitionen in den kommenden Monaten zwei weitere wichtige Baustellen zu bearbeiten. Wir brauchen eine Flutlichtanlage. Und ich bin mir sicher, dass die spätestens am 15. August dieses Jahres leuchten wird. Wir haben viele Nordhäuser Unternehmen und Privatpersonen gefunden, die uns dieses Vorhaben als Verein finanzieren. Dafür bin ich unendlich dankbar.

nnz: Aber die Stadt ist doch Eigentümer des AKS…

Nico Kleofas: Wir müssen das ohne die Kommune stemmen, nach ersten Gesprächen mit dem neuen Landrat Matthias Jendricke bin ich mir sicher, dass wir aus dem Landratsamt mehr Unterstützung erfahren werden, als aus dem Rathaus. Vor allem dann, wenn Lobbyarbeit in Erfurt gemacht werden soll.

Mehr noch, ich habe den Eindruck, dass sich seit der Landratswahl die Stadt noch weiter aus dem AKS zurückzieht. Die Stadt stellt keine Haus- oder Platzmeister mehr, die gesamte Rasenpflege hat der Verein übernommen und selbst die Abfallentsorgung muss der Verein, dem das Grundstück nicht gehört, selbst bezahlen. Aber wir werden das stemmen, denn letztlich geht es nicht nur um den Fußball in der Regionalliga, sondern auch um die anderen Spielklassen und hier insbesondere um den Nachwuchsbereich mit 12 Mannschaften.

nnz: Thema Stadionneubau: ist das überhaupt noch ein Thema?

Nico Kleofas: Natürlich und wir werden in den nächsten Tagen dazu einen weiteren Termin in der Landesregierung haben. Vermutlich ohne Vertreter der Stadtverwaltung. Meiner Kenntnis nach stehen die Investoren in den Startlöchern. Geregelt werden muss das Durcheinander mit den Fördermitteln.

nnz: Zurück noch einmal zu den Auflagen des NOFV.

Nico Kleofas: Neben der Flutlichtanlage müssen wir auch einen Ballfangzaun am Gästeblock und Wellenbrecher installieren. Auch hier werden wir ausschließlich Nordhäuser Firmen beauftragen. Insgesamt nehmen private Investoren und unser Verein mehr als 150.000 Euro in die Hand, um die Auflagen des Fußball-Verbandes erfüllen zu können.

nnz: Nun der sportliche Blick nach vorn…

Nico Kleofas: Fünf Spieler werden den Verein verlassen und ich gehe davon aus, dass mindestens fünf neue den Kader der ersten Mannschaft wieder verstärken werden. Die Leser der nnz können davon ausgehen, dass die Neuen nicht aus der Oberliga kommen. Momentan sind wir bereits mit acht bis zehn Spielern im Gespräch und das Spielerkarussell dreht sich in diesem Jahr besonders intensiv, da einige Vereine Mannschaften abgemeldet haben.

Mit der Vorbereitung auf die neue Saison werden Trainerteam und Mannschaft am 17. Juni beginnen. Auch in diesem Jahr werden wir die gesamte Vorbereitung in Rottleberode absolvieren. Das erste Spielwochenende wird der 24. bis 26. August sein.

nnz: Vielen Dank für das Gespräch.
Autor: red

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Kommentare
Zukunft
27.05.2015, 08:18 Uhr
Gleiches
In diesem Zusammenhang ist es angebracht , dass die Stadt auch von anderen Vereinen mehr eigen Engagement fordert. Nämlich von all denen, die seit Jahren am Tropf der Stadt hängen und die sich prima eingerichtet haben. Hoffentlich fordert man auch von der Jugendkunstschule, dass sie die Teilnahmegebühren für Erwachsene und Kinder endlich anhebt und andere Vereine sollten das gleiche tun.
Flitzpiepe
27.05.2015, 08:49 Uhr
Wie ist/wird das vertraglich geregelt,
wenn eine fremde Person oder Gesellschaft in städtische Immobilien investiert?
Wie ist die Haftungsregelung?
Wie sind danach die Eigentumsverhältnisse?
Wer trägt die Folgekosten?
NDHler
27.05.2015, 09:10 Uhr
Genau @Flitzpiepe
So einfach stelle ich mir das auch nicht vor. Gerade bei dieser Stadtspitze und dem dazugehörenden Stadtrat. Beide sind flexibel wie ein Stück Holz! Aber Kleofas wird schon einen Weg finden.
Zeh und Haase setzen jetzt ihre Prioritäten! Und da spielt Wacker keine Rolle mehr. Ein neues Lutherdenkmal ist da anscheint wichtiger! Dann soll die Stadt auch den letzten Schritt noch wagen und den AKS für einen €uro abgeben (von Verkauf kann da ja nicht die Rede sein)!
Das Verhalten der Stadt kommt einem Tritt zwischen die Beine gleich für alle, die sich bei Wacker engagieren. Und das sind nicht nur die Verantwortlichen der Regionalligamannschaft, das sind auch die Eltern der Nachwuchskicker.
NDHler
27.05.2015, 09:13 Uhr
Übrigens,
das neue Regionalligastadion des SV Jahn Regensburg ist fast fertig! Da kann man nur staunen!
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Flitzpiepe
27.05.2015, 10:38 Uhr
Wenn ich das richtig interpretiere,
zieht sich die Stadt Nordhausen komplett aus der Unterstützung der Nordhäuser Vereine zurück?
Wenn das so ist, verdient die Stadt es nicht mehr, dass die Vereine Werbung für sie machen.
Ich rege also eine Umbenennung der Vereine an. Die Streichung von 'Nordhausen' im Vereinsnamen.
Z.B. in FSV Wacker 90 Südharz
Der THC macht es bereits vor. Da steht auch nichts von Erfurt oder Bad Langensalza.
Vielleicht hat so eine Umbenennung auch Vorteile für die Identifikation mit Wacker in der Region außerhalb der Stadt.
altmeister
27.05.2015, 12:09 Uhr
Ist das nicht immer so?
Ein Mieter muss für seine Lampen in der Wohnung selber sorgen, der Vermieter kann die Müllentsorgung umlegen, den Garten, der gepachtet ist, muss der Nutzer auch selber pflegen und instand halten.
Wo ist da der Anspruch herzuleiten, dass dieses durch den Eigentümer erfolgen sollte?
emmerssen
27.05.2015, 16:57 Uhr
Super Nico Kleofas!
Bei Wacker sitzen wirklich echte Männer am Ruder, leider bei der Stadt leider nicht. Bei dieser langen Hinhaltetaktik der Stadt zu den gestellten NOFV Auflagen war wohl jedem im Verein klar wohin die Reise geht. Da kann man nur den Hut ziehen, was hier ohne deren Unterstützung geleistet wird.
Kommentare ala @altmeister sind hier absolut fehl am Platze.
altmeister
28.05.2015, 11:30 Uhr
Nicht genehm?
@emmerssen, auch wenn es Ihnen nicht so ganz passt, es gibt auch noch viele andere Vereine, welche engagiert ihre Arbeit machen und schon immer ihren eigenen Müll entsorgen, Rasen pflegen, Gebäude instand halten, Equipment kaufen müssen, ohne dass die Stadt da etwas beisteuern musste.
Warum also sollte es bei einem speziellen Verein anders laufen?
Kalimero
28.05.2015, 11:51 Uhr
Endlich
Danke Altmeister, endlich bringt es mal jemand auf den Punkt. Rasenpflege, Abfallentsorgung usw. werden grundsätzlich auf den Mieter umgelegt. Daran könnte sich der Verein dann auch langsam mal gewöhnen. Zum Theme Jendricke, ja der wird es sicher richten. Bin mal gespannt, woher der das nötige Kleingeld für seine zugesagte Unterstützung nehmen will. Es bleibt also spannend.
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