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Mo, 16:05 Uhr
18.05.2015

Unterirdische Hohlräume sind keine Freizeitobjekte

Die erfolgreiche Rettung einer 26-jährigen Frau aus einer Höhle im Kyffhäuserkreis nimmt die für Bergbau und Geologie zuständige Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund zum Anlass, dem schnellen Einsatz der Rettungskräfte aus Thüringen und Sachsen-Anhalt zu danken und auf die besonderen Gefahren des Betretens von Höhlen und stillgelegten Bergwerken hinzuweisen...


Siegesmund bittet die Bürgerinnen und Bürger, im eigenen Interesse vom unerlaubten Betreten ungesicherter Höhlen und alter Bergwerke Abstand zu nehmen.

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„Höhlen und die häufig über Jahrhunderte verwitterten Holzeinbauten in alten Bergwerken stellen ein enormes Risiko für Menschen dar, die sich in solche Hohlräume begeben. Nicht selten sind Höhlen und alte Bergwerke zudem Lebensraum für bedrohte Fledermausarten, die auf Störungen sehr sensibel reagieren“, so Siegesmund.

Die Ministerin gibt zu bedenken, dass Mineraliensammler und Hobby-Höhlenforscher durch den unberechtigten Zugang nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesundheit oder sogar das Leben der Einsatzkräfte gefährden, die sich in den letzten Wochen wiederholt in Gefahr begeben mussten, um Verunglückte aus Höhlen und alten Bergwerken zu retten.

So wurden in den letzten Wochen Thüringer Rettungskräfte bereits dreimal alarmiert, um Menschen aus alten Bergwerken und Höhlen zu retten. In zwei Fällen waren mehrstündige Rettungsarbeiten mit dutzenden Einsatzkräften notwendig, um insgesamt 6 Menschen, darunter eine schwerverletzte Frau, aus unterirdischen Hohlräumen heraus zu helfen.

Hintergrund: Neben 25 Besucherhöhlen und Schaubergwerken gibt es in Thüringen eine Vielzahl von alten Bergwerken und teilweise nicht erforschten natürlichen Höhlen. Nahezu alle alten Bergwerke und eine Vielzahl der Höhlen sind gegen zufälligen oder unbefugten Zutritt gesichert.

Immer wieder verschaffen sich Mineralien- oder Schatzsucher und Hobby-Höhlenforscher Zugang zu unterirdischen Hohlräumen. Häufig werden dabei zur Sicherung angebrachte Stahltüren aufgebrochen oder Abdeckungen untergraben und anschließend offen gelassen.

Derart geöffnete Höhlen und Altbergwerke stellen eine große Gefahr für spielende Kinder dar. Selbst die Eigensicherung bietet sogenannten „Schwarzbefahrern“ nicht immer ausreichenden Schutz vor Unfällen.
Autor: red

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