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Mo, 15:37 Uhr
11.05.2015

Schlecht begonnen - toll gekämpft - Landestitel

Die weibliche A-Jugend des Nordhäuser SV ist Thüringer Handball-Landesmeister 2015. Im alles entscheidenden letzten Spiel der Thüringenliga setzte sich das Team von Trainergespann Andreas Reinhardt/Katrin Struck-Kloxin auf heimischem Parkett gegen den bis dahin punktgleichen aber torbesseren 1. SSV Saalfeld nach einer bis zuletzt auf Messers Schneide stehenden Partie mit 21:19 durch...

Handball-Thüringenliga weibliche Jugend A
Nordhäuser SV – 1. SSV Saalfeld 21:19 (9:10)

Damit revanchierte sich der NSV-Nachwuchs für die im letzten Jahr erlittene Endspielniederlage gegen die Saalfelderinnen.

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Nach der Hinspielniederlage vor einer Woche in Saalfeld hatten sich die Nordhäuserinnen geschworen, die gleichen Fehler, vor allem in der Abwehr, nicht noch einmal zu machen. „Wir gewinnen das Spiel“, so ihr eindeutiger Vorsatz. Doch von unbedingtem Siegeswillen war zunächst lange nicht viel zu spüren. Die Abwehr war wie schon in Saalfeld viel zu abwartend. Nahezu tödlich gegen die wieder wie zu erwarten mit schnellem und druckvollem Laufspiel sowie starkem 1 gegen 1 Spiel aufwartenden Gäste.

Nordhausen hatte zwar Pech im ersten Angriff, Anna Reinhardt traf nur den Pfosten, erzielte dann durch Clara Fiedler aber das erste Tor, doch schon in dieser Anfangsphase sah sich Lena Schwertfeger im NSV-Gehäuse mehr im Mittelpunkt stehen als ihr lieb sein konnte. Doch sie löste das mit Bravour, rettete mehrfach in allerhöchster Not. Dennoch konnte auch sie nicht verhindern, dass Saalfeld nach 2:2 auf 5:2 (10. Minute) davon zog. Denn nicht nur die NSV-Abwehr war schwach, auch der Angriff war mehr ein laues Lüftchen.

Aus dem eigentlich überlegenen Nordhäuser Rückraum kam außer schwachen Würfen so gut wie nichts. Frühe Auszeit beim NSV. Die mit zwei Treffern in Folge auch gefruchtet zu haben schien. Aber es schien nur so, denn anschließend erhöhte Saalfeld sofort auf 8:4, führte acht Minuten vor Halbzeit klar und verdient 10:6. Jetzt endlich ging der lang ersehnte Ruck durch die Mannschaft. Die Abwehr wurde endlich aktiv, attackierte frühzeitig und schloss schneller die Lücken. Auch vorn kam nun mehr Zug in die Aktionen. Jenny Struck stieg endlich vor der Deckung hoch und traf genau in den Winkel, dann fing Pauline Hankel ein Zuspiel ab, eilte allein aufs gegnerische Tor und traf sicher.

Saalfelds Trainer nahm eine Auszeit. Aber ohne den gewünschte Effekt, denn Jenny Galonska toll frei gespielt traf vom Kreis zum 9:10-Anschluss. Den Ausgleich noch vor der Pause verhinderte nur der Pfosten beim einem Siebenmeterwurf von Clara Fiedler.

Nordhausen blieb aber nach dem Seitenwechsel sofort weiter am Drücker, schaffte durch Anna Reinhardt den Ausgleich. Es entwickelte sich nun ein tolles Kampfspiel, bei dem beide Mannschaften von ihrer Anhängerschaft lautstark unterstützt wurden. Weitere Tore aber blieben zunächst Mangelware, weil die Abwehrreihen standen und beide Torhüterinnen stark hielten.

In der 37. Minute endlich die Nordhäuser Führung zum 11:10 durch Pauline Hankel, und das sogar in Unterzahl. Nun ging es minutenlang hin und her. Saalfeld konnte ausgleichen, Nordhausen legte postwendend wieder vor. Bis ein weiterer Pfostenwurf von Clara Fiedler wieder ein Wende einleitete, denn im Gegenzug gelang Saalfeld mit dem Treffer zum 15:14 die erste Nachpausenführung (43.), lag dann noch 16:15 in Front. Auszeit Nordhausen (44.). Noch einmal sammeln, konzentrieren. Pauline Hankel gelang sofort der erneute Ausgleich.

Dann parierte Lena Schwertfeger in ganz großem Stil einen Strafwurf. Und den schnellen Gegenzug schloss Soraya Franz zur 17:16-Führung ab. Und dann noch einmal Pauline Hankel. Erstmals eine Zwei-Tore-Führung für die Nordhäuser Mädels. Nach dem Saalfelder Anschlusstreffer sogar 20:17 für den NSV. War das die Vorentscheidung, zumal Saalfeld nun einen Konter an den Pfosten setzte? Auszeit Saalfeld und noch exakt fünf Minuten zu spielen. Und es wurden fünf nervenaufreibende Minuten.

In denen zunächst die Nordhäuserinnen Nerven zeigten. Clara Fiedler scheiterte aus bester Position frei von der Kreismitte, dann ein unnötiges Fehlabspiel und schließlich ein kurzer Blackout in der Abwehr bei Saalfelder Freiwurf. Nur noch 20:19. Lena im Tor verhinderte da noch Schlimmeres, sorgte noch einmal für NSV-Ballbesitz. Jenny Struck scheiterte aus sehr spitzem Winkel, doch Soraya Franz nimmt den Abpraller gedankenschnell auf, wird beim Wurfversuch gefoult. Strafwurf, doch wer wirft? Pauline Hankel sagen alle, doch sie will nicht.

Desiree Balik war schon einmal gescheitert und traut sich nicht, konnte Pauline schließlich überzeugen. Und „Pauke“ traf eiskalt zum alles erlösenden 21:19, denn nur noch wenige Sekunden danach war Schluss.

Es war letztlich ein verdienter Sieg der Moral. Die Mannschaft fand sich nach ganz schwachen ersten 15 Minuten rechtzeitig zu einer Einheit, in der sich alle gegenseitig unterstützten. Heraus ragte neben Torhüterin Lena Schwertfeger dabei besonders Pauline Hankel. Denn neben ihren sechs ganz wichtigen Toren hatte sie als Sonderbewacherin der enorm starken Saalfelder Spielmacherin Janine Marx (Rückennummer 8) mit nur wenigen Verschnaufpausen Schwerstarbeit zu verrichten gehabt. Auch der Einsatz von Anna Reinhardt trotz des Handikaps einer noch nicht auskurierten Knöchelverletzung war ganz wichtig.

Lena Schwertfeger/Josefine Friebel - Madeleine Tolle, Clara Fiedler (4), Jenny Galonska (1), Soraya Franz (1), Pauline Hankel (6), Jasmin Friedrich, Jenny Struck (3), Desiree Balik (3), Anna Reinhardt (3)
Uwe Tittel
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Landestittel nach Nordhausen geholt (Foto: Uwe Tittel)
Autor: red

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