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Mi, 22:35 Uhr
29.04.2015

Gemeinderat tagte in Harztor

Entgegen dem thüringenweiten Trend ist die Bevölkerungszahl in Harztor gewachsen, informierte heute Bürgermeister Stephan Klante die Gemeinderatsmitglieder. Auf der Tagesordnung der Sitzung standen auch die Ernennung des neuen Ortsbrandmeisters und eine außerplanmäßige Ausgabe...

Vor drei Jahren wurden durch den thüringenweiten Zensus 6.076 Einwohner in Harztor gezählt. 2014 waren es schon 6.091 Einwohner, freute sich Bürgermeister Stephan Klante und wir werden auch in diesem Jahr weiter wachsen. In seinem Bericht blickte er auch noch einmal auf den 2. Harztorlauf zurück. Wir haben sehr positive Resonanz erfahren und wurden von den Läufern als freundliche Gemeinde wahrgenommen. In diesem Jahr nahmen insgesamt 457 Sportler auch aus den angrenzenden Bundesländern teil. Im nächsten Jahr werden es wohl deutlich mehr werden, prognostizierte der Bürgermeister.

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Der Haushalt der Landgemeinde wurde von der Kommunalaufsicht genehmigt, berichtete Klante weiter. Finanzielle Probleme bereitet der Gemeinde die Bere, die als Gewässer 2. Ordnung eingestuft wurde. Dadurch ist die Gemeinde für den rund 20 km langen Fluss zuständig. Es gibt bereits Gespräche mit dem Gemeinde- und Städtebund über eine neue Einstufung. Als Gewässer 1. Ordnung wäre das Land für die Unterhaltung und den Hochwasserschutz zuständig.

Im Rahmen der heutigen Gemeinderatssitzung stellte sich der Ahornpark Ilfeld e.V. den Mitgliedern vor. Wir sind wohl der jüngste Verein in der Landgemeinde, eröffnete Dr. Martin Hesse, der 1. Vorsitzende, seinen Vortrag. Bis zum heutigen Tag konnten für den Verein 52 Mitglieder gewonnen werden. Ziel ist es, den Ahornpark in Ilfeld zu rekultivieren und mit möglichst vielen Ahornbäumen zu bepflanzen. In Arbeitseinsätzen wurde das Gelände beräumt, ein Wildzaun gebaut und rund 200 Bäume gepflanzt. In diesem Jahr planen die Vereinsmitglieder den Bau eines Spielplatzes und hoffen dabei beispielsweise auf eine Förderung durch die Naturstiftung David und auf Lottomittel. Am 17. Mai soll im Parkt das 1. Ahornfest gefeiert werden. Es steht unter dem Motto „Ohne Wald und Natur findet man von uns Menschen auch keine Spur“, berichtet Dr. Martin Hesse und lädt alle Gemeinderatsmitglieder dazu ein.

Tino Schneider ist nun der neue Ortsbrandmeister der Gemeinde Harztor. Die Ernennungsurkunde überreichte ihm heute Bürgermeister Stephan Klante und wünschte für die neue Aufgabe viel Erfolg. Als Vertreter des Landratsamtes gratulierte auch Stefan Nüßle dem neuen Ortsbrandmeister. Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sind wichtig, setzen doch die Kameraden ehrenamtlich bei manchen Einsätzen Leib und Leben aufs Spiel, sagte Nüßle. Tino Schneider plant nun einen Brandschutzbedarfsplan für die Landgemeinde aufzustellen. Das ist zwar keine Pflichtaufgabe in Thüringen, wir wollen diesen Plan für mehr Sicherheit in Harztor trotzdem erstellen, berichtete Schneider. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau einer Feuerwehr in Sophienhof. Zehn Männer und zwei Frauen haben bereits mit der Ausbildung begonnen, jedoch muss hier auch ein entsprechendes Fahrzeug bereit gestellt werden.

Auf der heutigen Gemeinderatssitzung sollte auch ein Beschluss zum Abschluss eines Vertrages zur Bildung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Harzrundweg-Thüringen“ gefasst werden. Dieser wurde jedoch nur in der 1. Lesung beraten und soll in der nächsten Sitzung verabschiedet werden.

Die Landgemeinde musste zusätzliche Gelder in Höhe von 8.750 Euro für Verkehrssicherungsleistungen am Burgberg und an der „Langen Wand“ ausgeben. Nachträglich sollten heute die Gemeinderatsmitglieder dieser Ausgabe zustimmen. Wir sind nicht nur zum „Abnicken“ hier, bemerkte Bauausschussvorsitzender Hans-Jürgen Bednarzik und bemängelte die Vorgehensweise. Es musste schnell gehandelt werden, erklärte Bürgermeister Stephan Klante, denn die Forstarbeiten konnten nur in der vegetationsfreien Phase durchgeführt werden. Wenn wir auf den heutigen Beschluss gewartet hätten, hätten die Arbeiten erst im Herbst durchgeführt werden können. Somit hätte auch der Harzer Sagenpfad nicht auf dem Burgberg eröffnet werden können. 14 der 16 Gemeinderatsmitglieder stimmten nachträglich der Ausgabe zu.
Sandra Witzel
Autor: swi

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Kommentare
Wolfi65
30.04.2015, 11:31 Uhr
Muss auch mal geschrieben werden
In dem Artikel wurde bemerkt u.a. dass man auch auf Lottomittel hofft.
Das ist erst einmal nicht zu verurteilen.
Aber die jahrelange Verunglimpfung der Lottospieler, besonders durch einige Politiker aus Berlin und Bonn, lässt einem doch hinterfragen, was man in diesem Staate eigentlich will?
Von der einen Seite will man sich nicht an Europäisches Recht zum Thema Lotto und der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU halten und zum anderen greift man doch gerne auf die Einnahmen durch die Lottospieler aus nah und fern zurück, wenn die Kassen wieder einmal leer sind.
Ich bin wirklich einmal gespannt, wann wieder ein gewählter Volksvertreter die Lottospieler in Deutschland vom Internetlotto absperren und als Illegale kriminalisieren will? Europa ja, aber nur wenn es um die Umsetzung von Abgaben und Verpflichtungen für den kleinen Mann geht.
So läuft Europa nicht!
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