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Di, 13:56 Uhr
28.04.2015

Arbeiten auf Flüchtlingsgipfel präsentiert

„Thüringen – mein nahes fernes Land“ ist der Titel des Projektes, das die Jugendkunstschule Nordhausen und die Weimarer Mal- und Zeichenschule seit dem Jahr 2014 durchführen...

Bei Flüchtlingsgipfel ausgestellt (Foto: Jugendkunstschule Nordhausen) Bei Flüchtlingsgipfel ausgestellt (Foto: Jugendkunstschule Nordhausen)

Beide Jugendkunstschulen betreuen künstlerisch einen Kreis von SchülerInnen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingskindern, die in beiden Städten mit ihren Familien Zuflucht gefunden haben.

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Die TeilnehmerInnen sind zwischen fünf und fünfzehn Jahre alt. Sie kommen aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, der Türkei, Tschetschenien, Afghanistan und anderen Ländern sowie aus Deutschland. Das Ziel des Projektes ist, die Kinder - im Sinne des ganzheitlichen Lernens und Erfahrens - über die künstlerische Auseinandersetzung mit ihrer neuen Umgebung und ihrem neuen Leben vertraut zu machen.

Die sie auf diesem Weg begleitenden Fragen sollen mit Hilfe künstlerischer Mittel angerissen oder gar beantwortet werden. Dabei haben die Kinder von Nordhausen und Weimar die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, sich über die künstlerische Sprache zu artikulieren, ausgewählte Orte Thüringens kennenzulernen und sich darüber hinaus künstlerische Techniken anzueignen. Mit ihrem Engagement beteiligen sich beide Thüringer Jugendkunstschulen an dem aktuellen gesellschaftlichen Diskurs über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland.

Durch die aktive Teilnahme am Leben der Flüchtlingskinder sowie durch Kommunikation und Austausch mit gleichaltrigen deutschen SchülerInnen gelingt es, eine Brücke zwischen den Thüringer Bürgern und den Neuankömmlingen zu schlagen. Die Zusammenkünfte in den Jugendkunstschulen haben inzwischen auch einen festen Platz im Alltag der Kinder gefunden. Sie sind ein Baustein der Schritte, die unternommen werden, um für eine Stabilität zu sorgen, die den Kindern seit der Flucht aus ihren Heimatländern fehlt.

Dieses Städte übergreifende Projekt wurde nun eindrucksvoll auf dem Thüringer Flüchtlingsgipfel, der letzten Donnerstag im Evangelischen Augustinerkloster Erfurt stattfand, präsentiert. Hier hatten Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, Dieter Lauinger, der Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, Ernes Kalac, Vertreter des Zentralrats der Muslime und weitere Vertreter der Wirtschaft, der Kirchen, sozialer Vereine und Flüchtlingsinitiativen über die Herausforderungen beraten, Flüchtlinge in Thüringen willkommen zu heißen. Bis zum Ende des Jahres sollen weitere Treffen von Kindern in beiden Städten stattfinden.

Das Projekt ist eine Kooperation der Jugendkunstschule Nordhausen und der Weimarer Mal- und Zeichenschule mit der Flüchtlingssozialberatung von Caritas und Diakonie in Weimar, dem Flüchtlingswohnheim Weimar und der Petersbergschule Nordhausen, gefördert durch den Freistaat Thüringen.
Autor: red

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