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Fr, 15:45 Uhr
17.04.2015

Herder liest: Zwischen den Stühlen

Pankow – ist ein Stadtteil von Berlin und der Name einer der markantesten Rockbands der achtziger Jahre in der DDR. 1981 wurde sie gegründet und ging aus der Begleitband von Veronika Fischer hervor. Der Sänger und Frontmann von „Pankow“, Andrè Herzberg, hat jetzt ein bemerkenswertes Buch, einen Roman, geschrieben...

Herzberg (Foto: Agentur) Herzberg (Foto: Agentur)
„Alle Nähe fern“. Stark autobiographisch geprägt, ist es ein wagemutiger Blick auf vier Generationen. Und so beginnt es auch gleich mit einem Treffen der Generationen, einem Familientreffen, dass ein Traum bleibt. Familie ist der Sehnsuchtsort des Protagonisten und wohl auch von Andrè Herzberg selbst.

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Vier Generationen, zwei Weltkriege, zwei Diktaturen, Unternehmer mit nationaler Gesinnung, Juden und Kommunisten – Herzbergs literarische und wirkliche Familie bietet viel. Buchstäblich in letzter Sekunde retten sich der Großvater und seine Frau ins Exil, die Kinder schickten sie voran. Und so wird die Familie über die ganze Welt zerstreut.

Einer kommt zurück. Sohn Paul geht aus dem englischen Exil als überzeugter Kommunist in die DDR, verdrängt seine Herkunft und wird Funktionär. Sein Sohn Jakob, der Erzähler des Romans, wird nach einer schwierigen Kindheit Sänger, durchlebt nach der Wende eine existenzielle Krise und findet zur Religion seiner Familie. – Ein sehr fein komponierter Roman über die lebenslange Sehnsucht nach Bindung und Zugehörigkeit: zu einem Land, zu einer Partei, zu einer Familie.

Andrè Herzberg wurde 1955 in Ostberlin geboren. Er wuchs als Sohn sehr der Parteilinie folgenden Eltern auf. Erste musikalische Schritte ging Herzberg 1973 mit einer Band und nahm Gesangsunterricht. Seit 1981 ist er mit „Pankow“ aktiv. Erfolgreiche Rockspektakel und Alben sorgten auch für Popularität in Westdeutschland. Mit Theaterarbeit, Soloalben, Moderationen im Fernsehen und Brechtsongs suchte Herzberg nach der Wende nach einer erfüllenden Tätigkeit.

Das schönste zum Schluss: Andrè Herzberg bringt seine Gitarre mit und singt.

Das Lesekonzert in der Reihe „Herder liest“ beginnt am 22. April um 19.30 Uhr. in der großen Aula des Herder-Gymnasiums, Wiedigsburg 7/ 8. Der Eintritt beträgt 5 Euro (Schüler, Studenten 2 Euro)
Autor: red

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