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Fr, 15:50 Uhr
17.04.2015

Musik, Tanz, Schauspiel - die Spielzeit 2015/16

Musik, Tanz, Schauspiel - am Theater Nordhausen wurde heute das Programm der Spielzeit 2015/16 vorgestellt. Mit dabei sind natürlich viele frische Highlights. Aber auch einige der großen Erfolge der vergangenen Jahre kehren zurück...

Neue Spielzeit vorgestellt: v.r. Jutta Ebnother, Markus L. Frank, Lars Tietje, Anja Eisner, Bianca Sue Henne (Foto: Angelo Glashagel) Neue Spielzeit vorgestellt: v.r. Jutta Ebnother, Markus L. Frank, Lars Tietje, Anja Eisner, Bianca Sue Henne (Foto: Angelo Glashagel)

Es ist wird die letzte Spielzeit unter der Ägide von Theaterintendant Lars Tietje sein. Der Wechsel an der Theaterspitze hätte sich aber nicht auf den Spielplan ausgewirkt, versichtert Tietje, und sei kein Höhe- oder Schlusspunkt seines Wirkens am Nordhäuser Theater. Er verstehe seine Arbeit vielmehr im Sinne der Kontinuität, "auch dieser Spielzeit wird eine weitere Folgen", sagte der Theaterintendant.

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Die Bilanz der vergangenen Spielzeit kann sich sehen lassen: die Theater und Loh-Orchester konnten heute zum dritten Mal in Folge einen Besucherrekord vermelden: 105.695 Gäste zählte man in der Spielzeit 2014/15. Für ein Regionaltheater seien das "ziemlich gute Zahlen", sagte Tietje. Allein mit dem Kartenverkauf konnten so über 1 Mio. Euro eingenommen werden, womit der Anteil des Eigeneinspiels bei rund 15 Prozent liegt, erklärte Tietje weiter, das sei Bundesdurchschnitt.

Das Reden überließ der Intendant heute aber zumeist seinen Kollegen, welche die einzelnen Abteilungen des Theaters leiten. Den Anfang machte Bianca Sue Henne für das junge Theater.

Gold, Märchen und ein paar alte Bekannte

Das Programm für das junge Publikum wird im September mit dem Stück "Gold" eröffnet. Das Musiktheaterstück basiert auf der Erzählung vom Fischer und seiner Frau und besticht vor allem durch die Verbindung von Sopran und Schlagwerk, erklärte Henne, die harmonische Verbindung mache den besonderen Reiz des Stückes aus.

In Kooperation mit dem Theater Rudolstadt darf ab November der Kater der Gebrüder Grimm über die Bühne stiefeln. Märchenhaft wird es auch zu den Schlossfestspielen - hier wird die Geschichte von König Drossselbart erzählt werden.

Das junge Theater wird außerdem einen Publikumsliebling zurückbringen - der Luftballonverkäufer von Roberto Frabetti wird wieder ins Repertoire aufgenommen. Ganz besonders Stolz ist Bianca Sue Henne das dass junge Theater mit dem Ballettstück "Ente, Tod und Tulpe" zum Festival der Jugendtheater, dem "Wildwechsel", nach Weimar eingeladen worden ist. Dank der Kooperation mit dem Figurentheater "Schwarz-Weiß" will man außerdem in "unregelmäßiger Regelmäßigkeit" am Theater unterm Dach auch Puppenspiel zeigen, etwa die "Weihnachtsgans Auguste" und "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt".

Kammermusik, Sinfonie und Schlosskonzerte

Auch das Orchester kümmert sich mit den Orchesterwerkstätten um den Nachwuchs, berichtete Generalmusikdirektor Markus L. Frank. Entweder als kleines Kammerensemble, manchmal aber auch in größerer Runde werden die Musiker wieder den Alltag in Schulen und Kindergärten bereichern.

Auf der großen Bühne geht es gewohnt klassisch hinzu. Den Anfang macht das erste Sinfoniekonzert "Faustisches Vergnügen" mit Kompositionen von Haba, Mozart, Wagner und Gounod. Besonders hervorgehoben wurde auch das vierte Sinfoniekonzert "Brückenschläge", das unter anderem Musik von Fazil Say präsentiert. Solisten an der Schilfrohrflöte und der türkischen Harfe werden mit dem Ensemble dann ein "Stimmungsbild aus Istanbul" zeichnen und sowohl die schönen und harmonischen wie auch die aggressiven Seiten der Bosporusmetropole zum klingen bringen.

Mit "Bekenntnisse" steht zudem eine Uraufführung auf dem Programm, die dem Sondershäuser Kompositionsstipendium zu verdanken ist. Weiteres Highlight sind natürlich die Schloss- und Lohkonzerte. Erstere werden wieder von Frühklassik und Barock geprägt sein. Besonders gespannt ist Musikdirektor Frank auf das 3. Schlosskonzert. Hier wird Josephine Hoffmann Mozarts Sinfonie Nr. 26 auf der Gitarre geben. Die Schülerin der Musikschule die auch im Bundeswettbewerb Jugend musiziert auf sich aufmerksam machen konnte, sei "eine hochbegabte Musikerin", sagte Winter.

Bei den Sonderkonzerten wird es eine Neuauflage von
"Carmina Burana" mit Chören aus der Region geben.

Goethe, Harwood, Tschechow, Molnár

Für die Schauspielsparte sprach Chefdramaturgin Anja Eisner. Auch hier porfitiert Nordhausen von der Kooperation mit Rudolstadt. Die Rudolstädter bringen das Schauspiel nach Nordhausen und dürfen im Gegenzug das Nordhäuser Musiktheater genießen.

Die Saison wird mit "Faust_Eins" eröffnet, eine Inszenierung von Goethes Klassiker, die dem Dichterfürsten sicher selbst gefallen hätte, meinte Anja Eisner. Denn ein Gutteil von Faust_Eins kommt vertont daher, sprich als musikalische Inszenierung. Goethe hatte sich einst selbst gewünscht, das Mozart seinen Faust vertonen könnte, der war nur leider schon verstorben, wusste Frau Eisner zu berichten.

Die weiteren Stücke "Quartetto", die "Drei Schwestern" und "Delila oder der Liebestest" geben dem Programm eine ordentliche Prise Humor. In Quartetto müssen sich die alternden Sänger des Quartetts im "Rigoletto" damit auseinandersetzen, was das Leben im Ruhestand noch zu bieten hat. Tschechows "Drei Schwestern" kommt etwas ernster daher und beschäftigt sich mit drei jungen Damen, die zwischen verklärter Vergangenheit und idealisierter Zukunft schwanken, dabei aber die Gegenwart an sich vorüberziehen lassen. In "Delila" bringen unverhoffter Geldsegen und die Herzen der Frauen das Leben eines Gastwirtes gehörig durcheinander.

Die Ballettsparte kann sich über drei neue Tanztalente freuen, berichtete Jutta Ebnother, sie versprach eine spannende Saison und mitreißende Tanzdarbietungen auch auf den Schlossfestspielen. Auf dem Programm stehen "Geliebte Clara" und der "Ödipus", der neben Jutta Ebnother auch von dem international bekannten Choreographen Pascal Touzeau auf die Bühne gebracht wird. Nicht zu vergessen sind die Balletttage die mit "Geschichten getanzter Art" eröffnet werden und der Nussknacker.

Zuletzt meldete sich auch der scheidende Intentand zu Wort und wies auf die Erfolge der Nordhäuser Musicalproduktionen hin. Diese seien, eher unbeabsichtigt zu einem Schwerpunkt geworden "mit dem Nordhausen nach außen strahlt", sagte Tietje. Am Theater Nordhausen soll sich "The Pirate Queen", erdacht von den Machern von "Les Miserables" und "Miss Saigon" in die Reihe der erfolgreichen Musicals der Nordhäuser Bühne einreihen.

Was man auf den Brettern von Nordhausen und Sondershausen sonst noch wird erleben können, kann auch im Internet unter http://www.theater-nordhausen.de/spielplan.html eingesehen werden.
Angelo Glashagel
Autor: red

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