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Fr, 19:51 Uhr
10.04.2015

Gedenken in Ellrich und Woffleben

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora wird am kommenden Dienstagvormittag am Himmelsberg in Woffleben eine Gedenktafel am ehemaligen Stollenbauprojekt B 3 wieder eingeweiht...

Gedenken (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora) Gedenken (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora) Gedenkveranstaltung am ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte im Rahmen des 69. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora

Im Himmelberg mussten seit Anfang 1944 durchschnittlich 3000 Häftlinge der KZ-Außenlager Harzungen, Ellrich-Juliushütte und Woffleben schwerste Zwangsarbeit bei Bauarbeiten im Stollenvortrieb leisten.

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Zu den Baufirmen, die hier unter Einsatz von KZ-Zwangsarbeitern unterirdische Produktionsstätten für die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke bauen ließen, gehörten unter anderem Hochtief sowie Grün & Bilfinger. Die Zahl der Toten auf den Baustellen in und um den Himmelberg ging in die Hunderte.

Anfang der 1990er Jahre beherbergten die Stollen zeitweise eine Champignonzucht. Auf Initiative ehemaliger Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora wurde im Bereich des Stolleneingangs eine Gedenktafel errichtet, die über die Geschichte des Ortes informierte. Nach Schließung der Pilzzucht wurde die Tafel demontiert. Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora wird auf Initiative der Einwohner Wofflebens am 14. April 2015 eine neue Gedenktafel aufgestellt (10 Uhr).

Im Anschluss findet ab 11 Uhr eine Gedenkveranstaltung am ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte statt. Im Mai 1944 gegründet, war es das größte Außenlager des KZ-Komplexes Mittelbau-Dora. Über 8000 Häftlinge mussten unter anderem im Stollenvortrieb im Kohnstein und am Himmelsberg Zwangsarbeit leisten. Mindestens 4000 Gefangene – vor allem Franzosen, Polen und Ungarn – starben an den Folgen der katastrophalen Arbeits- und hygienischen Bedingungen sowie durch Hunger und Misshandlungen.

1995 begannen Mitglieder des Vereins „Jugend für Dora“ zusammen mit der Stadt Ellrich, das ehemalige Lagergelände zu erschließen. Seit 2010 informieren Texttafeln, die von der Stadt Ellrich in Zusammenarbeit mit der französischen Commission Dora-Ellrich und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora angebracht wurden, Besucherinnen und Besucher über das ehemalige KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte.

Am Gedenkort Ellrich-Juliushütte werden nach Begrüßungen durch Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, Haraldt Bernhardt, 1. stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Walkenried, und Dr. Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Lucien Berthel sprechen. Er ist Überlebender der Konzentrationslager Buchenwald, Mittelbau-Dora und des Außenlagers Ellrich-Juliushütte.
Autor: red

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