eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 22:31 Uhr
08.04.2015

Animal Hoarding in Nordhausen-Ost

Man sieht es sonst immer nur im Fernsehen, doch jetzt geschah es auch bei uns in der Nachbarschaft: 30 Katzen in einer 4 Raum-Wohnung in Nordhausen –Ost. Mitte März holten Tierheim und Tierschutz die Tiere aus einer bewohnten Wohnung, Mieter hatten wegen Geruchsbelästigung darauf aufmerksam gemacht...


Für die 28 erwachsenen Katzen und 2 Saugwelpen standen gerade mal zwei Katzentoiletten zur Verfügung, die auch nicht sauber gemacht wurden. Die ganze Wohnung war mit Kot und Urin verschmutzt und roch dem entsprechend. Die Halterin hatte eigentlich ein Kastrationsgebot, an das sie sich aber nicht gehalten hat. So konnten sich die Tiere unkontrolliert weitervermehren.

Anzeige Refinery (lang)
Die total verschüchterten Tiere wurden alle am selben Tag noch beim Tierarzt vorgestellt und dort klinisch untersucht und erstbehandelt. Die 16 unkastrierten weiblichen Tiere wurden von den Katern ständig bedrängt und die Hälfte davon war schon wieder tragend. Die Katzen und auch Kater wiesen zahlreiche Kampf-und Kratzspuren auf, kein Wunder bei einer so hohen Besatzdichte. Alle hatten Infektionen mit Ohrmilben und auch Flöhe wurden gefunden.

Doch wohin nun mit den ganzen Katzen? Und wer soll das alles bezahlen? So eine große Aktion war nicht vorherzusehen. Die weiblichen Tiere blieben erst mal alle in der Kleintierpraxis, bis sie dann nach der Kastration zur Hälfte im Katzenhaus des Tierschutz Nordhausen e.V. und im Tierheim untergebracht worden, die Kater befinden sich alle im Tierheim.

Sie wurden in der darauffolgenden Woche ebenfalls kastriert, mittlerweile wurden alle Tiere auch zum ersten Mal schutzgeimpft. All diese Katzen warten nun dringend auf tierliebe Menschen, die Ihnen in der Zukunft ein besseres zu Hause bieten können.

Wer einem Kater oder einer Katze ein neues zu Hause geben möchte, meldet sich bitte im Tierheim Nordhausen ( Tel.: 03631-900101) oder beim Tierschutz Nordhausen e.V. (Tel.: 0173-5653574). Wer kein Tier nehmen kann, aber trotzdem helfen möchte: die Kastration einer weiblichen Katze kostet ca. 100 Euro und die Kastration eines Kater ca. 60 Euro. Und auch die Schutzimpfungen gegen Katzenschnupfen und Seuche müssen bezahlt werden.

Gelder, die eigentlich gar nicht zu Verfügung stehen. Die ortsansässigen Tierschutzvereine finanzieren sich lediglich über Spendengelder. Über eine kleine Geldspende würden wir uns freuen. Jeder Euro zählt.

Spendenkonto: KSK Nordhausen
IBAN: DE 41 8205 4052 0034 1910 49
BIC : HELADEF1NOR
Tierschutz Nordhausen e.V.

Animal hoarding ist das krankhafte Sammeln und Halten von Tieren. Als Animal Hoarder oder Tierhorter werden Personen bezeichnet, die eine Vielzahl von Tieren auf engem Raum halten, ohne die Mindestanforderungen an Nahrung, Hygiene und/oder tierärztlicher Versorgung gewährleisten zu können.
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Animal hording in Nordhausen (Foto: privat)
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Pe_rle
09.04.2015, 08:57 Uhr
Katzenelend
tolle Tierhalter,die würde ich einsperren
Bei uns bei den Hunden schaut die Stadt genau hin ,und kassiert noch Steuer dafür.
Ich frage mich immer wieso es keine Katzensteuer gibt
Altstadtbewohner
09.04.2015, 09:45 Uhr
Traurig
Da werden aus vermeidlichen Tierliebhabern, Tierquäler.
Ein Fall für die Psychiatrie!
Filinchen88
09.04.2015, 10:46 Uhr
Hmm
Ganz ehrlich da hat wohl auch das Vet-Amt versagt. Wenn die Frau schon Auflagen hatte, dann muss sie ja schon auffällig gewesen sein. Wo bleibt dann bitte die regelmäßige Überprufung seitens des Vet-Amtes?!
Dann wäre es vielleicht nicht so weit gekommen.

Und zur Frau direkt. Solche Menschen merken es leider nicht mehr was sie dem Tier antun. Sie sehen das als richtig an und lieben ihre Tiere.
Das es zu so etwas kommt hat schon schwerwiegende psychologische Hintergründe.
Anaconda
09.04.2015, 13:30 Uhr
Fehler in der IBAN
Da ich nicht nur meckern, sondern auch helfen will, habe ich eben eine Spende überwiesen. In der IBAN ist ein Fehler, statt ........192049 muß es heißen .......191049.
Bodo Schwarzberg
10.04.2015, 08:32 Uhr
van Asten:Inkonsequenz von Katzenliebhabern
Gerade erst war zu lesen, dass van Asten statt 100.000 nur noch 60.000 Schweine in Nordhausen halte und dass jeder Landwirt an "vernünftigen Haltungsbedingungen" für seine Tiere interessiert sei. Ich persönlich frage mich, wie man 60.000 Schweine auf einem Betriebsgelände wie dem von van Asten unter "vernünftigen Haltungsbedingungen" halten kann. Das sind zynische Äußerungen. Jeder weiß, dass die Fleischsucht der Deutschen zu den nicht artgerechten Verhältnissen beiträgt. Das Internet ist voll von grausamen und auf rein verhaltensbiologischen Fakten beruhenden Berichten. Fakt ist, dass die Tiere in derartigen Massen-Betrieben praktisch nie artgerecht gehalten werden. In meinen Augen mutet da die Jammerei der anonymen nnz-Katzenfreunde inkonsequent an. Während ganz in der Nähe 60.000 Schweine mit Antibiotika vollgepumpt und innerhalb weniger Wochen zu Fleischmonstern aufgeplustert, am Ausleben ihres typischen Artverhaltens um unseres vollen Bauches willen gehindert werden und nicht selten einen qualvollen Schlachttod sterben (siehe nnz), geißeln Leser regelmäßig das Leiden der Katzen. Auch dieses zu hinterfragen ist nötig, aber mit Verlaub: Über die viel größeren Leiden der 28 Mio. deutschen Mastschweine wird in der Bevölkerung weniger gejammert. "Um eines kleinen Bissens Fleisches willen".
Anaconda
10.04.2015, 08:48 Uhr
"Jammerei" inkonsequent?
Sie wissen doch gar nicht, wer die Menschen sind, die über das Katzenelend "jammern". Ich z. B. unterschreibe jede Resolution gegen Massentierhaltung und bin seit Jahren konsequenterweise Vegetarier - nicht etwa, weil mir Fleisch nicht geschmeckt hat, sondern weil ich nicht weiter zum Leid der Schlachttiere beitragen wollte. Ich will Ihnen nichts unterstellen, aber ich habe schon oft die Erfahrung machen müssen, daß Menschen, die das Engagement anderer für eine bestimmte Sache kritisieren und dafür auf andere Mißstände hinweisen, selbst gar nichts tun. Lassen Sie uns also unsere Katzen und tun Sie was für die Schweine.
Wolfi65
10.04.2015, 08:49 Uhr
Nicht aufregen
In Deutschland gibt es mindestens 86 Millionen Menschen, welche nicht artgerecht "gehalten" werden.
Es gibt nur wenige Staaten der Erde, wo es mehr Menschen auf dem Quadratkilometer gibt.
In einem Land mit nur wenigen Einwohnern und Überwachung, wäre die oder der Halter der Tiere gar nicht aufgefallen. Die Katzen hat diese Art der Tierhaltung vielleicht gar nicht gestört, aber den aufmerksamen Nachbarn schon, weil durch die Hinterlassenschaften in der Wohnung, wohl eine extreme Geruchsbelästigung eingetreten ist.
Katzenliebe kennt eben keine Grenzen.
snowcat
10.04.2015, 10:10 Uhr
kuschelig und Dankbar
Die süssen haben es alle so verdient, ganz wunderbare Miezen, obwohl sie das erlebt haben!
Sie verzehren sich nach Liebe und Aufmerksamkeit!
Alle sind sehr verschmust und kuschelbedürftig, selbst die scheuste hat sich zum Kuschelmonster gewandelt!
Ich bin froh das Miezen da raus sind, dass sie nicht mehr bedrängt werden und saubere Klos, Schlafplätze und regelmäßige Mahlzeiten genießen können.
Aus ihnen spricht wirklich die pure Dankbarkeit. Herr Wolfi nehmen sie sich lieber zurück mit ihren Aussagen und Mutmaßungen.
Wolfi65
10.04.2015, 11:05 Uhr
Ich nehme mich schon zurück@Schneekatze
Ich habe auch nix gegen Katzen.
Es sei denn, die pinkeln mir in den Garten.
Und das stinkt ja bekanntlich höllisch.
Jess84
10.04.2015, 12:36 Uhr
Tierliebe ist oft allumfassend
Ich denke, fast alle Menschen, die ein Herz für Tiere haben, haben nicht nur eins für Katzen oder Schweine oder Hunde.
Ein Tier hat man vielleicht im Fokus der Tierliebe. Ich liebe Katzen, deshalb sind mir jedoch die Bedingungen, unter denen die Schweine zu leben haben, die zum Konsum gezüchtet werden, nicht egal. Mit Schrecken verfolge ich jegliches Leid von Tieren. Tiere leiden in unserer Gesellschaft an allen Ecken und Kanten. Als Pelz, als Nahrung, als Versuchsobjekt.... und, und, und
Ich finde Menschen müssen im Allgemeinen im Umgang mit Tieren etwas ändern. In jedem Menschen sollte es ein Prozess zum Umdenken geben.
Ich wünschte, dass alle Menschen darauf achten würden, wie oft sie Fleisch essen und dann auch welches Fleisch. Oftmals unterstützen Verbraucher mit Ihrem Geiz schlechte Tierhaltung ohne sich dessen bewusst zu werden. Die Häufigkeit des Fleischkonsums ist auch völlig überspitzt in Deutschland (meine Meinung!).
Menschen sollten darauf achten beim Kauf von Kosmetika, dass hier keine Tierversuche dahinter stehen.
Auf Pelze sollte gänzlich verzichtet werden.
Nur im Verzicht kann der kleine Mann auch etwas bewegen im Kampf gegen Tierquälerei. Keine Nachfrage - kein Angebot.
snowcat
10.04.2015, 14:26 Uhr
@anaconda
Vielen lieben Dank.Wir wissen nicht wie der Zahlenfehler zustande kam.Haben es nun online überall korrigiert. Danke für ihre Spende!
Herr Taft
10.04.2015, 14:41 Uhr
kenne Dein Essen
...seit etwa drei Jahren kaufe ich meine Eier beim Bauern. Dort kann ich die Hühner im WInter durch durch eine Plexiglasscheibe im geräumigen Stall beim Eierlegen beobachten und im Sommer sehe ich sie draußen rumflitzen. Das Ei kostet 25 Ct. - aber die zahle ich gerne, kommen sie doch den glücklichen Hühnern zugute, weil sie den Bauern am Leben halten. Ich esse gerne Fleisch (sowohl Rind, als auch Schwein) - gerne vom Grill ... einmal Thüringer, immer Thüringer. DIe Kühe stehen hinterm Garten auf der Weide, mit dem Viehbauern bin ich PerDu. Die Schweine entstammen einem Traditionshof aus dem Nachbarort - auch hier weiß ich, dass es den Tieren gut geht.

Fleischgenuss muss also nicht der Tierliebe entgegen stehen. Wer natürlich das Fünfeuro-Rindersteak aus dem Lidl kauft, dem muss klar sein, dass die Kuh zu Lebzeiten nicht viel Freude hatte.

Liebe Grüße aus BW
Jess84
10.04.2015, 18:10 Uhr
@nussbaum
Das ist sehr löblich. Ich freue mich über Ihre Einstellung und Vorgehensweise.
Emerson
15.04.2015, 19:56 Uhr
Katzen
Der Chinese würde sich sicher sehr über die Katzen freuen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)