Mi, 19:11 Uhr
08.04.2015
Gedenken an KZ-Befreiung
Vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen von amerikanischen Truppen befreit. Daran wird mit zahlreichen Veranstaltungen ab Freitag dieser Woche erinnert...
Zu den Gedenkveranstaltungen vom 10. bis 14. April 2015 in Nordhausen und Ellrich werden ehemalige Häftlinge, Angehörige und Hinterbliebene aus vielen Teilen Europas und Nordamerikas, Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie zahlreiche Bürger aus der Region erwartet. Inhaltlich widmet sich der diesjährige Jahrestag der Auflösung und Räumung des KZ-Komplexes Mittelbau.
Die zentrale Gedenkfeier mit anschließender Kranzniederlegung findet am Montag, den 13. April 2015, um 11 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt. Nach der Begrüßung durch Gedenkstättenleiter Dr. Stefan Hördler spricht Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, ein Grußwort.
Danach halten die Dora-Überlebenden Albert van Hoey, Oto Konstein und Dr. Boris Pahor kurze Ansprachen.
Albert van Hoey, 1924 in Stekene (Belgien) geboren, ist Überlebender der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie Vorsitzender des Häftlingsbeirats.
Oto Konstein wurde 1929 in Cakovec in Jugoslawien (heutiges Kroatien) geboren. Er überlebte die KZ Auschwitz und Mittelbau-Dora und ist Mitglied des Häftlingsbeirats.
Dr. Boris Pahor, 1913 in Triest geboren, ist Überlebender der Konzentrationslager Dachau, Natzweiler und Mittelbau-Dora. Er gilt heute als einer der bekanntesten Vertreter der slowenischen Gegenwartsliteratur.
Im Anschluss an die Kranzniederlegung eröffnen nach einer Begrüßung durch Dr. Stefan Hördler die Kuratoren Dr. Regine Heubaum und Dr. Jens-Christian Wagner die Ausstellung Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945 in der ehemaligen Feuerwache. Das Kooperationsprojekt der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten thematisiert die Räumung der Konzentrationslager und die Todesmärsche von KZ-Häftlingen im Frühjahr 1945.
Die Schau besteht aus zwei komplementären Teilen, die zunächst getrennt an beiden Orten und später zusammen als Wanderausstellung gezeigt werden.
Noch bis zum 9. September 2015 wird der erste Ausstellungsteil in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu sehen sein.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Jahrestages
Freitag, 10. April, 19.00 Uhr in der Flohburg – Das Nordhausen Museum Vorführung des Films «Am Ende kommen Touristen» (D 2007) mit anschließender Diskussionsrunde
Samstag, 11. April, 10.00 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Nordhausen
Bürgerbegegnung mit KZ-Überlebenden
Samstag, 11. April, 15.00 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, ehemalige Bahnhofsrampe
Einweihung des Informations- und Gedenkortes Außenlager
Dienstag, 14. April, 10.00 Uhr in Ellrich, OT Woffleben, am Himmelsberg
Wiedereinweihung einer Gedenktafel am ehemaligen Stollenbauprojekt B 3
Dienstag, 14. April, 11.00 Uhr in Ellrich, Gedenkort Ellrich-Juliushütte
Gedenkveranstaltung am ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte
Autor: redZu den Gedenkveranstaltungen vom 10. bis 14. April 2015 in Nordhausen und Ellrich werden ehemalige Häftlinge, Angehörige und Hinterbliebene aus vielen Teilen Europas und Nordamerikas, Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie zahlreiche Bürger aus der Region erwartet. Inhaltlich widmet sich der diesjährige Jahrestag der Auflösung und Räumung des KZ-Komplexes Mittelbau.
Die zentrale Gedenkfeier mit anschließender Kranzniederlegung findet am Montag, den 13. April 2015, um 11 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora statt. Nach der Begrüßung durch Gedenkstättenleiter Dr. Stefan Hördler spricht Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, ein Grußwort.
Danach halten die Dora-Überlebenden Albert van Hoey, Oto Konstein und Dr. Boris Pahor kurze Ansprachen.
Albert van Hoey, 1924 in Stekene (Belgien) geboren, ist Überlebender der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie Vorsitzender des Häftlingsbeirats.
Oto Konstein wurde 1929 in Cakovec in Jugoslawien (heutiges Kroatien) geboren. Er überlebte die KZ Auschwitz und Mittelbau-Dora und ist Mitglied des Häftlingsbeirats.
Dr. Boris Pahor, 1913 in Triest geboren, ist Überlebender der Konzentrationslager Dachau, Natzweiler und Mittelbau-Dora. Er gilt heute als einer der bekanntesten Vertreter der slowenischen Gegenwartsliteratur.
Im Anschluss an die Kranzniederlegung eröffnen nach einer Begrüßung durch Dr. Stefan Hördler die Kuratoren Dr. Regine Heubaum und Dr. Jens-Christian Wagner die Ausstellung Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945 in der ehemaligen Feuerwache. Das Kooperationsprojekt der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten thematisiert die Räumung der Konzentrationslager und die Todesmärsche von KZ-Häftlingen im Frühjahr 1945.
Die Schau besteht aus zwei komplementären Teilen, die zunächst getrennt an beiden Orten und später zusammen als Wanderausstellung gezeigt werden.
Noch bis zum 9. September 2015 wird der erste Ausstellungsteil in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu sehen sein.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Jahrestages
Freitag, 10. April, 19.00 Uhr in der Flohburg – Das Nordhausen Museum Vorführung des Films «Am Ende kommen Touristen» (D 2007) mit anschließender Diskussionsrunde
Samstag, 11. April, 10.00 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Nordhausen
Bürgerbegegnung mit KZ-Überlebenden
Samstag, 11. April, 15.00 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, ehemalige Bahnhofsrampe
Einweihung des Informations- und Gedenkortes Außenlager
Dienstag, 14. April, 10.00 Uhr in Ellrich, OT Woffleben, am Himmelsberg
Wiedereinweihung einer Gedenktafel am ehemaligen Stollenbauprojekt B 3
Dienstag, 14. April, 11.00 Uhr in Ellrich, Gedenkort Ellrich-Juliushütte
Gedenkveranstaltung am ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte

