Di, 15:07 Uhr
31.03.2015
WBG nimmt Herausforderung an
In den vergangenen zwei Jahren erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Asyl in Thüringen von 1.764 auf 6.135. In diesem Jahr wird mit 9.000 Erstanträgen gerechnet. Der Strom von Flüchtlingen und Asylbewerbern stellt auch die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) vor Herausforderungen...
Ein neues Zuhause (Foto: WBG Südharz)
Von links: Manfred Mock (Sozialarbeiter WBG), Ernst Scholze (Schrankenlos), Familie Balja aus Bosnien, Ralf Elster (Wohnungswart WBG)
Als Partner des Landkreises Nordhausen hat die WBG aktuell 37 Wohnungen für diese Menschen in Not zur Verfügung gestellt - zehn weitere Wohnungen werden bis zum 15. April vorbereitet.
Wir haben noch ein begrenztes Potential für weitere Wohnungen, wenn diese angefragt werden, aber wir sagen auch deutlich: wir müssen vorbereitet sein, besonders hinsichtlich der Betreuung der Menschen, denn Intoleranz soll seitens unserer Mitglieder auch zukünftig nicht auftreten”, so der WBG-Vorstand.
Durch den Einsatz eigener Wohnungswarte und Sozialarbeiter aber vor allem durch die Betreuung von Sozialarbeitern des Vereins Schrankenlos im Auftrag des Landkreises soll den schutzbedürftigen Menschen wenigstens temporär nicht nur das sprichwörtliche Dach über dem Kopf” geboten werden. Mit dem Bezug einer Wohnung der WBG Südharz beginnt die Integration der Frauen, Männer und Kinder.
Den Menschen, die aus zum Teil fremden Kulturkreisen kommen, müssen Normen und Verhaltensregeln ihres neuen Zuhauses , zum Beispiel die Hausordnung, erklärt werden. Wer miteinander redet, der kann auch problemlos miteinander wohnen, so die Erfahrungen von Manfred Mock, Sozialarbeiter der WBG Südharz. Er ist auch Mitglied im Arbeitskreis Soziale Arbeit für Migranten” des Landkreises Nordhausen, in dem über auftretende Probleme und Erfahrungen regelmäßig beraten werden soll.
Nur wenn die stetige soziale Betreuung durch den Landkreis gewährleistet ist, kann die Integration der hilfebedürftigen Menschen problemlos erfolgen. Außerdem ist die zentrale Vernetzung von öffentlichem und privatem Interesse zur Hilfe notwendig.
In den 37 Wohnungen leben derzeit rund 150 Personen. Sie stammen unter anderem aus Serbien. Albanien, Iran, Aserbaidschan, Irak, Syrien und Mazedonien. Allein in diesem Jahr sollen mindestens weitere 400 Flüchtlinge und Asylbewerber in den Landkreis Nordhausen kommen. Die WBG Südharz wird sich ihrer regionalen Verantwortung auch weiterhin stellen und vielen dieser Menschen ein erstes Zuhause in einem doch fremden Land bieten.
Autor: red
Ein neues Zuhause (Foto: WBG Südharz)
Von links: Manfred Mock (Sozialarbeiter WBG), Ernst Scholze (Schrankenlos), Familie Balja aus Bosnien, Ralf Elster (Wohnungswart WBG)Als Partner des Landkreises Nordhausen hat die WBG aktuell 37 Wohnungen für diese Menschen in Not zur Verfügung gestellt - zehn weitere Wohnungen werden bis zum 15. April vorbereitet.
Wir haben noch ein begrenztes Potential für weitere Wohnungen, wenn diese angefragt werden, aber wir sagen auch deutlich: wir müssen vorbereitet sein, besonders hinsichtlich der Betreuung der Menschen, denn Intoleranz soll seitens unserer Mitglieder auch zukünftig nicht auftreten”, so der WBG-Vorstand.
Durch den Einsatz eigener Wohnungswarte und Sozialarbeiter aber vor allem durch die Betreuung von Sozialarbeitern des Vereins Schrankenlos im Auftrag des Landkreises soll den schutzbedürftigen Menschen wenigstens temporär nicht nur das sprichwörtliche Dach über dem Kopf” geboten werden. Mit dem Bezug einer Wohnung der WBG Südharz beginnt die Integration der Frauen, Männer und Kinder.
Den Menschen, die aus zum Teil fremden Kulturkreisen kommen, müssen Normen und Verhaltensregeln ihres neuen Zuhauses , zum Beispiel die Hausordnung, erklärt werden. Wer miteinander redet, der kann auch problemlos miteinander wohnen, so die Erfahrungen von Manfred Mock, Sozialarbeiter der WBG Südharz. Er ist auch Mitglied im Arbeitskreis Soziale Arbeit für Migranten” des Landkreises Nordhausen, in dem über auftretende Probleme und Erfahrungen regelmäßig beraten werden soll.
Nur wenn die stetige soziale Betreuung durch den Landkreis gewährleistet ist, kann die Integration der hilfebedürftigen Menschen problemlos erfolgen. Außerdem ist die zentrale Vernetzung von öffentlichem und privatem Interesse zur Hilfe notwendig.
In den 37 Wohnungen leben derzeit rund 150 Personen. Sie stammen unter anderem aus Serbien. Albanien, Iran, Aserbaidschan, Irak, Syrien und Mazedonien. Allein in diesem Jahr sollen mindestens weitere 400 Flüchtlinge und Asylbewerber in den Landkreis Nordhausen kommen. Die WBG Südharz wird sich ihrer regionalen Verantwortung auch weiterhin stellen und vielen dieser Menschen ein erstes Zuhause in einem doch fremden Land bieten.


