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Di, 13:31 Uhr
31.03.2015

Arbeitsmarkt-Reaktionen (2)

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt die größte arbeitsmarktpolitische Herausforderung in Thüringen. Nach DGB-Berechnungen auf Basis der BA-Statistik haben sich die ohnehin niedrigen Beschäftigungschancen in den letzten Jahren generell verschlechtert und bei den Langzeitarbeitslosen noch weit mehr als bei den Arbeitslosen insgesamt...


Selbst dann, wenn eine Beschäftigung gelingt, sind die Jobs meist instabil und enden oft schnell wieder. Ein relativ hoher Anteil Langzeitarbeitsloser findet nur vorübergehend eine neue Beschäftigung.

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„Es ist leider die große Ausnahme, wenn langjährig arbeitslose Menschen fest Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen“, sagt der stellvertretende DGB Bezirksvorsitzende Sandro Witt. Die Eingliederungschancen von hilfebedürftigen Langzeitarbeitslosen hätten sich in den zurückliegenden Jahren verschlechtert, die unsichere Beschäftigung hingegen erhöht. „Langzeitarbeitslose finden seltener einen neuen Job als noch vor einigen Jahren und dieser endet meist auch schneller“, so Witt.

Je länger jemand ohne Job sei, desto größer sei auch die Gefahr, dass man keine neue Beschäftigung mehr finde. Witt betont, dass der Weg aus Hartz IV steinig ist und befristete Jobs, Leiharbeit, Ein-Euro-Jobs und niedrig entlohnte Tätigkeiten nur selten den Weg aus Hartz IV in stabile Beschäftigung ebnen.

Der DGB Hessen-Thüringen hält es für notwendig, dass dem Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit größte Priorität eingeräumt und die nachhaltige und möglichst stabile Integration in die Arbeitswelt endlich in den Mittelpunkt gerückt wird. Ausgebaut werden sollte u. a. die nachgehende Begleitung von Langzeitarbeitslosen nach erfolgreicher Vermittlung während der Probezeit. Gestärkt werden müsse auch die Weiterbildungsförderung der Jobcenter.

Der DGB regt an, finanzielle Anreize für die Weiterbildungsteilnehmer zu schaffen, weil sie bisher im Hartz-IV-System finanziell schlechter dastehen als jene, die vorübergehend einen 1-Euro-Job ausüben. Bund und Land sind ebenso gefordert, langfristiges Handeln der Jobcenter stärker zu honorieren als kurzfristige Erfolge und dafür auch ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen.
Autor: red

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