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Di, 14:58 Uhr
10.03.2015

Gute Laune zum Frauenkampftag

Das Frauennetzwerk des Landkreises Nordhausen umfasst ca. 100 Frauen. Zum internationalen Frauentag traf sich das Netzwerk im Nordhäuser Tabakspeicher und konnte sich über Literatur, Musik und beste Wünsche der Herren freuen, berichtet Gisela Buttgereit...

Sie kommen aus verschiedenen Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Vereinen. Wir beschäftigen uns mit Familienpolitik, Integration der ausländischen Mitbürger und ein gutes Miteinander aller Bürger.

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Ein Gefühl von Frühlingserwachen zog durch den Tabakspeicher, zumal durch den warmen Sonnenschein als auch durch die geschmückten Tische. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordhausen, Stefani Müller freute sich sehr über die gute Beteiligung der Frauen und gratulierte herzlich zum 8. März.
Zur Würdigung 70 Jahre Kriegsende des 2. Weltkrieges hatte Bibliothekschefin Hildegard Seidel eine Buchlesung „Mein verwundetes Herz – Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944“ gut vorbereitet. Autor Martin Doerry , ein Enkel Lilli Jahns, erzählt das dramatische Schicksal seiner deutsch-jüdischen Familie. Die Ärztin und Mutter von fünf Kindern wurde 1944 im KZ Auschwitz umgebracht. Der Briefwechsel zwischen der Mutter und den Kindern ist ein bewegendes Zeugnis der Menschlichkeit und ging zu Herzen.

Literatur, Musik und beste Wünsche - das Frauennetzwerk traf sich am Sonntag im Tabakspeicher  (Foto: Gisela Buttgereit) Literatur, Musik und beste Wünsche - das Frauennetzwerk traf sich am Sonntag im Tabakspeicher (Foto: Gisela Buttgereit)

Unter den Gästen weilte such unser Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh und zeigte damit seine Wertschätzung gegenüber den Frauen. Seine Gedanken zum Frauentag sind:

„Der 8. März ist ein wichtiger Tag für die Frauen. Laut Gesetz sind sie gleichberechtigt, aber leider ist dies bei Lohnfragen und den Aufstiegschancen in Führungspositionen nicht immer so ausgeprägt. Deshalb ist es wichtig, den Tag hochzuhalten. Gleiche Rechte für Mann und Frau, auch für die ausländischen Bürger, wie es unser Grundgesetz festlegt, sind ein wichtiges Gut. Frauen sind mehr wert, als nur der Frauentag.“

Danach erfreute Annette Franzke vom Nordhäuser Theater mit Straß-Walzern und Salonmusik. Bei „Dunkelrote Rosen bring ich, schöne Frau..“ schlugen die Frauenherzen höher. Denn mit Blumen und Musik dankt man (Mann) auch den Müttern, den Frauen, die die tägliche Hausarbeit bewältigen müssen. Bei Kaffee und Kuchen ließ es sich gemütlich plaudern.

Vielen Dank an die Kolleginnen und Kollegen des Museums Tabakspeicher, die wie immer unermüdlich fleißig waren. Wir bedanken uns ebenso bei allen Partnerinnen und Partnern, die „Frauen on tour“ möglich machten, insbesondere bei der Kreissparkasse Nordhausen.
Gisela Buttgereit
Autor: red

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