Mo, 07:05 Uhr
09.03.2015
nnz-Forum: Bitte nicht mit der Brechstange
Hans-Ullrich Klemm ist ein fleißiger Leser der Nordthüringer Online-Zeitungen. Der Mann kennt sich besonders im ostdeutschen Fußball aus und hatte sich das gestrige Spiel von Wacker Nordhausen gegen Zwickau im Fernsehen angeschaut...
Wenn man ehrlich ist, wird es nach der Demonstration der Zwickauer Fußballkultur, die auch ich in meinen jungen Jahren bei dieser Truppe praktisch mit Stolz genießen durfte, sehr schwer daran zu glauben, dass die Nordhäuser im nächsten Jahr eine Liga höher spielen können. Trotzdem ist es toll, was hier in den letzten Monaten geschehen ist.
Vom Ehrengast, Herrn Ramelow, als zahlendem Mehrfachmitglied in Thüringer Sport- und sonstigen Vereinen, konnte bereits im Vorherein natürlich nicht erwartet werden, dass bei den fast überall bestehenden finanziellen Problemen im Land von ihm eine direkte Finanzzusage folgte, um die Auflagen im AKS abzusichern.
In dieser Hinsicht mache ich mir um so mehr sehr große Sorgen, wie dagegen die bauliche Entwicklung bei der Erfurter MFA fortschreitet, deren finanzieller Plan bereits in der ersten Bauphase durch das leere Stadtsäckel gefährdet ist. Untereinander wurde im dortigen Stadtrat keine Einigkeit erreicht, einen notwendigen Kredit auszulösen.
Eine Notlösung ist vorerst laut Presseberichten nur bis zum diesjährigen Herbst abgesichert. Hoffentlich wird es nach der Fertigstellung nicht zu ähnlichen Sorgen kommen, wie es zum Beispiel im fußballtraditionsreichen Aachen passierte! Dort kaufte die Stadt erst kürzlich die riesige völlig überdimensionierte Neubauschüssel, die nun Herberge für die in die Regionalliga abgestufte Alemannia ist, für einen (!) Euro ab.
Wenn der Erfurter FC Rot-Weiß, bei gegenwärtigen Ambitionen zum Zweitligaaufstieg, wie zuletzt bei dem Heimspiel gerade einmal rund 6000 Gäste hat, muss das schon für die Zukunft und die Begleichung der dann zu erwarteten üppigen Nebenkosten als Mieter nachdenklich stimmen.
In dieser Hinsicht sollte es in Nordhausen besser sein, nicht unbedingt verkrampft und mit der Brechstange den Weg nach oben zu suchen, damit eventuell eine spätere Enttäuschung ausbleiben kann! Wichtig ist doch, dass sich die Bürger Nordhausens und Umgebung über die sportlichen Leistungen im Allgemeinen ihrer Schützlinge freuen können.
Hans-Ullrich Klemm, Eisenach
Autor: redWenn man ehrlich ist, wird es nach der Demonstration der Zwickauer Fußballkultur, die auch ich in meinen jungen Jahren bei dieser Truppe praktisch mit Stolz genießen durfte, sehr schwer daran zu glauben, dass die Nordhäuser im nächsten Jahr eine Liga höher spielen können. Trotzdem ist es toll, was hier in den letzten Monaten geschehen ist.
Vom Ehrengast, Herrn Ramelow, als zahlendem Mehrfachmitglied in Thüringer Sport- und sonstigen Vereinen, konnte bereits im Vorherein natürlich nicht erwartet werden, dass bei den fast überall bestehenden finanziellen Problemen im Land von ihm eine direkte Finanzzusage folgte, um die Auflagen im AKS abzusichern.
In dieser Hinsicht mache ich mir um so mehr sehr große Sorgen, wie dagegen die bauliche Entwicklung bei der Erfurter MFA fortschreitet, deren finanzieller Plan bereits in der ersten Bauphase durch das leere Stadtsäckel gefährdet ist. Untereinander wurde im dortigen Stadtrat keine Einigkeit erreicht, einen notwendigen Kredit auszulösen.
Eine Notlösung ist vorerst laut Presseberichten nur bis zum diesjährigen Herbst abgesichert. Hoffentlich wird es nach der Fertigstellung nicht zu ähnlichen Sorgen kommen, wie es zum Beispiel im fußballtraditionsreichen Aachen passierte! Dort kaufte die Stadt erst kürzlich die riesige völlig überdimensionierte Neubauschüssel, die nun Herberge für die in die Regionalliga abgestufte Alemannia ist, für einen (!) Euro ab.
Wenn der Erfurter FC Rot-Weiß, bei gegenwärtigen Ambitionen zum Zweitligaaufstieg, wie zuletzt bei dem Heimspiel gerade einmal rund 6000 Gäste hat, muss das schon für die Zukunft und die Begleichung der dann zu erwarteten üppigen Nebenkosten als Mieter nachdenklich stimmen.
In dieser Hinsicht sollte es in Nordhausen besser sein, nicht unbedingt verkrampft und mit der Brechstange den Weg nach oben zu suchen, damit eventuell eine spätere Enttäuschung ausbleiben kann! Wichtig ist doch, dass sich die Bürger Nordhausens und Umgebung über die sportlichen Leistungen im Allgemeinen ihrer Schützlinge freuen können.
Hans-Ullrich Klemm, Eisenach
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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