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Do, 06:38 Uhr
05.03.2015

Laufen für die Gesundheit

Der Jahreswechsel mit den guten Vorsätzen liegt eine Weile zurück. Im Park und in den Gärten sind die ersten Frühblüher zu entdecken und die Luft ist manchmal schon von Sonnenstrahlen erwärmt. Was ist da schöner, als sich wieder mehr im Freien zu bewegen und damit das Beste für seine Gesundheit zu tun? Die nnz sprach mit der Lauftherapeutin Sabine Schröder...


nnz: Frau Schröder, was macht für Sie eine gesunde Lebensweise aus?

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Sabine Schröder: Das ist leicht gesagt. Ein wichtiger Baustein heißt bewegen, bewegen, bewegen. Wer rastet, der rostet – ein uralter Spruch. Er ist jedoch wahr – und wird es immer bleiben. Und gerade für Menschen, die beruflich sehr eingespannt sind oder bei sich den Beginn der typischen Zivilisationskrankheiten, ist das der wichtigste Punkt. Mit Bewegung kann man den Alterungsprozess schon ganz deutlich hinausschieben und in unendlich vielen Studien ist die Wirkung klar belegt.

Hinzu kommt natürlich der große Bereich der gesunden Ernährung. Und ganz wichtig sind auch die persönlichen Widerstandsressourcen, um mit Stressbelastungen und überhaupt mit Schwierigkeiten, die das Leben mitunter unangekündigt für uns bereithält, umgehen zu können und möglichst noch gestärkt aus der Krise herauszukommen.

nnz: Aber ist es da nicht besser, einfach abzuhängen und nichts zu tun?

Sabine Schröder (Foto: privat) Sabine Schröder (Foto: privat) Sabine Schröder: Auch solche Phasen sind wichtig. Aber keinesfalls ausschließlich. Niemand tut damit seinem Körper und seiner Seele einen Gefallen. Es gibt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und biologischem Alter, das auf zellulärer Ebene gemessen wird. Darüber hinaus ist ganz klar nachgewiesen, dass sich das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder neurologischen Erkrankungen zu sterben, auf die Hälfte reduziert, bei Infektionskrankheiten sogar noch stärker.

Selbst ein Schutz vor Diabetes ist klar belegbar. Und besonders der Abbau von Stress und psychischen Belastungen sowie die deutlich positive Wirkung auf Menschen mit Depressionen müsste eigentlich viele überzeugen, die Laufschuhe anzuziehen. Die Abwägung der Risiken ergibt ein klares Bild: Bewegungslosigkeit und Unterforderung des Körpers hinterlassen deutliche Spuren.

nnz: Das klingt gut, aber ich zweifle, ob das alles so einfach im Alltag realisierbar ist. Wie machen Sie das? Und was haben Sie vielleicht für Tipps für unsere Leser?

Sabine Schröder: Ich laufe seit Jahren. Bewegung im Freien mit frischer Luft und Spaß an der Sache ist für mich das beste Mittel, um Stress abzubauen. Und man braucht dazu nicht viel. Laufbekleidung und gute Laufschuhe und eine ganz persönliche Motivation. Man ist auf keine bestimmten Zeiten angewiesen und laufen kann man überall und bei fast jedem Wetter. Das Wichtigste ist aber: Laufanfänger sollten sich anleiten lassen, denn in Eigenregie überfordert man sich schnell und die Folge ist dann, dass man meint, das Laufen ist für mich nicht geeignet. Ich leite seit mehreren Jahren Anfänger-Laufgruppen über einen Zeitraum von 10 Wochen. Und es geht um langsamen Ausdauerlauf, nicht um sportliche Höchstleitungen. Und übrigens kann man in jedem Alter anfangen.

nnz: Wo können sich denn Interessenten noch näher informieren?

Sabine Schröder: Am kommenden Dienstag (10. März) führe ich einmal nachmittags und einmal abends die Infoveranstaltungen für den neuen Kurs durch, der Ende März beginnt. Die Zeiten können bei mir erfragt werden unter lauftreff-nordhausen@gmx.de

Nach der Infoveranstaltung und der Möglichkeit, mich noch genauer zu fragen, kann sich jeder Teilnehmer entscheiden, ob er dabei sein möchte. Übrigens ist Lauftherapie bei der Zentralen Prüfstelle Prävention gelistet und daher bezahlen die meisten gesetzlichen Kassen zumindest einen Anteil.

nnz: Frau Schröder, wir bedanken uns für das Gespräch.
Autor: red

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