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Mi, 10:10 Uhr
18.02.2015

Sieben Brunnen musst du sehen

Noch sind die Nordhäuser Brunnen versiegelt. Doch schon bald werden sie wieder sprudeln, nämlich spätestens dann, wenn zum ersten Brunnenfest geladen wird. Sieben Brunnen in der Innenstadt sollen, mit Osterschmuck versehen, Spaziergänger und Einkäufer erfreuen. Erste Station wird das moderne Wasserensemble am Lutherplatz sein...

Das City-Management organisiert in diesem Jahr zum verkaufsoffenen Sontag am 8. März ein Brunnenfest in Nordhausen. Sieben Brunnen im Innenstadtbereich werden dabei von verschiedenen Vereinen und Einrichtungen mit Osterschmuck dekoriert. Darüber hinaus wird an diesem Tag jeweils um 13 und 15 Uhr eine Führung zu den Brunnen stattfinden. Treffpunkt ist der Roland am Rathaus. Das kündigte jetzt Birgit Adam, Sachgebietsleiterin im städtischen Kulturamt, an.

Der erste Brunnen, der heute vorgestellt werden soll, ist der Lutherbrunnen. Er wird vom Nordhäuser Gewerbeverein geschmückt.

Der Nordhäuser Lutherbrunnen wird die erste Station zum Brunnenfest sein  (Foto: Ilona Bergmann) Der Nordhäuser Lutherbrunnen wird die erste Station zum Brunnenfest sein (Foto: Ilona Bergmann)

Der Lutherbrunnen, der von dem Bildhauer und Grafiker Peter Genßler entworfen wurde, befindet sich auf dem Lutherplatz, direkt vor dem Postgebäude. Die Büsten der Reformatoren Martin Luther, Justus Jonas und Michael Meyenburg umrahmen den Brunnen, der in einem sehr modernen Stil errichtet wurde. Er zeichnet sich besonders durch seine schiefen Flächen aus, an denen das Wasser hinabfließt. Im Rahmen einer Bürgerinitiative gestalteten im Jahr 2004, Anwohner und Geschäftsleute den Lutherplatz neu, der seitdem mit Sitzmöglichkeiten und Grünpflanzen ausgestattet ist. Der ursprüngliche Lutherbrunnen stand bereits 1898 auf dem Lutherplatz, wurde jedoch in den 30er Jahren vor das Rathaus gesetzt und nicht mehr als Brunnen genutzt. Die bronzene Lutherfigur wurde im Zuge des Krieges für Waffen eingeschmolzen.

Der Nordhäuser Gewerbeverein versteht sich als Interessenvertretung und Stimme des inhabergeführten Einzelhandels in unserer Stadt. Gemeinsam mit den anderen Akteuren, Altstadtinitiative, Marktpassage und Südharzgalerie werden Aktionen wie die verkaufsoffenen Sonntage gestartet mit dem Ziel die „Einkaufsstadt Nordhausen” zu etablieren

Als Organisationsplattform wird dabei das City- Management der Stadt Nordhausen genutzt. Am Donnerstag, dem 19. Februar, um 19 Uhr, lädt das City-Management zum Händlertreffen im Bürgerhaus ein, um mit allen am Thema Interessierten ins Gespräch zu kommen.
Autor: red

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Kommentare
Flitzpiepe
18.02.2015, 11:21 Uhr
Ein Brunnenfest am 8. März!?
Sind da die Brunnen überhaupt schon aus dem Winterschlaf erwacht und in Betrieb? Warum muss man Brunnen schmücken? Die sprechen doch für sich und haben ihre eigene Schönheit.

Ich verstehe nicht was das soll, Anfang März (vielleicht bei Minusgraden) ein Brunnenfest zu veranstalten, die Brunnen österlich zu schmücken, obwohl noch kein Ostern ist und versuchen hier einen überhaupt nicht üblichen Brauch zu etablieren, um ein beliebtes Osterfest am Ostersamstag abzulösen.
Janko
18.02.2015, 13:49 Uhr
importierte traditionen?
also, man hat sich ja daran gewöhnt, ende august pfefferkuchen und mitte september weihnachtsmänner kaufen zu können. man hat sich auch daran gewöhnt, dass man - egal wann im frühjahr tatsächlich ostern ist - ab ende januar osterdeko kaufen kann. das ist, man muss mit den schultern zucken, nun mal die marktwirtschaft. das sind die regeln des marktes. bedürfnisse wecken, wo gar keine sind. zum gleichen prinzip zählt dann auch der import des ursprünlich in irland beheimateten halloweens aus amerika. künstlich bedürfnisse wecken.

dieses prinzip hat nun auch die stadt nordhausen entdeckt und macht daraus das "brunnenfest" an einem verkaufsoffenem sonntag vier wochen vor ostern. die ursprünglich aus der fränkischen schweiz stammende brunnenschmuck-tradition muss aus bayern und baden-württemberg importiert werden, und zwar schon einen ganzen monat vor ostern. unterstützt wird das, einer früheren meldung der nnz zufolge, mit - wieviel? 50€ pro brunnen? hat jemand der organisatoren schon mal einen echten osterbrunnen gesehen? gesehen, was da aus echter tradition heraus für arbeit, mühe und, ja, auch geld investiert wird?

warum schreibe ich das? es fällt schwer, nicht in den tonfall der nordhäuser dauernörgler verfallen, die in allem neuen erst einmal etwas schlechtes sehen. im gegenteil. immer schmückt. schmückt, schmückt, schmückt. sieht bestimmt hübsch aus. ich erinnerte mich nur gerade daran, warum gerade jetzt diese osterbrunnen-tradition nach nordhausen importiert werden muss: es ist der ersatz für die ostersamstägliche ostereiersuche für familien auf dem petersberg, welche vom superintendeten andreas schwarze de facto verboten wurde.
Wolfi65
18.02.2015, 14:10 Uhr
Vieleicht noch ein Neptunfest im Februar?
Aufgrund des Klimawandels wird es ja gar nicht mehr kalt und da könnte man doch so ein Fest veranstalten.
Ein Loch ins Eis und rein in die Brühe.
Oder doch wieder ein Weinfest in der Kornbrennereistadt Nordhausen?
Vielleicht etwas Amerikanisches?
Dem Bündnispartner fällt doch immer was Neues ein.
Ein Burger Day mit anschließenden Wettessen in der Fußgängerzone.
Oder Truthahnweitwurf?
Hauptsache es kommen nicht die wiederkehrenden deutschen Festtage wie Ostern und Pfingsten dazwischen.
Wie Altmodisch und völlig langweilig.
Osterhase und bunte Eier. Bääääh!
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