Mo, 15:06 Uhr
09.02.2015
Luthers Comics - die Reformation im Bild
Am Donnerstag findet im Lesesaal der Stadtbibliothek ein Lichtbildervortrag zum Themenjahr Reformation und Bild mit Dr. Bodo Seidel statt. Unter dem Motto Luthers Comics zeigt er, wie in einer Zeit, in der rund 90 Prozent der Menschen in Mitteleuropa nicht lesen und schreiben können, mit karikaturähnlichen Illustrationen beim Buch- und Bibeldruck gearbeitet wurde...
In der Stadtbibliothek Nordhausen geht es am Donnerstag um die Reformation im Bild (Foto: B. Seidel)
In der Reformationszeit war der Buchdruck erst rund ein Jahrhundert alt. Es gab im frühesten Bibeldruck allerdings schon Illustrationen. Fast jeder kennt die Holzschnitte der Lutherbibel aus der Cranach-Werkstatt, erklärt Bodo Seidel. Gleichzeitig waren sogenannte Einblattdrucke im Umlauf. Das waren die Flugschriften der Reformation.
Sie hatte nicht selten unbarmherzigste Darstellungen der gegnerischen Seite zur Absicht. Da kommt der Papst schlecht weg. Aber auch die katholische Seite bediente sich dieser karikaturähnlichen Drucke, um sich zu verteidigen und die Gegenseite bloß zustellen. In der Reformationszeit gab es einen regelrechten Kampf der Comics. Die bildliche Darstellung wurde verwendet, und die Autoren wollten offenkundig keine Grenzen kennen. Aufgrund des fast flächendeckenden Analphabetismus in dieser zeit konnte Schrift da nicht ankommen, Bilder schon.
Der Vortrag beginnt 19:30 uhr, der Eintritt ist frei.
Autor: red
In der Stadtbibliothek Nordhausen geht es am Donnerstag um die Reformation im Bild (Foto: B. Seidel)
In der Reformationszeit war der Buchdruck erst rund ein Jahrhundert alt. Es gab im frühesten Bibeldruck allerdings schon Illustrationen. Fast jeder kennt die Holzschnitte der Lutherbibel aus der Cranach-Werkstatt, erklärt Bodo Seidel. Gleichzeitig waren sogenannte Einblattdrucke im Umlauf. Das waren die Flugschriften der Reformation.
Sie hatte nicht selten unbarmherzigste Darstellungen der gegnerischen Seite zur Absicht. Da kommt der Papst schlecht weg. Aber auch die katholische Seite bediente sich dieser karikaturähnlichen Drucke, um sich zu verteidigen und die Gegenseite bloß zustellen. In der Reformationszeit gab es einen regelrechten Kampf der Comics. Die bildliche Darstellung wurde verwendet, und die Autoren wollten offenkundig keine Grenzen kennen. Aufgrund des fast flächendeckenden Analphabetismus in dieser zeit konnte Schrift da nicht ankommen, Bilder schon.
Der Vortrag beginnt 19:30 uhr, der Eintritt ist frei.


