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Sa, 08:28 Uhr
07.02.2015

Selbst ist der Fahrer

Vielleicht wird der Fahrer im Auto in nicht ganz so ferner Zukunft nicht mehr gebraucht. Fahrzeuge die selbstständig fahren, machten im vergangenen Jahr Schlagzeilen. Den Deutschen ist das nicht ganz geheuer, wie eine Umfrage jetzt zeigte. Im Land der unbegrenzten Geschwindigkeit setzen die Menschen andere Prioritäten...

Seit der CES in Las Vegas sind selbstfahrende Autos in aller Munde, doch nur 8 Prozent der Deutschen halten dieses Forschungsfeld für besonders wichtig. Für mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) besteht vor allem in nachhaltigen Entwicklungsbereichen Relevanz. So sehen 29 Prozent mehr Dringlichkeit bei der Entwicklung alternativer Antriebstechniken. Technologien zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs (27 Prozent) kommen an zweiter Stelle. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage* von YouGov im Auftrag für mobile.de.

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„Bei selbstfahrenden Autos macht die Forschung bis heute Riesenfortschritte. Für deutsche Endkonsumenten ist aber vor allem das Thema Nachhaltigkeit von weit größerer Bedeutung für die automobile Zukunft“, sagt Malte Krüger, Geschäftsführer der mobile.de GmbH. Trotzdem bestimmen selbstfahrende Fahrzeuge die Schlagzeilen und sind in den Medien derzeit omnipräsent. Zusätzlicher Rückenwind kommt von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der den Bau einer Teststrecke für selbstfahrende Autos angekündigt hat. „Autonomes Fahren ist definitiv ein spannendes Zukunftsthema, steht aber für den Verbraucher aktuell nicht im Vordergrund. Die Hersteller tun also gut daran, nachhaltige Innovationsfelder ebenso voranzutreiben“, so Krüger.

Autonomes Fahren ja, aber nicht um jeden Preis
Dennoch können sich zwei Drittel der Deutschen die Anschaffung eines selbstfahrenden Autos vorstellen. Dazu müssten allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. So sollte sich vor allem die Technik als sicher erwiesen haben (41 Prozent). Zudem spielt bei Endverbrauchern der Preis eine wichtige Rolle. 35 Prozent geben an, dass die Anschaffungskosten nicht zu hoch sein dürften. 34 Prozent schließen den Kauf eines selbstfahrenden Autos grundsätzlich aus. Gründe hierfür sind das mangelnde Vertrauen in die Technik (54 Prozent), kein Fahrspaß (50 Prozent) und zu hohe Kosten (31 Prozent).

Deutsche Hersteller stehen für Innovationskraft
Das technische Wettrüsten ist nicht mehr nur allein Sache traditioneller Automobilhersteller. Technologieunternehmen drängen mit aller Macht in die klassische Autobranche. Allein Google will im Frühjahr 150 selbstfahrende Autos testen. „Das ruft natürlich die Politik auf den Plan, die ein starkes Interesse daran hat, dass Deutschland als wegweisende Autonation seiner Rolle auch in Zukunft gerecht wird, wenn es nicht mehr nur um reine automobile Technologien gehen wird“, so Krüger.

Doch nur 29 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass IT- und Technologieunternehmen entscheidenden Anteil an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos haben. Die Mehrheit (50 Prozent) setzt weiterhin auf traditionelle Autohersteller. 67 Prozent sind sich sogar sicher, dass sich die deutsche Automobilindustrie auch in den nächsten fünf Jahren gegenüber der Konkurrenz behaupten wird. Insbesondere deutsche Hersteller stehen aus Sicht der Befragten für Innovationskraft: BMW (13 Prozent) führt das Ranking an, gefolgt von Mercedes-Benz (11 Prozent). Audi und Volkswagen (beide 9 Prozent) teilen sich Platz drei. Als einziger ausländischer Hersteller schafft es immerhin Tesla (8 Prozent) in die Top 5.
Autor: red

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