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Di, 19:07 Uhr
03.02.2015

CDU ohne Richtung und Ziele

Krisenpartei CDU - so könnte man derzeit den Zustand der Christdemokraten im Landkreis Nordhausen beschreiben. Es rumort an vielen Enden und Ecken ud eine Lösung ist nicht in Sicht...


Gerade heute hatte in einem Interview mit dieser Zeitung Roland Handrek die fehlende Wirtschaftsausrichtung der CDU in Stadtrat und Kreistag bemängelt. Schon bei den Listenaufstellungen werden Vertreter der Wirtschaft, so sie denn gewollt waren und sind zu kandidieren, mit hinteren und damit vermutlich aussichtslosen Plätzen bedacht worden.

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Zu sehr mischen alteingesessene Netzwerke in der Partei mit, favorisieren eigene Leute und schaffen sich damit ein Netz aus Abhängigkeiten. Hinter vorgehaltener Hand sagt man, dass sich gerade "in der Stadtratsfraktion die Renterbrigade die Hand mit Medizinern oder Ahnenforschern" reiche. Wie sollen jene Gewählten, die von Bilanzlesen und Bilanzverstehen vermutlich soviel Ahnung hätten wie ein Blinder von Farbe, einen doppischen Haushalt verstehen.

Ein anderes Beispiel, aber nicht weniger richtungsweisend: Heute Abend tagte wieder einmal der Finanzausschuss und wie immer gab es einen nichtssagenden öffentlichen Teil. Und das in einer Phase, in der es wahrscheinlich um die Reparatur eines völlig desolaten Haushaltsentwurfes geht, in der über die Zukunft dieser Stadt beraten wird. Das versteht nicht nur der normale Mensch nicht, das verstehen auch die Unternehmer oder Handwerker nicht, die sich noch für den Wurmfortsatz kommunaler Politik interessieren.

Gebetsühlenartig hatte der Nordhäuser Unternehmerverband seine Hilfe und Unterstützung bei der Haushaltsaufstellung angeboten. In dessen Mitgliedschaft kann getrost davon ausgegangen werden, das zumindest ein Teil mit der Kosten- und Leistungsrechnungs, die es ja angeblich im Rathaus geben soll, umgeht. Doch gab es bislang Einladungen des christdemokratischen Oberbürgermeisters? Man hört davon nichts. Ganz zu schweigen davon, wirtschaftlich denkende und handelnde Menschen in die Phase der Haushaltskonsolidierung mit einzubeziehen. Auch da schottet man sich lieber im neuen pompösen Bürgersaal ab.

Was dabei rauskommt, das erahnt die Unternehmerschaft bereits. Neben Bittgesuchen in Richtung Erfurt werden vermutlich einige Steuersätze angehoben. Schlecht für die Wirtschaft, schlecht aber auch für die meisten Bürger. Zum Beispiel legen sämtliche Vermieter eine Erhöhung der Grundsteuer auf die Nebenkosten der Wohnung um.

Bleibt die nächste Schwachstelle der CDU - das Landratstaugliche Personal. Die Partei, die vor allen anderen postuliert, sie sei eine Volkspartei, die tut sich mit der Kandidatensuche dermaßen schwer, dass ein stellvertretender Vorsitzender bei einer Veranstaltung im Heringer Schloss per Fingerzeig und Zitat seinen Lieblingskandidaten präsentiert. Wohl wissend, dass auch der nur zweite Wahl ist, denn die erste Wahl hat abgesagt.

Und wenn diese CDU im Landkreis Nordhausen nur noch einen Hauch von Größe hätte, dann würde sie auf einen eigenen Kandidaten verzichten und statt dessen einen Neustart wagen. Der sollte nicht nur die Volkspartei gebären, sondern vor allem jene Werte, für die einige Mitglieder einst eintraten. Für das Konservative, für das, was nach dem allgemeinen Vermerkeln und Verlieberknechten noch übrig geblieben ist. Und dann vielleicht auch noch für den Wirtschaftssach- und verstand.

Bis dahin wird es aber vermutlich die Linke in Thüringen geschafft haben, auf dem Gebiet der Wirtschaft die CDU rechts zu überholen. Erste Ansätze sind in punkto Gips bemerkbar. Da bekommen nicht nur die Fachleute der Rohstoff abbauenden Unternehmen so ihre Sorgenfalten, wenn ein christdemokratischer Oberbürgermeister samt christdemokratischer Ex-Staatssekretärin in der Rüdigsdorfer Schweiz demonstrieren und ein glänzendes Spenden-Sparschwein in Kameraobjektive halten. Da setzt man lieber auf Ramelow und Keller in dieser Region.

Zurück und abschließend zur Kandidatenfindung. Ich habe in den vergangenen Tagen mit vielen Menschen - mit und ohne Parteibuch - gesprochen. Niemand, aber wirklich niemand schien etwas dagegen zu haben, wenn die CDU-Oberen es fertig bekommen würden, die Kandidatur von Franka Hitzing (FDP) zu unterstützen. Damit bliebe die Chance für die bürgerliche Besetzung des Landratsstuhls relativ hoch. Alles andere könnte sich zum Debakel entwickeln. Vor allem für die inneren Befindlichkeiten einer einst auch in der Nordhäuser Region dominierenden Partei.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
360grad
03.02.2015, 19:56 Uhr
Tolle Tipps, Herr Greiner!
Dann hätte ja die SPD doch noch die aussichtsreichsten Kandidaten für den Landratsposten!
Die Verwaltung der Stadtfinanzen übertragen wir dem Unternehmerverband, weil das Geld dann OHNE Umwege in die richtigen Taschen kommt.

Spaß beiseite, die Folgen einer von Wirtschaftsinteressen geleiteten Politik spürt man gerade in ganz Europa.
Wenige verdienen sich dumm und dusselig und der Rest muss es durch Verzicht ausgleichen.
Gudrun1974
03.02.2015, 20:16 Uhr
Die CDU sollte endlich Grenzen überschreiten ....
... sich gemeinsam mit den Vernünftigen in der SPD zügig des Problems des ständig im Rathaus quertreibenden Jendrickes entledigen und die Kandidatin der SPD, Krauth, unterstützen!

Es gab Zeiten in dieser Stadt, da prosperierte sie.

Das waren jenen Tage, als die Wahlbuhls, die Beyses, die Papes und die Sabine Meyers und die Frank Hermsdorfs über Parteigrenzen kooperierten und zum Wohle der Stadt agierten.
Luftikus
03.02.2015, 22:04 Uhr
Sorry, Roland wer? Handrek...
Mein Gott, ich musste erst googlen um zu erfahren das dieser Mann mal in Heringen gearbeitet hat. Aber im Alltag oder gar im politischen Leben spielte der wahrscheinlich nur Taschen-Billard. Was ist diesem Mann passiert, dass er im Alter Kris-kremig wird. Ist er enttäuscht, das bei den Wahlen, die Bürger bei seinen Namen nicht so viele Kreuze machten? Er bemängelt die Position bei der Liste. Stand er persönlich doch sehr weit vorn. Platz 16 von 46, das ist eine Anerkennung. Trotzdem zog ein Erich Etzrodt von Platz 28 an ihm vorbei und schaffte es! Das bei Kommunalwahlen die Position auf der Liste keine Rolle spielt, scheint er zudem auch nicht begriffen zu haben. Also eine Verlust für die CDU scheint dies nicht zu sein. Würde es nicht in der Zeitung stehen, hätte seinen Austritt womöglich noch nicht mal Einer mitbekommen.
NDHler
03.02.2015, 23:46 Uhr
Sie sind so lächerlich @ Rolands Schwert
Endlich beschäftigt sich die CDU intern mit ihren Problemen und wer ist Ihrer Meinung nach Schuld? Der SPD Jendricke!? Wie lächerlich! In Nordhausen regiert derzeit der schwächste OB seid Jahren und sie suchen die Schuld dafür bei anderen! Schlimm Schlimm!
Gudrun1974
04.02.2015, 07:29 Uhr
ndhler: Oder ist es der stärkste OB?
Ist es nicht der OB, der den, gelinde ausgedrückt: psychisch sehr speziellen Jendricke, in seine Grenzen verwiesen hat, um weiteres Unheil von der Stadt abzuwenden?

Ist es nicht der OB, der den für Nordhausen bisher größten Schuldenberg von 40 Millionen Euro ernsthaft abbaut?

Ist es nicht det OB, der offensichtlich in letzter Minute eine Pleite der Stadtwerke verhindert hat?

Ist es nicht der OB, der trotz verbaler und sachlicher Unverschämtheiten seiner Vorgängerin (Datenlöschung etc...) sich auf keinen Kleinkrieg eingelassen hat?

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Es ist also nicht der schwächste OB, sondern vielleicht der dümmste: Weil er Jendricke nicht längst rausgeschmissen- und Rinke nicht zur Justiz gebracht hat. Dann könnte er nämlich befreit regieren.
von hier
04.02.2015, 08:00 Uhr
treffer versenkt
Sehr geehrter Herr Greiner, Ihre Analyse und die abschließende Option ist absolut treffend. Nur wir beide wissen doch dass diese CDU niemals, nicht ohne einen eigenen Kandidaten ins Rennen geht. Diese Partei fühlt sich in den Umfragen stark und sprich von möglichen 40 %. das ist auch nicht zu bestreiten aber ohne die passende Person als Spitzenkandidat für den zur Wahl stehenden Landrat sind diese 40 % laut Umfrage nutzlos.
Mit der Hitzing könnte man einen Jendricke verhindern, mit einem schwachen Kandidaten der CDU wohl kaum.. Allein der Unterschied im Ansehen zeichnet die Frau Hitzing aus. ...und Verwaltungsfachleute sind sie alle nicht, Jendricke ist ein diplomierter Kaufmann nach neun Jahren Studium, ein Hitzing ist Lehrerin (ohne verlängertes Studium)! Politiker sind sie Beide Nur Ihr Ruf ist unterschiedlich!
punktum
04.02.2015, 08:26 Uhr
Strategien ....?
Lieber Herr Greiner, grundsätzlich haben Sie ja recht. Aber ich bin ja davon überzeugt, dass die CDU nur aus einem einzigen Grund keinen Gegenkandidaten mit Gewinnchancen aufstellt, Jendricke soll gewinnen.

Dann hätte (der Kreisvorsitzende der CDU) der Oberbürgermeister einen Befreiungsschlag hinter sich. Herr Jendricke würde Ins Landratsamt einziehen. Dieses Haus würde sich auf Grund der hervorragenden Verwaltungskompetenz, des dann neuen Landrates in einen Hort der sich ständig wiederholenden Freude entwickeln.
Allein die sicherlich grenzenlose, unbedingte harmonische Zusammenarbeit zwischen dem stellvertretenden Landrat Herrn Nüssle und dem dann neuen Landrat Herrn Jendricke hätte ohne Zweifel einen nicht einzudämmenden Unterhaltungswert.
Die SPD könnte im Stadtrat mit dem OB Dr. Zeh ihren Frieden schließen und Herrn Scheelenhaus als den Nachfolger vom Herrn Jendricke ins Rennen schicken. Vielleicht würde die Harmoniesucht unseres OBs , dass auch noch möglich machen.
Auch darf man das gute Miteinander zwischen dem Herrn Scheelenhaus und dem Herrn Jendricke keinesfalls unterschätzen, auch die ließe abwechslungsreiche Einlagen nicht vermissen.
Die sicherlich noch andauernde Freundschaft zwischen dem OB und dann neuem Landrat wird in seiner Harmonie für ein zuversichtliches Miteinander zwischen Stadt und Kreis wirken können.
Wenn es so kommen sollte, könnten die Nordhäuser Politiker mit Sicherheit wieder an Ihrem alten Ruf arbeiten (sie erinnern sich diese grenzenlose Liebe zwischen dem Landrat Claus und der OB Rinke) eines zänkischen Bergvolkes am Rande des Südharzes.
Ein Klientel müsste eigentlich kaum einzudämmendes Interesse haben, das im Mai der eben beschriebene Zustand gegenwärtig wird, die Presse. Ohne diese kritisieren zu wollen - aber sie bekäme täglich Futter für ihre Schlagzeilen.
Babette Klingert
04.02.2015, 08:30 Uhr
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Altstadtfan
04.02.2015, 12:32 Uhr
Liebe nnz .
Sie schreiben der Unternehmerverband will sich mehr einbringen , gibt es nicht schon genug Konzerne und Banken die die ihre Macht für eine Politik ausüben , die nur Ihnen dient.
Ich glaube ja , wenn Sie jetzt die CDU zur Ordnung rufen , tun Sie das nur weil Sie sich an der SPD genug abreagiert haben.
Glauben Sie das bei der nnz alles paletti ist ?
Heiner Lampe
04.02.2015, 12:53 Uhr
Roland Schwerdt
Für Ihre ganzen Aussagen zum Thema OB müsste man Sie eigentlich aus dieser Stadt ausweisen , wirklich nichts, aber auch gar nichts was sie ansprechen entspricht der Wahrheit ! Er schmückt sich zwar mit fremden Federn aber geleistet hat er nichts ! Ist leider so und ich hoffe bald geht es mit NDH wieder aufwärts wenn sich an der Spitze wieder etwas tut.
Gudrun1974
04.02.2015, 16:17 Uhr
Hallo, BKA, nicht so aggressiv wie ndhler sonst ...
Ausweisen der eigenen Bürger sieht das Rechtssystem nicht vor, das gabs nur in der DDR, im Falle Biermanns.

Und nicht gleich so aggressiv, Sie sind ja schon wie NDHler, sobald der Name Zeh fällt.

Nehmen Sie mal ne Faustan.
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