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Di, 09:45 Uhr
03.02.2015

"Ich kann diese Politik nicht mehr mittragen"

Roland Handrek, der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung im Landkreis Nordhausen, soll von seiner Funktion zurückgetreten sein. Auch soll er sein CDU-Parteibuch zurückgegeben haben. Wir haben nachgefragt…


nnz: Herr Handrek, stimmt es, dass Sie aus der CDU ausgetreten sind und sogar den Vorsitz bei der MIT niedergelegt haben?

Handrek: Ja das stimmt”

nnz: Und warum, welche Gründe gibt es?

Handrek: „Die CDU hat sich als Partei zur Aufgabe gestellt, Wirtschaftspositionen zu vertreten. Voraussetzung dafür ist nicht nur der erklärte Wille, sondern auch dementsprechendes wirtschaftsorientiertes Handeln.

nnz: Und das sehen Sie nicht oder nehmen Sie im Landkreis Nordhausen nicht mehr wahr? Konnten Sie nicht die Vertretung von Wirtschaftspositionen von einem Kreis- oder Stadtverband Nordhausen der CDU erwarten?

Handrek: Ich meine ja, auch wenn die Kreis- und Stadtverbände im Wesentlichen von Vertretern, die nicht der Wirtschaft angehören, geprägt sind. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Um der CDU in der Nordhäuser Wirtschaft Akzeptanz zu verschaffen, ist nicht die aktuell vom Stadtrat (einschließlich der CDU-Fraktion) geplante Erhöhung der Grundsteuer, der Gewerbesteuer oder die vollzogene Gründung (mit Zustimmung der CDU) weiterer kommunaler Unternehmen (mittlerweile 16 Unternehmen) der geeignete Weg.

nnz: Worin sehen Sie Ursachen bei der CDU für das Verlassen dieser ureigensten Anschauungen?

Handrek: Als in meinen Anschauungen eher konservatives Mitglied der CDU, als Geschäftsführer eines der größten Industriearbeitgeber im Raum Nordhausen bis Mitte vergangenen Jahres und als Vorstandsmitglied des Nordhäuser Unternehmerverbandes, habe ich in meinem persönlichen Engagement langjährig Wirtschafts-Positionen vertreten. Die Allianz der Nordhäuser CDU mit den Nordhäuser LINKEN ist für mich persönlich nicht akzeptabel. Nichts gegen pragmatische Kommunalpolitik, aber gerade in dieser Situation ist eine klare politische Abgrenzung und Positionierung notwendig und nicht politisches und personelles Kalkül.

nnz: Würden Sie dabei zwischen Bundes- oder Landespolitik auf der einen Seite und CDU-Politik vor Ort unterscheiden?

Handrek: CDU Politik findet für mich spürbar in der Region statt. Diese Politik wird nach innen und nach außen im Wesentlichen durch den örtlichen Stadt- und Kreisverband der CDU gestaltet. Und gerade diese Politik ist es, die ich nicht mehr mittragen kann.“

nnz: Viele Dank für das Gespräch.
Autor: red

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Kommentare
Altstadtfan
03.02.2015, 12:45 Uhr
Nicht der richtige Weg .
Wenn die CDU keine Mehrheit hat , muss sie ja einen Partner
suchen . Wollen sie das mit den Chaoten der SPD ´machen?
Gleich alles hinschmeissen ist nicht der richtige Weg . In Ihren Betrieb konnten Sie auch nicht weglaufen .Ich hoffe Sie nicht zur AfD .
Zukunft
03.02.2015, 18:33 Uhr
Politik
In der Politik geht es doch größenteils nur um Posten. Ich glaube, Menschen mit zu großem Sachverstand sind in der Politik nicht gut aufgehoben. Parteidisziplin ist angesagt. Das kann man ja gut in der Kommunalpolitik beobachten. Koste es was es wolle, die Politik macht niemals Fehler.
Hans Dittmar
03.02.2015, 23:55 Uhr
Der Rücktritt ein Schnellschuß?
Hört man in die Fraktionen hat jede andere Probleme, die Einen wohlen sparen, die Andere kulturelle Einschnitte vornehmen um Schulden zu verringern und wieder eine Andere will alles so lassen wie es war, das Geld am besten durch Steuererhöhungen reinholen. Das aber ausgerechnet Herr Handrek jetzt schon weiß wie die Stadträte ich entscheiden grenzt an Hellseherei, denn selbst im Stadtrat gab es dazu noch nicht einmal eine Sitzung geschweige denn eine Beschlussvorlage.
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