Forum: Lage in der Ukraine
Krise in der Ukraine spitzt sich zu. Unter dieser Überschrift gibt es eine Leserzuschrift...
Die Krise in der Ukraine spitzt sich weiter zu und die militärischen Mittel haben die Oberhand. Natürlich sind an allem die Russen Schuld und deshalb, so wird uns vermittelt, sollen sie auch gefälligst mit ihrer Kriegstreiberei aufhören, denn sonst werden die Sanktionen weiter verschärft.
Derweil bekommt die ukrainische Regierung von Deutschland 500 Millionen und von der EU 1,8 Milliarden Euro für ihre Bemühungen, die Krise ganz im Sinne des Westens zu lösen, der in gehorsamer Bündnistreue zum selbst ernannten Weltführer USA hilft, deren geopolitischen Interessen der Osterweiterung am Laufen zu halten. Natürlich helfen auch die USA mit Geld, Waffen und Beratern. Wen interessiert da schon die humanitäre Katastrophe in der Ukraine?. Kritiklos wird die Mobilmachung von 100000 Soldaten und Waffenkäufen hingenommen. Premier Jazenjuk kann in Berlin seine Hirngespinste vom sowjetischen Überfall auf die Ukraine und Deutschland verkünden, Hasstiraden auf Russland kritiklos ablassen und die Hand für Hilfe aufhalten.
Vor allem darf er ungeschoren so weitermachen, eben weil die Russen die Schuld tragen. Natürlich fallen auch in der Ostukraine die Waffen nicht vom Himmel und hat auch Russland Einflussmöglichkeiten. In der Ukraine sind jedoch nicht amerikanische Lösungen gefragt, schon gar nicht gegen Russland, denn die USA tun das, was sie immer schon erfolglos in der Welt praktiziert haben, ihre geopolitischen Interessen mit militärischen Mitteln umzusetzen. Die deutsche Regierung sollte endlich als Souverän in dieser gefährlichen Situation agieren und nicht Sprachrohr amerikanischer Interessen sein.
Zumindest gibt es bei der Kanzlerin Frau Merkel erste bemerkenswerte Anzeichen. Mit Fäusten lassen sich keine Hände reichen.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khh
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Kommentare
Paulinchen
27.01.2015, 14:58 Uhr
Da steht uns wohl bald ein echter Krieg ins Haus
Gestern habe ich gelesen, dass die USA eine Stationierung von Soldaten in der Ostukraine auf Dauer nicht mehr ausschließen. Dazu sollen in Grafenwörth wieder US-Panzer stationiert werden. So kommt der Ami wieder in Uniform zurück nach Deutschland, um von hier aus dann gen Osten zu gelangen. So plant er seine Präsenz in Polen, auf dem Balkan und an der Ostsee auszubauen. Und wer da denkt, dass Herr Putin dabei ruhig zuschaut, der irrt sich bestimmt.
Ist das das neue Verständnis von Deutschland von Friedenssicherung in unseren Nachbarstaaten?
Randharzer
27.01.2015, 21:14 Uhr
Aufschlussreich
Leider waren 16,15 Millionen Bundesbürger im "Dschungelcamp " verschwunden.
Leser X
28.01.2015, 07:07 Uhr
Und Merkel macht mit...
... bei diesem perfiden Spiel der Westmächte und befürwortet seit Beginn des Ukraine-Konflikts jede Provokation Russlands. Was Frau Merkel jedoch entgangen zu sein scheint ist die Tatsache, dass immer mehr Bundesbürger die Verlogenheit der offiziellen deutschen Politik durchschauen. Auch ein Grund für den Zulauf bei PEGIDA und jüngst auch einer ähnlichen Demo in Erfurt gegen die Kriegspolitik der mit Frau Merkel befreundeten USA.
Ein Trauerspiel war gestern auch der Festakt in Auschwitz. Es spricht wohl Bände, dass durch protokollarische Tricks dafür gesorgt wurde, dass ausgerechnet der Vertreter des Landes, das die Hauptlast bei der Zerschlagung des deutschen Faschismus und der Befreiung Europas trug, nicht anwesend war.
Zum Schluß noch etwas, was nur scheinbar nichts damit zu tun hat. Kennen Sie noch den Wende-Song von Frank Schöbel, der damals auf allen Kanälen lief? Genau: "Wir brauchen keine Lügen mehr". Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass man diesen Titel kaum noch hört? Ja, warum wohl? Könnte er "falsche" Assoziationen wecken...?
aladin
28.01.2015, 07:56 Uhr
Lage in Deutschland
Wenn es in der Ukraine richtig knallt und das ist sicher nur
noch eine Frage der Zeit, dann wird es auch in Europa brennen.
Und der Ausgang für die Lackaffen und Bonzen ist dann auch ungewiss.
jnndh
28.01.2015, 09:05 Uhr
Der Ausgang für "die Lackaffen"
Ich dachte immer,
jeder Mensch sei gegen den Krieg,
bis ich herausfand,
dass es welche gibt, die dafür sind,
besonders die, die nicht hingehen müssen. Und am selbigen gut verdienen.
Erich Maria Remarque (1898 - 1970),
deutscher Schriftsteller
Und Kriegsgewinnler werden immer Ihre "Lackaffen und Bonzen" sein. Hindenburg meinte mal zum Ersten Weltkrieg, dass ihm dieser wie eine Badekur bekommen sei.
Wenn sich am 8. Mai 2015 zum siebzigsten Mal die Zerschlagung des deutschen Faschismus durch die Sowjetunion und den anderen Alliierten jährt, wäre dieser Tag an guter Anlass, Stimme zu erheben gegen Kriege und Völkerhass. Wer sonst, wenn nicht wir, die nichts aber auch gar nichts von einem Krieg haben, außer Elend, sind für eine solche Stimme prädestiniert?
"Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!"
In diesem Sinn, Ihr Jürgen Nagel
Peppone
28.01.2015, 10:32 Uhr
Freut euch nicht zu früh
Eine alte Volksweisheit sagt, Orden und Bomben treffen immer die Falschen. Eine andere Volksweisheit sagt, irgendwann frisst die Revolluze ihre Kinder. Also passt gut auf euch auf, freut euch nicht auf tote Bonzen und hetzt nicht mehr so viel gegen die Ukrainer. Nicht die haben Russland überfallen, sondern die Russen haben die Ukraine überfallen!
Leser X
28.01.2015, 10:43 Uhr
Peppone...
... dann wandern Sie doch in die Ukraine aus. Dort können Sie dann ihren überfallenen Volksgenossen beim Kriegen helfen...
Real Human
28.01.2015, 11:16 Uhr
Ost-Ukraine unter UNO-Mandat!?
Was ich bei der Diskussion in den Medien zur OST-Ukraine-Krise und zur Krim weitestgehend vermisse, ist der Wille der dort wohnenden Menschen – ich spitze mal zu – der dort ansässigen Homo sapiens! Patrioten sind Idioten. war auf einem Transparent der Patriotischen Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes (Pegada) in gelber Schrift vor rotem Hintergrund zu lesen (https://www.youtube.com/watch?v=uc7ZK3j6vyM). Ganz schön wirr. Oder?
Zuerst muss dort das Schießen aufhören, wenn verhindert werden soll, dass es zu einer Konfrontation zwischen Russland und der NATO kommt. Die ganze Ostukraine sollte für ein bis zwei Jahre unter UNO-Mandat gestellt und entmilitarisiert werden. Das würde eine vorübergehende Stationierung von UNO-Soldaten erfordern. Das könnten z.B. indische Soldaten sein, weil Indien sowohl zum Westen als auch zu Russland etwa gleich gute Beziehungen hat.
Die Bewohner der betreffenden Gebiete sollten so Zeit für ein Referendum bekommen, in dem sie sich für eine Zugehörigkeit zur Ukraine oder zu Neurussland (also Unabhängigkeit) oder zu Russland entscheiden können. Unter den Bajonetten der jetzigen Warlords kann es praktisch keine freie Wahl geben.
Wir benötigen so etwas wie ein Völkerscheidungsrecht wenn Völker nicht mehr friedlich zusammenleben wollen. Dazu hat Holger Kaschuge in http://www.heise.de/tp/artikel/43/43549/1.html einen interessanten Beitrag geschrieben.
I.H.
28.01.2015, 16:03 Uhr
Und wer bezahlt das Lösegeld?
Das mit den UNO Soldaten würde ich mir noch einmal gut überlegen lieber @Joerg B. Die letzten OSZE Beobachter wurden von den russischen KGB Agenten als Geiseln genommen und kamen nur gegen Bakschisch wieder frei. Warum sollte das der UNO anders ergehen?
Zurechnungsfähig sind die Russen sowieso nicht. Deren komische DUMA (soll so etwas ähnliches wie ein Parlament, nur ohne Opposition sein) betrachtet ja sogar die deutsche Wiedervereinigung als "Annexion" russischen Territoriums. Und zu solchen Wodka- und Drogenabhängigen wollen wir UNO Soldaten schicken?
Was gut für die Ukraine ist mögen die Ukrainer bestimmen
keine Amis, EU aber auch keine Russen.
Warum steuern wir auf einen Krieg mit Rußland zu, wo die Russen doch gar keine Bürgerkriegspartei sind?
Immerhin gibt man zu, daß Rußland "auch Einflußmöglichkeiten hat". Im Klartext Waffenlieferungen an eine Bürgerkriegspartei. Ist natürlich vieeel moralischer als politische und wirtschaftliche Hilfe für Kiew vom kriegstreiberische Westen.
Kein Wort darüber, daß der Donezker Friedensfürst von Putins Gnaden keine Kriegsgefangenen mehr machen will.
Kein Wort zu öffentlichen Mißhandlung und Demütigung von Kriegsgefangen, die noch am Leben sind:
https://www.youtube.com/watch?v=H8L7wd3IgLE&feature=youtu.be
Läuft in Rußland stundenlang... Wie bei Goebbels.
Oder daß man diesen versteckten Kolonialkrieg schon lange vor dem Maidan plante:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/putin-hat-invasion-der-ukraine-seit-2013-geplant-13139313.html
@Leser X
Wenn Sie mit Meinungsfreiheit ein Problem wandern Sie doch nach Rußland aus. Es wird Ihnen dort gefallen.
Hoffentlich kann die Ukraine noch viel von seinen Gebiet retten.
Ich fürchte in ein paar Jahren holt Rußland Teile Moldawiens und des Baltikums heim ins Reich, wenn die Welt zu nur zuschaut.
Real Human
28.01.2015, 18:11 Uhr
Für Bedenkenträgerei ist keine Zeit mehr!
Noch hat sich der Konflikt nicht zu einem Flächenbrand ausgeweitet. Deshalb sollte das Feuer vielleicht gerade noch rechtzeitig gelöscht werden. Ich kann den Bedenken von @ Statler Waldorf leicht noch eins hinzufügen:
Indien hat genug Probleme mit seinem Nachbarn Pakistan und wird sich – wenn überhaupt – nur widerwillig in europäische Händel einmischen wollen – auch nicht gern unter einem UN-Mandat. Russland könnte außerdem sein Veto einlegen – würde seinen Friedenswillen damit aber gleichzeitig in Frage stellen. Außerdem würde Indien wohl einen hohen Preis für seinen, hoffentlich robusten, Einsatz fordern. Die Abwendung der Kriegsgefahr sollte es den Europäern aber wert sein. Mario Draghis Plan sieht ja vor, einfach mal so 1,4 Billionen Euro zu drucken!
Sollte an dem von @ RWE hingewiesenem FAZ-Szenario etwas dran sein, wäre es allerhöchste Zeit den Brandherd zu löschen. Mit Bedenkenträgerei wurde aber nur selten ein Feuer gelöscht und vor allem nicht rechtzeitig! Vor allem muss es jetzt nachrangig sein, wer das Noch-Feuerchen angekokelt hat. Es muss gelöscht werden. Um die Ermittlung der Brandursachen mögen sich die Historiker kümmern!
Vielleicht noch eine interessante Frage: Was hätte es geändert, wenn die Ukraine 1994 auf die Krim verzichtet, ihre Kernwaffen aber behalten hätte? (Übrigens ist Indien eine Atommacht!)
I.H.
28.01.2015, 18:19 Uhr
"Den Auslöser zum Krieg habe ich gedrückt"
behauptet der russische Geheimdienstoffizier und ehemalige Statthalter der "Republik Donezk" Igor Girkin, genannt "Strelkow" in einem Interview mit einer russischen nationalistischen Zeitung.
Laut Girkin wäre in der Ostukraine nichts passiert, hätten seine Leute nicht dort die gewaltsame Eskalation mit den Ukrainern herbeigeführt. Der selbe Girkin hat sich am Tag des Abschusses der malayischen Passagiermaschine mit dem Abschuss einer "ukrainischen" Maschine gebrüstet!
Vielleicht sollten R.D. Reiber, Leser X , der Flaschengeist,.... mal die stramm nationalistische russische Zeitung SAWTRA lesen, um ihren Horizont ein klein wenig zu erweitern. Aber um ganz ehrlich zu sein, ich glaube nicht an eine Besserung.;)
Leser X
29.01.2015, 07:09 Uhr
Statler...
"...Vielleicht sollten R.D. Reiber, Leser X , der Flaschengeist,.... mal die stramm nationalistische russische Zeitung SAWTRA lesen, um ihren Horizont ein klein wenig zu erweitern. Aber um ganz ehrlich zu sein, ich glaube nicht an eine Besserung.;)"
Danke für den Literatur-Tipp, aber ich glaube er ist nichts für Freidenker. Ich empfehle Ihnen, werter Statler, schauen Sie öfter mal bei Rossia Today deutsch rein oder lesen Sie im Internet "Politik im Spiegel". Dort hören und lesen Sie dann die Gegenpropaganda zur deutschen und westlichen Propaganda, und irgendwo dazwischen können Sie die Wahrheit finden...
aladin
29.01.2015, 08:17 Uhr
Statler , RWE & Co.
Der Verweis auf Goebbels ist richtig, trifft aber mehr auf euch selber zu. Klar auch , der blutige Putsch in Kiew war eine friedliche Revolution und Rußland wollte die Ukraine schon immer ein bischen überfallen und Obama ist halt der Friedens-
nobelpreisträger und bringt demzufolge den Kontinenten dieser Erde ein bischen Frieden und Nicole klampft dazu.
Peppone
29.01.2015, 09:08 Uhr
FreiGEISTER
Danke für den Tipp, mein Land Richtung Ukraine zu verlassen @LeserX. Allerdings leben meine Mitbürger, die Sie abwertend "Volksgenossen" nennen, hier in Deutschland. Deshalb werde ich wohl hier bleiben. Ich werde die krude Weltsicht sowie die Hasskommentare von FreiGEISTERN weiterhin mit meiner Meinung begleiten. Und wenn ich das hier nicht mehr darf, dann tue ich es an anderer Stelle.
Wolfi65
29.01.2015, 10:36 Uhr
Ukraine gleich Russkiland
Man kann diese Sprüche der sogenannten Freien Welt gar nicht mehr lesen oder hören.
Dabei kann ich mich gar nicht mehr an den Tag erinnern, an dem die Krim und die Ukraine nicht zu Russland gehört hätte.
Man muss sich eben damit abfinden, dass Putin nicht tatenlos zusieht, wie sein Reich zerfällt.
Im Gegenteil sollte man hier in Ostdeutschland froh sein, dass der Ivan so schnell und proplemlos abgezogen ist.
Man sollte den Ivan nicht all zu sehr reizen, sonst könnte es passieren, dass der Russe seine Pferde noch im Rhein tränken wird.
Also ich muss das nicht haben.
Leser X
29.01.2015, 13:17 Uhr
Russophobie
Warum nur so viel Russophobie in einigen Kommentaren? Hätte es die Russen nicht gegeben, wären wir vielleicht noch 930 Jahre lang im tausendjährigen Reich gefangen. Also - ein wenig Dankbarkeit bitte gegenüber unseren Freunden::))
Wer sich die Entwicklungen auf der Welt und die Hintermänner aller Konflikte anschaut, der müsste doch eigentlich viel mehr an Amerikaphobie leiden...
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