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Fr, 19:23 Uhr
23.01.2015

Krematorium: Zukunft ungewiss

Für die nächsten Sitzung des Nordhäuser Stadtrates soll eine Vorlage eingebracht werden, die die Zukunft des kommunalen Krematoriums auf dem Hauptfriedhof beinhaltet...


Inhalt der Vorlage: Das Krematorium, das nicht wirtschaftlich arbeiten soll, wird privatisiert. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Steffen Iffland, sollen Dezernentin Hannelore Haase und Bauamtsleiter Jens Kohlhause erläutert haben, dass ein Betreiber gesucht werde, der das Krematorium mietet oder pachtet.

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Die Stadt sei nicht in der Lage, in den kommenden Jahren notwendige Investitionen vorzunehmen. Die seien jedoch Voraussetzung für eine wirtschaftliche Betreibung der Anlagen. Einen interessierten Betreiber soll es bereits geben, hört man. Der allerdings soll die Anlage noch nicht gesehen haben. Noch soll es keine Gespräche gegeben haben, doch man habe Hoffnung auf eine Lösung.

Für Steffen Iffland ist es außerordentlich wichtig, ein Krematorium für diese Stadt zu erhalten, um auch die Bestattungskosten stabil zu halten. Denn eine Kremierung außerhalb von Nordhausen führt zwangsläufig zur Kostensteigerung von Feuerbestattungen, da ja Transportkosten zum Beispiel hinzukommen.

Was bleibt, wenn sich kein Betreiber finden sollte? "Dann wird vermutlich noch in diesem Jahr das Krematorium geschlossen", sagt Iffland.
Autor: red

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Kommentare
Janko
24.01.2015, 08:45 Uhr
also, leute,
bitte mehr und öfter sterben und jeder bitte nicht nur einmal, damit die stadt wirtschaftlicher kremieren kann.
andreas66
24.01.2015, 09:44 Uhr
Ich bin ...
lange ruhig geblieben in diesem Jahr. Aber als ich diesen Artikel gelesen, zuckte es gleich im Mausfinger. Geht´s denn noch.

Herrn Iffland stimme ich zu, das das Städtische Krematorium erhalten bleiben muß. Nicht nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen, sondern auch aus ethischer Sicht. Allen Verstorbenen und deren Angehörigen soll es doch ermöglicht werden, eine angemessene Bestattung zu ermöglichen. Dazu zählt für mich auch eine Einäscherung vor Ort, zumindest in einer Stadt in der Größenordnung von Nordhausen. Allein die Vorstellung, das in Zukunft die Verstorbenen aus Kostengründen zu einem günstigeren Krematorium über vielleicht weite Strecken transportiert werden. Das geht gar nicht.
Nörgler
24.01.2015, 11:42 Uhr
Wirtschaftlich
Woher wollen Sie, Herr Iffland, wissen, dass, wenn außerhalb Nordhausens kremiert wird , es für den Bürger teurer wird? Wenn aber die Stadt das Geld für notwendige Investitionen nicht hat, was soll sie dann tun? Die Stadträte einschließlich der Ortsteilbürgermeister haben in den vergangenen Jahren immer nur gefordert.Geld für dies und das. Hatten sie dabei mal den Haushalt bzw. wirklich wichtige Projekte im Blick?? Nun ja, diese Frage können Sie sich selbst beantworten...
Paulinchen
24.01.2015, 15:46 Uhr
Was Herr Iffland da schreibt,
dem möchte ich mich anschließen. Doch mich bedrückt bei diesem Thema eigentlich noch viel mehr.

Ich empfinde es als eine Schande, dass die Kommunen mit dem Tod eine Menge Geld verdienen, was eigentlich nicht in vollem Umfang nötig ist. Das Bundesland Bremen hat, wie vor geraumer Zeit zu lesen war, die Bestattungspflicht von Urnen aufgehoben. Dort können die Angehörigen die Asche ihrer Liebsten auf dem eigenen Grund und Boden verstreuen, oder die Urne beisetzen.

Hier in Thüringen bewegt sich im Prinzip gar nichts, außer die Preise nach oben. Aber, da wird zugesehen, wie mehr und mehr Urnen von Bestattungsunternehmen aus der Schweiz angefordert werden, weil dort eine Almbestattung mal eben für ein Vielfaches weniger zu haben ist, wie hier bei uns.

In dieser Sache habe ich mich mal dort kundig gemacht. Eine Urnenbeisetzung kostet dort ca. 475,00 € plus hiesige Kremierungskosten und Versand der Urne. In Thüringen denken die Verantwortlichen offenbar, dass eine Urnen-Grabstätte einer Kapitalanlage gleich kommt.

Da dem nicht so ist, habe ich für mich die Weichen auf dem Papier bereits gestellt. Man weiß ja nie, wann man abberufen wird. Eine von mir Bekannte hat mal gesagt: „ Darüber mache ich mir keinerlei Gedanken und Geld wird dafür auch nicht gespart. Wenn ich mal hin bin, dann kümmert sich die Stadt schon von ganz allein, denn wenn ich erst richtig stinke, dann lassen DIE sich schon was einfallen mit mir.“

Ich hatte es schon einmal hier erwähnt, vielleicht karren wir die Verstorbenen dann nach Tschechien oder Polen zur Kremierung und auf der Rücktour verwirbelt man unsere Asche im Fahrtwind nachts auf der Autobahn.
Das macht doch nichts, dass merkt doch keiner!
Luftikus
24.01.2015, 21:53 Uhr
CDU als Einzelkämpfer ?
Ja, wenn man sich zu diesem Thema in Nordhausen beliest hat man das Gefühl, Herr Iffland mit der CDU sind die einzigen Stadträte denen das Krematorium am Herzen liegt. Hört man bei den Bestattern rein, wird einen dies nicht nur bestätigt nein vielmehr so scheint es, hat die zuständige Dezernentin gar kein Interesse dieses zu erhalten.

Frau Haase, selbst Betreiberin eines Institutes gewesen, soll wohl von vornherein eine Schließung voran getrieben haben. Das wäre sehr traurig, wenn dies so wäre wie man erzählt. Für Nordhausen kann ich nur hoffen, das ein Betreiber den Betrieb fortführt.
Hans Dittmar
24.01.2015, 22:08 Uhr
Paulinchen und die Schweiz
Schaut man auf die Friedhofsgebührensatzung der Stadt Nordhausen, ist ein Urnengrab durchaus günstiger zu bekommen als ein zerstreuen in der Schweiz. So kosten Urnengräber auf den Ortsteilen (nicht in vorderster Reihe) 210 Euro, und das sogar für vier Urnen.
Vielleicht wird es eines Tages Mode, das man sagt "Ich gehe nun auf Reise und habe noch Platz für 3 - zu kleinen Preise"!

Spaß beiseite, Ich kann die Frage von Nörgler nicht verstehen. Ist doch logisch, wenn ein Bestatter nun 30 km fahren muss um kremieren zu lassen muss er die zusätzliche Zeit und km abrechnen. Außerdem Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Wenn die Konkurrenz weg ist und die 1000 Einäscherungen von Nordhausen einer übernimmt. Ich sag mal - billiger und schneller kommt man dann nicht an die Urne.
Von um die Ecke
25.01.2015, 08:18 Uhr
Mein Staat/Land/Stadt
das ich mir leiste, von meinen Steuern, existiert nicht zum Zweck, daß einige Politiker ihr Ego pflegen.
Ich leiste mir diesen Staat/Land/Stadt, damit es meine Interessen und die meiner Mitmenschen und Mitsteuerzahler, vertritt und umsetzt.
Eine dieser Interessen, ist eine funktionierende Infrastruktur.
Dazu gehört auch meine Versorgung, nach meiner Existenz.

Ist mein Staat/Land/Stadt nicht mehr gewillt, diesen mit mir geschlossenen Vertrag einzuhalten, sollte ich und meine Mitsteuerzahler, die zahlungen einstellen, bis der Vertrag erfüllt wird.

Mathias Freudenberg
venga
25.01.2015, 12:40 Uhr
von um die ecke.....aber aber
Verträge sind dazu da um gebrochen zu werden.
Verträge sind gleichzusetzen mit Versprechen.

Das dies leider immer und immer wieder Realität ist,zeigt uns die Zeit nach den Wahlen.

Es ist Zeit für Resignation, oder ?
In dem Sinne ,oder "spazieren " gehen ?
x-tus
29.01.2015, 15:40 Uhr
ein paar fakten zum thema
- eine urne in der schweiz beisetzen lassen geht schon für 120 euro
- das krematorium in ndh hat einen sanierungsbedarf von 500.000 euro und betriebskosten von nochmals 100.00 euro pro jahr plus zusätzliche wartungs-und instandhaltungsmaßnahmen
- eine überführung ins krematorium wird in nordhausen mit 80- 150 euro berechnet !!!
das nächste krematorium ist ca 14 km von nordhausen entfernt
- die stadt ist komplett überschuldet , es reicht nimmermehr für streusalz?!
nun meine fragen

- können wir uns den luxus eines krematoriums denn überhaupt noch leisten ?
- wieviel teurer dürfte denn eine überführung in das erwähnte krematorium sein ....meines erachtens nach nicht teurer...
- wäre es nicht sinnvoller diese kraft und diese gelder in wichtigere projekte zu stecken ...kindergärten ,schulen gehwege radwege winterdienst ,strassenbau , den albert-kunz-sportplatz ??? letzteres würde im übrigen helfen das wacker aufsteigt und aufsteigende fussballmannschaften bringen gelder in lehre kassen ... einfach mal real und betriebswirtschaftlich denken ...???
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