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So, 17:10 Uhr
04.01.2015

F-I-N-A-L-E !!!

Mit einem überzeugenden 34:22 (20:12) Erfolg über TuS Metzingen sicherte sich der Thüringer HC den Einzug ins FinalFour-Turnier 2015...


Auffälliste Spielerinnen der Partie waren Juniorennationaltorhüterin Dinah Eckerle sowie die Strafwurfspezialistinnen beider Teams - insgesamt 15 Mal traten Katrin Engel (9) und Shenia Minevskaja (7) an und ließen den Torhüterinnen keine Chance. Erfolgreichste Werferinnen für den Thüringer HC war Katrin Engel (10/9) und für Metzingen Shenia Minevskaja (9/7).

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Anna Loerper erzielte den ersten Treffer der Partie mit einem schönen Rückraumtreffer. Im Gegenzug tat ihr es Nadja Nadgornaja gleich und stellte das 1:1 her. In der Folgezeit wechselte die Führung mehrmals. Danick Snelder erkämpfte in der Abwehr den Ball und schickte Svenja Huber per Tempogegenstoß, die die 6:4-Führung erzielte. Nun war der THC-Zug so richtig ins Rollen gekommen. Tor um Tor baute die Müller-Sieben die Führung aus. Schnell und über beide Außen rollte eine Angriffswelle nach der anderen.

Kerstin Wohlbolds Pass auf die äußerste Rechtsaußenposition sicherte sich Svenja Huber und erzielte aus extrem spitzem Winkel das 12:8. Was Metzingens Trainer Alexander Job in der 15. Minute zu seiner ersten Auszeit veranlasste. Doch diese brachte keinen Erfolg. Metzingen fand keine Lösungen im Angriff und in der Abwehr. Der THC-Angriff bestach mit tollem Tempohandball. Beim 14:8 durch einen Strafwurf Katrin Engels war die Führung bereits auf sechs Tore angewachsen. Metzingen fasste sich ein Herz und wehrte sich gegen die drohende Niederlage.

Die Partie entwickelte sich jetzt zum echten Kampfspiel mit vielen kleinen Unterbrechungen. Die Führung wechselte nun zwischen vier und sechs Toren Differenz hin und her. Im THC-Tor zeigte Youngster Dinah Eckerle einige schöne Paraden. Beim 19:12 erkämpfte sich Sonja Frey in der Abwehr den Ball und gewann das 20 Meter Laufduell überzeugend. THC-Auszeit und Herbert Müllers Ansage an Nadja Nadgornaja wirkte. Mit der Schlusssirene hämmerte Nadja aus zehn Metern den Ball zum 20:12 ins TuS-Gehäuse.

Die Gastgeberinnen machten nach der Halbzeit genau da weiter, wo sie davor aufgehört hatten. Nadja Nadgornaja erzielte drei Tore in Folge, die Führung wurde zweistellig (22:12/34. Minute). Der THC bot seinem Publikum jetzt einiges. So wurde z.B. der Ball bei Metzinger Anwurf von Kerstin Wohlbold, die direkt von der Bank kam, stibitzt. Das Spiel ging jetzt munter hin und her und der Abstand pendelte sich bei zehn Tore ein. Die Partie war längst entschieden. Einzig im THC-Tor trumpfte Dinah Eckerle noch ganz groß auf und rettete einige Male spektakulär. Trainer Herbert Müller wechselte jetzt kräftig durch und gab allen Spielerinnen Einsatzzeiten.

Einen Pass von Linksaußen Sonja Frey direkt auf Rechtsaußen Lydia Jakubisova verwandelte diese zum 28:17 (49. Minute). Sieben Minuten vor dem Ende erhöhte Yuliia Snopova mit einem schönen Rückraumtreffer auf 30:18. Die THC-Abwehr stand trotz der vielen Wechsel weiterhin stabil und sicher. Metzingen fand kaum noch ein Durchkommen. Am Ende gewinnen die Thüringerinnen hochverdient mit 34:22 und ziehen ins FinalFour des DHB-Pokals ein. Zusammen mit dem VfL Oldenburg, die Spreefüchse Berlin und dem Buxtehuder SV.

Stimmen zum Spiel:

Alexander Herr (TuS): Glückwunsch dem THC. Wir wollten einen Pokalspiel-Fight abliefern und haben eine Lehrstunde erhalten. Wir haben es nicht geschafft unsere Leistung abzurufen. Ich schätze Herbert sehr und halte ihn für einen der besten Trainer der Bundesliga. Was aber vorher gesagt wurde über den Wechsel von Shenia, halte ich für ein No-Go. Einen sportlichen Wechsel für eine Debatte über den Charakter zu nutzen, geht gar nicht. Shenia ist ein sehr toller Mensch und ich genieße jede Sekunde mit ihr im Training.

Herbert Müller (THC): Wir haben ein fantastisches Handballspiel abgeliefert. Wir sind im Final Four das war das Ziel. Wir waren sehr fokussiert auf das Spiel und haben wie aus einem Guss gespielt. Die Mannschaft hat über 60 Minuten tollen Handball geboten. Wir haben damit weiter gemacht, womit wir 2014 aufgehört haben. Ich bin sehr glücklich, dass wir konzentriert bis zum Ende gespielt und überraschend deutlich gewonnen haben. Shenia ist ein fantastischer Mensch und eine tolle Spielerin. Ich akzeptiere natürlich den Wechsel zum HC Leipzig. Shenia wird eine fantastische Handballspielerin werden. Darum geht es ja auch gar nicht, aber wenn ich gefragt werde, sage ich immer offen und ehrlich meine Meinung.
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