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Do, 00:01 Uhr
01.01.2015

Neujahrsgrüße des OB

Es ist ein Ritual, dass uns allen Politiker etwas mit auf die Reise ins nächste Jahr geben wollen. So auch in Nordhausen. Dort allerdings muss die Botschaft des Oberbürgermeisters vorher bestellt werden...


Liebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser, liebe Leserinnen und Leser der nnz, liebe Menschen, die als Gäste in unserer Stadt sind, liebe Menschen, denen Nordhausen Zufluchtsort oder neue Heimat geworden ist,

zum Wechsel in das Jahr 2015 wünsche ich ihnen allen eine fröhliche und friedvolle Zeit. Für das kommende Jahr möge ihnen besonders Gesundheit, Glück und Geborgenheit beschieden sein. Jenen unter uns, die Krisen zu bewältigen haben, wünsche ich Kraft, Zuversicht und neuen Lebensmut.

Das vergangene Jahr 2014 war für unsere Stadt ein gutes Jahr. Deshalb möchte ich all jenen ganz herzlich danken, die dazu beigetragen haben, dass es in dieser Stadt wieder ein Stück lebenswerter, freundlicher und menschlicher geworden ist. Das sind die vielen, die sich ehrenamtlich in sozialen, kulturellen, sportlichen und auch politischen Ämtern engagieren. Das sind die, die beruflich Dienstleistungen für die Menschen erbringen, sei es im medizinischen Bereich, in der Versorgung mit täglichen Waren oder sonstiges. Das sind aber auch diejenigen, die mit hohem persönlichem Risiko als Arbeitgeber für Arbeitsplätze in unserer Stadt sorgen.

Zu den vielen positiven Ereignissen gehört auch: Ein neues Einkaufszentrum eröffnete mit Erfolg im Herzen der Stadt. Dies ist ein Zeichen für die Stärke Nordhausens in Nordthüringen. Im Umfeld der Passage hat sich Nordhausens Mitte weiter attraktiv gemacht. Die neue Bibliothek erlebte einen unerwarteten Ansturm vor allem durch junge Leute. Sie waren es auch, die mit einer Riesen-Bücherkette und viel Spaß die letzte Etappe des Umzugs von der Nebelungstraße in das Bürgerhaus vollzogen haben. Unsere Altstadt erneuerte sich quasi an jeder Ecke. Ich will ausdrücklich allen unseren Partnern in der Altstadt dafür Danke sagen und sie gleichzeitig ermutigen, diesen Weg der Sanierung und Modernisierung in der Altstadt fortzusetzen. Die Nordhäuser Wirtschaft kann auf ein gutes Jahr zurück blicken. Das ist wichtig für die Konsolidierung und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Es ist uns allen gemeinsam viel gelungen.

Das hinter uns liegende Jahr - es war auch ein Jahr der Weichenstellungen, u.a. mit dem Beginn der Konsolidierung der Finanzen unserer Stadt. Dies wird auch in den kommenden Jahren eine der wichtigsten Aufgaben bleiben: Die Sicherung der Finanzen unserer Stadt! Zurückgehende Zuweisungen durch das Land einerseits und höhere Ausgaben durch vielerlei Belastungen andererseits, auch aus der Vergangenheit, zwingen uns zu diesem Weg. Es sind Entscheidungen nötig, die wir nicht vertagen dürfen, damit die Handlungsfähigkeit unserer Stadt erhalten bleibt und langfristig wieder Gestaltungsspielräume möglich sind. Das ist im Sinne unserer Menschen. Mit einer nennenswerten Entlastung durch das Land rechne ich dabei vorerst nicht.

Dabei sind wir in der Pflicht, diesen Prozess so transparent wie möglich zu gestalten. Wir können ihn nur in einer gemeinsamen Anstrengung lösen. In den kommenden Wochen des neuen Jahres werden wir deshalb mit vielen gesellschaftlichen Gruppen in Nordhausen Kontakte und Gespräche suchen. Wenn wir dann in den nächsten Monaten unsere Ärmel hochkrempeln, geht es zuerst um eines: Um Fairness gegenüber den Bürgern beim Einsatz der Mittel und um eine gerechte Verteilung der Lasten. Lassen Sie uns bei der Verteilung der Mittel also für alle Menschen dieser Stadt mitdenken - ob jung oder alt, arm oder reich, Frau oder Mann. Im Budget sollten sich auch die Stimmen jener finden, die ihre Anliegen aus verschiedenen Gründen nicht öffentlich vorbringen können.

Unsere Arbeit sollte also in den Köpfen beginnen, bevor wir uns über die Zahlen beugen. Lassen Sie uns die Chance nutzen, um überkommene Rituale aufzugeben. Dabei müssen wir für die Menschen denken, nicht für unsere Parteien! "Der Mensch ist das Maß aller Dinge". Diese Weisheit der alten Griechen - sie kann und sollte ein guter und stabiler Wegweiser durch das Leben sein, sollte uns auch im kommenden Jahr begleiten, ob im privaten Umfeld der Familie, auf Arbeit als auch im sonstigen Miteinander.

Am Ende wird eine gesunde und kräftige Stadt Nordhausen stehen, als weiterhin das wichtigste und kräftigste Zentrum im Norden Thüringens. Ich wünsche Ihnen ein gesundes und zufriedenes 2015.
Dr. Klaus Zeh , Oberbürgermeister
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