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Mi, 15:03 Uhr
17.12.2014

Wetter-Rückblick 2014 (April)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Wetterverlauf des Jahres 2014 Tag für Tag und rund um die Uhr überwacht, etwa 30 000 Mal frühzeitig vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt und diese dokumentiert. Wie auch im Vorjahr hat der DWD Medienberichte über größere Schäden durch Unwetter in Deutschland gesammelt und ausgewertet...

April 2014

Am 2. und am 14. stürzten Kleinflugzeuge im Nebel ab. Der Pilot des ersten starb, nachdem er südlich des Flugplatzes Norderney im Wattenmeer aufschlug. Die zweite Maschine prallte gegen die Spitze des 27 Meter hohen Mastes der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes auf dem Brocken und brannte vollständig aus. Beide Insassen starben in den Flammen.

An mehreren Tagen entwickelten sich kräftige Schauer, die von Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen begleitet wurden und neben vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen unter anderem folgende Schäden verursachten: Am 3. wurde der Zugverkehr auf der Strecke Braunschweig-Berlin auf Grund einer Signalstörung bei Helmstedt umgeleitet und in Raschau-Markersbach bei Aue im Erzgebirge löste sich eine Schlammlawine, die sich teilweise bis in den Ort ergoss.

Am 8. stürzte in Lünen-Horstmar (Westfalen) ein Baum auf parkende Autos. Auch am 14. stürzten wieder Bäume um: In Ludwigslust starb ein Mann, nachdem er unter einem Baum begraben wurde, in Berlin stürzten Bäume auf Autos und im Erzgebirge blockierten sie Straßen. Sturm fegte im hessischen Kirchhain Teile eines Kirchendachs herunter und bei Chemnitz warf er den Anhänger eines Lasters um.

Heftige Gewitter mit Graupelschauer führten am 18. im Osten Deutschlands und im östlichen Mittelgebirgsraum zu eisbedeckten Fahrbahnen. So kam es u. a. auf der A3 bei Geiselwind (Unterfranken) und auf der A72 bei Zwickau zu Unfällen mit Schwerverletzten. Am 21. rutschte in Kanzem bei Trier ein Rebhang ab und das Dach eines Supermarktes stürzte ein, in Siek (Schleswig-Holstein) zerstörte ein Blitz ein Einfamilienhaus. Am 22. fiel nicht weit davon in Seedorf vorübergehend der Strom aus und in Lübeck kollabierte nach einem Blitzeinschlag die Elektrik der Hauptfeuerwache.

Auch am 24. sorgten Blitzeinschläge für Schäden: In Attendorn (Sauerland) traf ein Blitz zwei Männer auf einer Wiese. Einer starb, der andere wurde schwer verletzt. In Hoyerswerda (Spreewald) brannte ein Dachstuhl aus. In Menden-Bösperde (Sauerland) schlug wahrscheinlich einer der stärksten Blitze (mit ca. 330 000 Ampère) der letzten drei Jahrzehnte in ein Wohnhaus ein - eine Person wurde schwer verletzt und in der Nachbarschaft flogen Stromleitungen aus den Wänden. Am 25. legten Blitzschläge in der Oberleitung die ICE-Trasse Köln-Frankfurt lahm, in Biebelnheim (bei Alzey) und in Montabaur brannten die Dachstühle und aus Westerwaldgemeinden wurden viele umgestürzte Bäume gemeldet.

Am 26. gab es in Melle (Weserbergland) Schäden an Hausdächern durch Blitzschlag und in Großenlüder-Bimbach (Hessen) schlug ein Blitz in den Turm einer Kapelle ein. Am 27. wurden im anhaltinischen Burgenlandkreis mehrere Straßen wegen Schlammmassen gesperrt, bei Gleina drohte ein Hang abzurutschen.

Hagel wurde im April an vielen Tagen in vielen Regionen beobachtet, u. a. auf Helgoland, in Dortmund mit Korngrößen bis 4.5 cm, in Berlin und Brandenburg. In Bad Rothenfelde (Kr. Osnabrück) bildete sich kurzzeitig eine geschlossene Hageldecke, Hagel auch in Berlin, in der Lausitz, im Erzgebirge sowie vom Vogtland über den Thüringer Wald bis nach Unterfranken (Oerlenbach, Kr. Bad Kissingen), auf dem Kahlen Asten. In Konz (bei Trier) und in Penzberg (Oberbayern) bildeten sich geschlossene Hageldecken - in Penzberg bis 20 cm hoch.

Hagel fiel auch in Guben (Brandenburg) und Teilen Sachsens, in Nienburg mit Korngrößen bis 3 cm bei einer 10 cm hohen Hageldecke. Hagel auch im Ruhrgebiet, im Rothaargebirge und in der Rhön. In Sulzbach an der Murr fiel Hagel mit 3 cm Korngröße.
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