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Sa, 08:30 Uhr
15.11.2014

Der Räuberhauptmann in Nordhausen

In der Operette „Die Banditen“ ist er als Räuberhauptmann Falsacappa am Theater Nordhausen zu erleben: Tenor Alexander Günther, seit stolzen 22 Jahren im Festengagement am Deutschen Nationaltheater Weimar...

Alexander Günther als Falsacappa in „Die Banditen“ in Nordhausen (Foto: R. Obst) Alexander Günther als Falsacappa in „Die Banditen“ in Nordhausen (Foto: R. Obst)
Alexander Günther als Falsacappa in „Die Banditen“

„Operette macht sehr viel Spaß“, sagt der Sänger, und bedauert, dass Jacques Offenbachs „Die Banditen“ so wenig gespielt wird, obwohl sie so schöne, abwechslungsreiche Musik enthält.

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„Offenbach ist spannender als Strauß, er geht in Richtung Kabarett“, so der Künstler. Sein Räuberhauptmann Falsacappa ist „eine ausgesprochen sympathische, kluge Figur“, beschreibt Alexander Günther und vergleicht ihn mit Mackie Messer aus der „Dreigroschenoper“.

Der gebürtige Magdeburger wuchs in Lutherstadt Wittenberg auf. Sein Gesangsstudium absolvierte er in Weimar, wo seine Stimme und sein Talent bald positiv auffielen: Schon im dritten Studienjahr hatte er die Gelegenheit, am DNT Weimar aufzutreten. „Meine erste Partie war Freddy in ‚My Fair Lady‘“, erinnert er sich. Schon bald wurde ihm ein Festengagement am Deutschen Nationaltheater angeboten. Günther nahm an – und blieb. Freischaffend zu sein, war keine große Verlockung für ihn, denn „das Ensembleleben macht mir Spaß, es hat viele Vorteile, wenn man die Kollegen gut kennt“.

Große Partien sang Alexander Günther in Weimar, zunächst noch im Bariton-Fach. Verdis Nabucco, Gianni Schicchi, der Scarpia in „Tosca“ und Tonio in „Der Bajazzo“ sind nur einige davon. Nach 18 äußerst erfolgreichen Jahren als Bariton wagte der Künstler dann den Fachwechsel zum Tenor. „Die Stimme wird im Laufe des Lebens reifer und größer, und bei manchen verändern sich auch Klang und Stimmfarbe“, erklärt er. Recht hohe Baritonpartien bereiteten ihm keinerlei Probleme. Und als er eines Tages in einer Probe den Cavaradossi, die große Tenorpartie in „Tosca“, für einen fehlenden Kollegen einfach mitsang, wurde der Generalmusikdirektor aufmerksam und gab ihm Partien zu singen, die im Zwischenfach lagen.

Begleitet durch intensiven Unterricht – „Unterricht nehmen sollte man sein ganzes Leben, sich immer überprüfen“ – vollzog er den Wechsel zum Tenor und stürzte sich voller Eifer in ganz neue sängerische Aufgaben. Die Hexe in „Hänsel und Gretel“ beispielsweise, die er mit dem DNT Weimar auch auf CD eingespielt hat, der Schmidt in Massenets „Werther“, der Gastone in „La Traviata“. Und nun also der Falsacappa in „Die Banditen“ am Theater Nordhausen, die Hauptpartie der Operette. Auf die Premiere freut er sich sehr, denn „man will das Resultat zeigen und hofft, dass das Publikum es schön findet. Denn für das Publikum machen wir das alles“.

Wer Alexander Günther als Räuberhauptmann in der spritzigen Operette „Die Banditen“ im Theater Nordhausen erleben will, erhält Karten für die Premiere am 21.11. um 19.30 Uhr und die nächsten Vorstellungen am 29.11. um 19.30 Uhr und am 3.12. um 15 Uhr an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), im Internet unter www.theater-nordhausen.de und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: red

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