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Mi, 11:24 Uhr
29.10.2014

Hunderter durch Biosphärenreservat

Bei hervorragendem, wandererfreundlichem Hochdruckwetter erreichten drei Enthusiasten am vergangenen Sonntag gegen Mittag von Nordhausen aus den S-Bahnhof Halle-Nietleben - nach 100 Kilometern am Stück...

100 Kilometer "am Stück" (Foto: privat) 100 Kilometer "am Stück" (Foto: privat)

Zwei von uns, ein sächsischer Teilnehmer und der Wanderleiter, waren am Sonnabend bereits gegen 10 Uhr am Nordhäuser Hauptbahnhof gestartet. Etwa gleichzeitig begab sich der Berliner Detlef Koch in Halle-Nietleben auf die Strecke.

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Im Harzer Erlebnishof Grillenberg trafen wir drei Wanderer zusammen und nahmen, nach einem ausgiebigen Abendessen, gegen Mitternacht die verbleibenden 51 km unter die Wander- bzw. Turnschuhe.

Auf Grund des um eineinhalb Stunden vorverlegten Starts (auf Wunsch des sächsischen Teilnehmers) war es uns diesmal möglich gewesen, die Tour etwas gemütlicher anzugehen, als sonst üblich. So gab es nach der Pause in der Gaststätte Zur Heimkehle (km 16) eine erneute Einkehr in der Gaststätte Zur Queste in Questenberg nach 30 km und ein spannendes Gespräch mit einer engagierten Einwohnerin zum Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz.

Die Gastronomie profitiere eindeutig von diesem Status. Die Zahl der Wandertouristen habe zugenommen. Und die Unterstützung durch den sachsen-anhaltischen Umweltminister Eickens (CDU) führe zu Regelungen, die die Anerkennung des Biosphärenreservats durch die UNESCO trotz des einsamen Widerstandes von Rottleberode mittelfristig ermögliche.
100 Kilometer "am Stück" (Foto: privat)
100 Kilometer "am Stück" (Foto: privat)
100 Kilometer "am Stück" (Foto: privat)
100 Kilometer "am Stück" (Foto: privat)
Ich entgegnete, dass wir in Thüringen mit dem nun fast sicheren Ende der CDU-Herrschaft bedeutend größere Chancen sehen, ein länderübergreifendes Biosphärenreservat zu realisieren und der negativen Propaganda einiger Lobbyisten sachliche Argumente entgegen zu setzen.

Auf Grund der Zeitumstellung pausierten wir wie immer auf der Route Nordhausen-Halle noch einmal in Eisleben (km 69), um von dort gegen 4 Uhr die verbleibenden 11 km bis zum Frühstück im Strandhotel Aseleben am Süßen See (km 81) anzugehen. Die Morgendämmerung am Süßen See, die herbstliche Laubfärbung der Weinstöcke zwischen Seeburg und Köllme und ganz einfach die Stille eines noch etwas verschlafenen Tages sind jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes.

Körperliche oder seelische Probleme wegen der zu bewältigenden 100 km gab es nicht: Und das ist kein Wunder: Der sächsische Teilnehmer (44) blickt auf rund 150, Detlef Koch (64) aus Berlin auf 320 und der Wanderleiter auf 142 absolvierte Nonstop-Wanderungen von 100 oder mehr Kilometern zurück (das entspricht etwa eineinhalbmal um den Äquator in 100 km-Etappen). Die beiden Erstgenannten absolvierten allein in diesem Jahr bereits (jeder) mehr als 20 Hunderter.

Dies jedoch sollte niemanden von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser der nnz, von einer Teilnahme abschrecken: Denn der Südharz-Hunderter ist leicht begehbar, die Geschwindigkeit mit 5 km/h für durchschnittlich sportliche Menschen kaum problematisch. Zudem sind mehrere kürzere Teil-Strecken möglich.

Bereits am 6.12. gibt es die 20. Ausgabe des Südharz-Hunderters. Sofern es gelingt, für Sonntag, den 7.12. in Uftrungen ein Frühstück zu organisieren, wird in Halle-Nietleben gestartet. Ansonsten erfolgt der Start erneut in Nordhausen.
Bodo Schwarzberg

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Autor: red

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