Fr, 13:02 Uhr
24.10.2014
Schlagkräftige Mannschaft für den Saisonauftakt
Der Box-Kader des Nordhäuser SV (NSV) wächst weiter: Mannschaftsleiter Michael Döring wurde in den vergangenen Wochen noch einmal aktiv, um zum Bundesliga-Auftakt eine schlagkräftige Mannschaft aufzubieten...
Verpflichtet wurden Alan Didigov, Tobias Tatai, Cihan Calik, Alrazur Dadaev, Mateusz Tryc, Johann Witt, Vladimir Ivanov und Max Keller.
Erstens kommt es anders, zweites als man denkt: Wie oft diese Redensart Michael Döring in den vergangenen Tagen durch den Kopf gegeistert ist, ist nicht bekannt. Es dürften wohl einige Male gewesen sein. Ganz besonders nach den vor etwa einer Woche durchgeführten Deutschen Meisterschaften der Elite in Straubing. Dort wollte er sich eigentlich nur ein Bild über seine bisher getätigten namhaften Neuzugänge wie Diaz Kuzembaev, Erik Sokolov, Robert Harutyunyan, Kastriot Sopa, Slawa Kerber, Denis Radovan und Igor Teziev verschaffen. Es kam alles ein wenig anders.
Döring musste noch einmal aktiv werden. Verletzungen und Krankheiten von einigen seiner engagierten Faustkämpfer ließen ihm keine andere Wahl. So kann er sich in zwei Gewichtsklassen auf weitere Thüringer Unterstützung freuen. Als Neuzugang bereits gemeldet war der Weimarer Amet Eminovic im Leichtgewicht. Vom PSV Erfurt kommt Alrazur Dadaev (Mittelgewicht), aus Mühlhausen verstärkt Alan Didigov (Bantamgewicht) das Team.
Das Kontingent mit vier Einfliegern schöpft der NSV ebenfalls aus. Neben dem Publikumsliebling Balázs Bacskai (Ungarn) und Clarence Goyeram (Schweden) stehen mit dem polnischen Meister Mateusz Tryc und Vladimir Ivanov (Russland) zwei weitere Hochkaräter auf der Mannschaftsliste. Vladimir hatte am Donnerstag einen Termin am Konsulat, um sein Visum zu beantragen. Bis zum 29. Oktober soll es da sein, so dass er für uns im ersten Saisonkampf im Superschwergewicht im Ring stehen könnte, hofft Döring auf einen möglichen Einsatz.
Als Alternative steht Rückkehrer Johann Witt in der obersten Gewichtsklasse noch nicht bereit. Er hat nach den nationalen Meisterschaften um eine Regenerationspause gebeten, sagt Döring zur wohl überraschendsten Neuverpflichtung. Berufsbedingt hatte Witt eine Rückkehr in die Bundesliga schon ausgeschlossen. Zumal er auch nicht mehr zu den geförderten Athleten gehört. Sein starker Auftritt bei den Landesmeisterschaften brachte den 27-Jährigen ins Grübeln. Ihn hat dann wohl der Ehrgeiz gepackt, dass er es nochmal wissen will, schätzt Döring ein. Bei den nationalen Titelkämpfen meldete er sich eindrucksvoll zurück, er wurde erst im Halbfinale durch Ali Kiydin nur knapp nach Punkten besiegt. Sein Auftritt überzeugte einmal mehr Döring, der Witt für seine wohl letzte Bundesligasaison engagierte.
Tobias Tatai (Foto: privat)
Ebenfalls im Superschwergewicht kommt mit Max Keller ein junger Sportler in die Rolandstadt, der in Straubing die Silbermedaille gewann. Er ist ein guter Technik, ein ehrgeiziger Sportler und hat im Meisterschaftsfinale gegen Ali Kiydin keine schlechte Figur im Ring abgegeben, sagt Döring, der ihn als Jungen für die Zukunft bezeichnet. Ein Einsatz des Aacheners in der Bundesliga rückt immer näher, zuvor war er beim Boxring Hanau in der 2. Liga aktiv. Er freut sich auf Nordhausen, er wartet auf seine Chance, freut sich Döring über den jungen Wilden.
Ebenso groß ist die Freude über eine Verpflichtung, die ihn an seine alte Wirkungsstätte zurückführt. Nach Witt wird auch Tobias Tatai (Leichtgewicht) wieder für die Nordhäuser die Boxhandschuhe überstreifen. Steht er im Ring, wird vor allem das Publikum gefordert sein. Er lässt sich gern vom Publikum mitreißen, er braucht es einfach auch, sagt Döring, der sich vom Auftritt Tatais bei der DM angetan zeigte und ihn zum NSV lotste.
Im Weltergewicht wird Cihan Calik zukünftig für den NSV in den Ring steigen. Unvergessen der Auftritt des ehemaligen Velberters, der sich in der abgelaufenen Serie mit seinem Team beim NSV einen spektakulären Kampf mit Angelo Welp lieferte. Nachdem Welp schon die ersten beiden Runden verlor und zweimal angezählt wurde, kämpfte er sich zurück, landete ein atemberaubendes Comeback und setzte Treffer um Treffer. Doch die Punktrichter entschieden auf ein knappes 2:1 Urteil für Calik.
Qualitativ und quantitativ hat sich der NSV weiterhin gut verstärkt. Es bleibt zu hoffen, dass Döring bis zum Bundesligastart keine weiteren Hiobsbotschaften erreichen und er dann seine Wunschaufstellung an den Start schicken kann.
Autor: redVerpflichtet wurden Alan Didigov, Tobias Tatai, Cihan Calik, Alrazur Dadaev, Mateusz Tryc, Johann Witt, Vladimir Ivanov und Max Keller.
Erstens kommt es anders, zweites als man denkt: Wie oft diese Redensart Michael Döring in den vergangenen Tagen durch den Kopf gegeistert ist, ist nicht bekannt. Es dürften wohl einige Male gewesen sein. Ganz besonders nach den vor etwa einer Woche durchgeführten Deutschen Meisterschaften der Elite in Straubing. Dort wollte er sich eigentlich nur ein Bild über seine bisher getätigten namhaften Neuzugänge wie Diaz Kuzembaev, Erik Sokolov, Robert Harutyunyan, Kastriot Sopa, Slawa Kerber, Denis Radovan und Igor Teziev verschaffen. Es kam alles ein wenig anders.
Döring musste noch einmal aktiv werden. Verletzungen und Krankheiten von einigen seiner engagierten Faustkämpfer ließen ihm keine andere Wahl. So kann er sich in zwei Gewichtsklassen auf weitere Thüringer Unterstützung freuen. Als Neuzugang bereits gemeldet war der Weimarer Amet Eminovic im Leichtgewicht. Vom PSV Erfurt kommt Alrazur Dadaev (Mittelgewicht), aus Mühlhausen verstärkt Alan Didigov (Bantamgewicht) das Team.
Das Kontingent mit vier Einfliegern schöpft der NSV ebenfalls aus. Neben dem Publikumsliebling Balázs Bacskai (Ungarn) und Clarence Goyeram (Schweden) stehen mit dem polnischen Meister Mateusz Tryc und Vladimir Ivanov (Russland) zwei weitere Hochkaräter auf der Mannschaftsliste. Vladimir hatte am Donnerstag einen Termin am Konsulat, um sein Visum zu beantragen. Bis zum 29. Oktober soll es da sein, so dass er für uns im ersten Saisonkampf im Superschwergewicht im Ring stehen könnte, hofft Döring auf einen möglichen Einsatz.
Als Alternative steht Rückkehrer Johann Witt in der obersten Gewichtsklasse noch nicht bereit. Er hat nach den nationalen Meisterschaften um eine Regenerationspause gebeten, sagt Döring zur wohl überraschendsten Neuverpflichtung. Berufsbedingt hatte Witt eine Rückkehr in die Bundesliga schon ausgeschlossen. Zumal er auch nicht mehr zu den geförderten Athleten gehört. Sein starker Auftritt bei den Landesmeisterschaften brachte den 27-Jährigen ins Grübeln. Ihn hat dann wohl der Ehrgeiz gepackt, dass er es nochmal wissen will, schätzt Döring ein. Bei den nationalen Titelkämpfen meldete er sich eindrucksvoll zurück, er wurde erst im Halbfinale durch Ali Kiydin nur knapp nach Punkten besiegt. Sein Auftritt überzeugte einmal mehr Döring, der Witt für seine wohl letzte Bundesligasaison engagierte.
Tobias Tatai (Foto: privat)
Ebenfalls im Superschwergewicht kommt mit Max Keller ein junger Sportler in die Rolandstadt, der in Straubing die Silbermedaille gewann. Er ist ein guter Technik, ein ehrgeiziger Sportler und hat im Meisterschaftsfinale gegen Ali Kiydin keine schlechte Figur im Ring abgegeben, sagt Döring, der ihn als Jungen für die Zukunft bezeichnet. Ein Einsatz des Aacheners in der Bundesliga rückt immer näher, zuvor war er beim Boxring Hanau in der 2. Liga aktiv. Er freut sich auf Nordhausen, er wartet auf seine Chance, freut sich Döring über den jungen Wilden. Ebenso groß ist die Freude über eine Verpflichtung, die ihn an seine alte Wirkungsstätte zurückführt. Nach Witt wird auch Tobias Tatai (Leichtgewicht) wieder für die Nordhäuser die Boxhandschuhe überstreifen. Steht er im Ring, wird vor allem das Publikum gefordert sein. Er lässt sich gern vom Publikum mitreißen, er braucht es einfach auch, sagt Döring, der sich vom Auftritt Tatais bei der DM angetan zeigte und ihn zum NSV lotste.
Im Weltergewicht wird Cihan Calik zukünftig für den NSV in den Ring steigen. Unvergessen der Auftritt des ehemaligen Velberters, der sich in der abgelaufenen Serie mit seinem Team beim NSV einen spektakulären Kampf mit Angelo Welp lieferte. Nachdem Welp schon die ersten beiden Runden verlor und zweimal angezählt wurde, kämpfte er sich zurück, landete ein atemberaubendes Comeback und setzte Treffer um Treffer. Doch die Punktrichter entschieden auf ein knappes 2:1 Urteil für Calik.
Qualitativ und quantitativ hat sich der NSV weiterhin gut verstärkt. Es bleibt zu hoffen, dass Döring bis zum Bundesligastart keine weiteren Hiobsbotschaften erreichen und er dann seine Wunschaufstellung an den Start schicken kann.



