Mo, 09:39 Uhr
21.05.2001
nnz-Forum: Konfrontationskurs ist unerträglich
Nordhausen (nnz). In der Diskussion um den Inhalt eines Mitteilungsblattes der Jungen Union (JU) hat sich jetzt die Stadtratsfraktion der Demokratischen Mitte eingeschaltet. nnz veröffentlicht die Stellungnahme der Fraktion:
Der Konfrontationskurs gegen die Oberbürgermeisterin Frau Rinke geht in eine Runde, diesmal inszeniert von der Jungen Union mit Schützenhilfe ihres Vorsitzenden und Stadtratsmitglied, Herrn Becker von der CDU. 'Jugendgemäße Sprache' ist zwar verständlich und nachvollziehbar, darf aber nicht dahingehend ausarten, mit Begriffen zu operieren, die nicht zu unserem Sprachvokabular gehören. Wenn man sich in die Politik einmischen will, sollte man den politischen Stil und deren Spielregeln wahren. Politik lebt vom Streit, das heißt aber noch lange nicht, daß man in einer politischen Auseinandersetzung Wörter wie 'stürmen' und 'Terror' gebraucht (Unsere Kinder im Alter von 10, 11, 14 und 21 Jahren gebrauchen dieser Wörter übrigens nicht). Selbst aus den Reihen der CDU des Stadtrates wurde Unverständnis über das Verhalten der JU geäußert.
Die Äußerungen von Herrn Becker in seinem Leserbrief in der nnz (18. 5.) gegenüber der Oberbürgermeisterin sind beleidigend und eines Stadtratsmitgliedes unwürdig. Er trennt in den Ausführungen bürgerschaftliches Engagement in seinem Ehrenamt bei der JU und seine Tätigkeit als Mitglied des Stadtrates. Dies ist für uns unverständlich und läßt Zweifel an der politischen Verantwortung gegenüber den Bürgern der Stadt aufkommen. Die in den letzten Wochen stark strapazierte Stimmung gegenüber Frau Rinke wird damit weiter angeheizt und hält uns von der Lösung anstehender Probleme ab.
Wenn schon Herr Becker als Vorsitzender der Jungen Union den Inhalt eines Mitgliederbriefes angeblich nicht genau kannte, hätten wir von ihm als Stadtratsmitglied erwartet, daß er politisch verantwortlich damit umgeht und nicht noch Schärfe in diese Angelegenheit bringt.
Klaus Gorges, Fraktionsvorsitzender
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDer Konfrontationskurs gegen die Oberbürgermeisterin Frau Rinke geht in eine Runde, diesmal inszeniert von der Jungen Union mit Schützenhilfe ihres Vorsitzenden und Stadtratsmitglied, Herrn Becker von der CDU. 'Jugendgemäße Sprache' ist zwar verständlich und nachvollziehbar, darf aber nicht dahingehend ausarten, mit Begriffen zu operieren, die nicht zu unserem Sprachvokabular gehören. Wenn man sich in die Politik einmischen will, sollte man den politischen Stil und deren Spielregeln wahren. Politik lebt vom Streit, das heißt aber noch lange nicht, daß man in einer politischen Auseinandersetzung Wörter wie 'stürmen' und 'Terror' gebraucht (Unsere Kinder im Alter von 10, 11, 14 und 21 Jahren gebrauchen dieser Wörter übrigens nicht). Selbst aus den Reihen der CDU des Stadtrates wurde Unverständnis über das Verhalten der JU geäußert.
Die Äußerungen von Herrn Becker in seinem Leserbrief in der nnz (18. 5.) gegenüber der Oberbürgermeisterin sind beleidigend und eines Stadtratsmitgliedes unwürdig. Er trennt in den Ausführungen bürgerschaftliches Engagement in seinem Ehrenamt bei der JU und seine Tätigkeit als Mitglied des Stadtrates. Dies ist für uns unverständlich und läßt Zweifel an der politischen Verantwortung gegenüber den Bürgern der Stadt aufkommen. Die in den letzten Wochen stark strapazierte Stimmung gegenüber Frau Rinke wird damit weiter angeheizt und hält uns von der Lösung anstehender Probleme ab.
Wenn schon Herr Becker als Vorsitzender der Jungen Union den Inhalt eines Mitgliederbriefes angeblich nicht genau kannte, hätten wir von ihm als Stadtratsmitglied erwartet, daß er politisch verantwortlich damit umgeht und nicht noch Schärfe in diese Angelegenheit bringt.
Klaus Gorges, Fraktionsvorsitzender
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.

