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Do, 15:37 Uhr
28.08.2014

Kunst für kahle Wände

In der Kulturbibliothek wird kurz vor der Eröffnung letzte Hand angelegt. Nach der Generalprobe wurden heute die letzten künstlerischen Highlights des Hauses offiziell übergeben...

"Es ist eine meiner wichtigsten Arbeiten", erklärte heute Gerd Mackensen, der sich erfreut zeigte, das sein Werk "Fluss auf" zukünftig das neue Bürgerhaus schmücken wird. "In guter Tradition" wurde der "I-Punkt" des Hauses, durch die Nordhäuser Energieversorgung gespendet, hob Oberbürgermeister Klaus Zeh hervor.

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Zur offiziellen Übergabe waren die Geschäftsführer der EVN Hans-Peter Dörflinger und Rolf Göppel erschienen. "Wir wollten unseren Beitrag zur Kultur leisten", sagte Dörflinger, "und das Bild hat auch einen Bezug zu uns selbst, stellt es doch Energie im Fluss dar".

Neben dem Werk Mackensens beherbergt der Komplex aus Ratsgebäude und Bibliothek auch die Schöpfungen anderer Künstler. Vor dem Ratssaal schmücken Werke von Klaus-Dieter Kerwitz und dem Franzosen Patrick Degli-Esposti, aus Nordhausens Partnerstadt Charleville Mézières, die Wände. Letzere waren der Stadt 2004 anlässlich des Jubiläums der Städtepartnerschaft geschenkt worden und stellen eine Hommage an das Schaffen Arthur Rimbauds dar.

v.l.: Martin Höfer, Gerd Mackensen, Dr. Klaus Zeh, Hans-Peter Dörflinger, Hannelore Haase, Rolf Göppel (Foto: Angelo Glashagel) v.l.: Martin Höfer, Gerd Mackensen, Dr. Klaus Zeh, Hans-Peter Dörflinger, Hannelore Haase, Rolf Göppel (Foto: Angelo Glashagel)

Auch andere, kleinere Kunstwerke von Heinz Scharr und Günther Groh wurden im Haus verteilt. Das ein Mackensen den Innenraum ziert, ist auch Martin Höfers Verdienst, denn er hatte die Idee angestoßen und mit der EVN Kontakt aufgenommen. "Gerd Mackensen ist der älteste Nordhäuser Künstler", sagte Höfer, "es war wichtig das auch er hier einen Platz findet".

"Fluss auf" sei eines seiner wichtigsten Werke, sagte Gerd Mackensen (Foto: Angelo Glashagel) "Fluss auf" sei eines seiner wichtigsten Werke, sagte Gerd Mackensen (Foto: Angelo Glashagel)

Neben der Begutachtung der Kunstwerke fanden die Gäste auch Zeit, das Haus vor der Eröffnung noch einmal unter Augenschein zu nehmen. Im Vergleich zur Generalprobe der Bibliothek am Dienstag ist einiges geschehen. Schriftzüge wurden angebracht, der Platz macht einen erhabenen, wenn auch noch etwas unbelebten Eindruck und die Spuren der Bauarbeiter und Handwerker verschwinden zusehends. Noch bleiben zwei Tage bis zur Eröffnung am Samstag, um zehn Uhr.
Angelo Glashagel
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Kunst für kahle Wände (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red

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Kommentare
Luftikus
28.08.2014, 21:33 Uhr
Wo ist denn die Kulturbibliothek?
Liebe Redaktion,
wir haben in Nordhausen keine Kulturbibliothek! Oder meinen Sie die Bibliothek Rudolf Hagelstange? Oder sind es die letzten Vorbereitungen im Bürgerhaus?
I.H.
28.08.2014, 22:08 Uhr
Egal wie die den Klotz offiziell nennen
Für mich ist und bleibt das die Kubibo. Klasse, dass hier Werke von Mackensen und von Großmeister Günther Groh, der Generationen von Nordhäuser Eleven die Kunst erlernte oder näher brachte, jetzt in der Kubibo hängen!

So hat dieser Betonklotz wenigstens eine gute Seite. Gut gemacht Frau Haase! Hatte schon Angst, dass das ein Wallfahrtsort für Nikolausanhänger wird.;)
Zukunft
28.08.2014, 22:20 Uhr
Übrig
Hoffentlich hat die Stadt dann noch Geld für die Anschaffung der aktuellsten Bücher übrig und muss nicht mehrere Jahre warten, bis diese zu verbilligten Preisen erhältlich sind. Aber es gibt ja dann ein Buchhaus, welches sicher aus der "Patsche" hilft.

Gespannt kann der Bürger dieser Stadt auch sein, wie das Kunsthaus, der Tabakspeicher und die Flohburg um Aufmerksamkeit ringen werden. Die Angebote werden sich, wahrscheinlich natürlich kostenfrei, überschlagen. Es ist ja unmöglich, das die Politik eingesteht, dass drei "Hochkaräter", in der Unterhaltung für eine Stadt wie Nordhausen nicht zu halten sind. Dazu kommt noch das Theater. Wer soll das alles bezahlen? Wer will das alles bezahlen, womöglich für kleine Gruppe interessierter.
othello
29.08.2014, 00:42 Uhr
Gott wird seinen Platz finden !
Wallfahrtsort für Nikolausanhänger wird befürchtet ? Warten sie ab ! Es wird noch, wenn erst mal das Reformationsjahr richtig eingeläutet wird. Soweit ist es noch nicht. Voller Freude werde ich auf Luthers Spuren wandeln, in dem Bürgerhaus. Und ein Buchhausinhaber wird mit Spenden und Lesungen zum Reformationsjahr aufwarten können.

Gott wird seinen Platz im Bürgerhaus finden, davon bin ich zutiefst überzeugt. Es ist auch zu erwarten, dass eine ehemalige evangelische Bischöfin im Bürgersaal ihre Lobgesänge auf Luther ablassen kann, unter dem Beifall der hier ansässigen evangelischen Kirchengemeinde. Dieses ist ein Kern des gesamten Projekts Bürgerhaus. Wer ein Lutherdenkmal ernsthaft in Erwägung gezogen hat, wird die Möglichkeiten vollends nutzen um weiter Gottes Wort in angemessenen Rahmen zu verbreiten. Der Beifall der Stadtoberen ist ihnen gewiss. Meine Kritiker werden wieder sagen : Lass sie doch glauben was sie wollen ! Ja, dass können sie, aber bitte nicht in städtischen Gebäuden !
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