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Mo, 13:07 Uhr
04.08.2014

Mehr Knete durch Weiterbildung

Aufstiegsfortbildungen ermöglichen auch nach dem Berufsabschluss einen erfolgreichen Karriereweg. Das Engagement machte sich nicht zuletzt im Geldbeutel der Teilnehmer bemerkbar, wie die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammern zeigen...

Viele Hochschulen in Deutschland platzen angesichts der aktuellen Studierendenzahlen aus allen Nähten. Mit weit über einer halben Million Erstsemestern sind derzeit fast so viele Studien- wie Ausbildungsanfänger zu verzeichnen. Zugleich gibt es in vielen Branchen und Berufen Lehrstellen, die nicht besetzt werden können.

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„Das bedarfsgerechte Verhältnis von qualifizierten Fachkräften auf der einen und Akademikern auf der anderen Seite ist zunehmend gefährdet“, so Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Der Mangel an praktisch geschulten Facharbeitern drohe sich dadurch weiter zu verschärfen. „Nun gilt es, gerade junge Leute wieder stärker für den erfolgreichen Karriereweg der beruflichen Bildung zu begeistern“, fordert der IHK-Chef.

Dabei würden die aktuellen Zahlen für sich sprechen: Jährlich absolvieren rund 50.000 Personen bei den IHKs eine Prüfung der Aufstiegsfortbildung zum Fachwirt oder Industriemeister. Diese Qualifizierungen entsprächen mittlerweile dem Bachelorabschluss an einer Hochschule.

„Absolventen einer Aufstiegsfortbildung wollen vor allem beruflich weiterkommen“, erklärt Grusser. Ein kräftiges Gehaltsplus und Karrieresprünge seien dabei die Hauptmotive. Immerhin möchten nach den aktuellen Ergebnissen 63 Prozent der knapp 11.000 befragten Kursteilnehmer durch eine betriebsnahe Weiterbildung aufsteigen oder einen größeren Verantwortungsbereich übernehmen.

Zwei von fünf, der in Thüringen Befragten, wollen sich durch die berufliche Weiterbildung vor allem finanziell verbessern. „Und das Durchhaltevermögen und Engagement lohnt sich. 70 Prozent derjenigen, die von positiven Effekten ihrer Weiterbildung sprechen, konnten sich über mehr Gehalt freuen“, berichtet der IHK-Chef weiter. Einkommenszuwächse von monatlich bis zu 750,00 Euro wären dann nicht selten.

„Die hohe Bildungsbereitschaft der Menschen in unserem Land wird belohnt: In Thüringen erhielten in den Prüfungsjahren 2008 bis 2013 durchschnittlich nahezu 50 Prozent der Teilnehmer an Aufstiegsfortbildungen finanzielle Hilfe durch ein sogenanntes Meister-BAföG“, ermutigt Grusser alle Interessenten.

Die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen zahle sich aber auch für die Unternehmen aus. Knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer gaben an, dass für ihre berufliche Verbesserung kein Firmenwechsel erforderlich war. Den Betrieben gelinge es demnach, die motivierten, leistungsstarken Mitarbeiter an sich zu binden. „Gerade im Licht des aktuellen Akademisierungstrends und der hohen Abbrecherquoten“, sagt Grusser, „ist das ein wichtiges Signal an Schulabgänger, die vor der Entscheidung ‚Ausbildung oder Studium‘ stehen“.
Autor: red

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