Do, 10:52 Uhr
17.07.2014
Jeder Schritt zählt
Angesichts steigender Zahlen von Adopistas im Kindesalter soll mehr Bewegung in Thüringens Nachwuchs kommen. Der Landessportbund hat hierzu die Aktion "Schrittzähler" ins Leben gerufen. Diese Woche wurde der erste "Feldversuch" mit einer Klasse der Heringer Regelschule durchgeführt...
Nick ist 11 Jahre alt und hat auf seinem Auswertungsbogen die eindrucksvolle Zahl von 48.798 Schritten notiert - an einem Tag. Ein Ausflug zum Mansfelder Schloss mit anschließenden Spielen hatten ihm Beine gemacht. Wie Nick präsentierten die Kinder der Klassen 5a und 5b der Regelschule Heringen dem "Muskelkater", also dem Maskottechen des Landessportbundes (LSB) heute, wie gut sie zu Fuß waren in der vergangenen Woche. Es sei angemerkt das Nicks Zahlen deutlich über dem Durchschnitt lagen und vielleicht nicht zu hundert Prozent korrekt sind.
Seine Mitschüler machten am Tag eher um die 10.000 Schritte und mehr, etwa wenn Sport auf dem Programm stand. Ein Tag mit Fußballspiel etwa schlug mit gut 14.500 Schritten zu Buche. Die Kinder hatten vom LSB Schrittzähler bekommen, die Erschütterungen wahrnehmen und auf einem Display anzeigen. "Jeder Schritt im Alltag ist wichtig", sagte Anette Skujin, die für den Landessportbund heute die Auswertung des ersten Testlaufs begleitete. "Adopistas greift weiter um sich, auch bei den Kindern und wir wollen helfen, die Energiebilanz wieder auszugleichen", sagte sie.
Die Sportlehrerin der Klasse, Frau Haupt, gab dem Landessportbund recht. Die Vorraussetzungen der Kinder, gerade bei der Koordination, seien heute häufig schwächer ausgeprägt als früher, erläuterte die Lehrerin. Die Schrittzähler Aktion begrüßt sie und will die Ergebnisse zu Beginn des nächsten Schuljahres auch noch einmal im Unterricht auswerten. Aber Sport gehört nicht nur in die Schule. Gut die Hälfte der Thüringer Kinder sind, laut Skujin, in diversen Sportvereinen aktiv. Aus Sicht des LSB könnten es natürlich gerne mehr sein.
Im September soll das Projekt "Schrittzähler" im Rahmen des Themenjahres "Sport bewegt" in ganz Thüringen anlaufen werden. Elf Schulen hätten sich bereits angemeldet, so Skujin. Die Kinder protokollieren ihre gemachten Schritte und geben an, was sie an diesem Tag gemacht haben. "So kann man sehen, wie die Alltagsbewegung aussieht. Das interessiert auch die Erwachsenen", sagte Skujin. Am Ende werden Klassendurchschnitte gebildet und die aktivsten Klassen bekommen einen Preis.
Zwischen 8.000 und 10.000 Schritte seien normal, wobei Kinder noch mehr laufen als Erwachsene. Das zeigte sich auch bei den Zahlen der Kinder: an den Projekttagen kamen bei vielen 17.000 Schritte und mehr zusammen. An Tagen, an denen "nichts" gemacht wurde, waren es hingegen nur 500 bis 2500 Schritte.
Den Abschluss der Testphase konnten die Schüler auch gleich sportlich begehen. Am frühen morgen war man zum gut versteckten Uthleber Freibad gewandert. Hier wartete nicht nur das kühle Nass, sondern auch die Judokas aus Heringen, der Uthleber Schützenverein und der Kreissportbund auf die Wanderer.
Angelo Glashagel
Autor: redNick ist 11 Jahre alt und hat auf seinem Auswertungsbogen die eindrucksvolle Zahl von 48.798 Schritten notiert - an einem Tag. Ein Ausflug zum Mansfelder Schloss mit anschließenden Spielen hatten ihm Beine gemacht. Wie Nick präsentierten die Kinder der Klassen 5a und 5b der Regelschule Heringen dem "Muskelkater", also dem Maskottechen des Landessportbundes (LSB) heute, wie gut sie zu Fuß waren in der vergangenen Woche. Es sei angemerkt das Nicks Zahlen deutlich über dem Durchschnitt lagen und vielleicht nicht zu hundert Prozent korrekt sind.
Seine Mitschüler machten am Tag eher um die 10.000 Schritte und mehr, etwa wenn Sport auf dem Programm stand. Ein Tag mit Fußballspiel etwa schlug mit gut 14.500 Schritten zu Buche. Die Kinder hatten vom LSB Schrittzähler bekommen, die Erschütterungen wahrnehmen und auf einem Display anzeigen. "Jeder Schritt im Alltag ist wichtig", sagte Anette Skujin, die für den Landessportbund heute die Auswertung des ersten Testlaufs begleitete. "Adopistas greift weiter um sich, auch bei den Kindern und wir wollen helfen, die Energiebilanz wieder auszugleichen", sagte sie.
Die Sportlehrerin der Klasse, Frau Haupt, gab dem Landessportbund recht. Die Vorraussetzungen der Kinder, gerade bei der Koordination, seien heute häufig schwächer ausgeprägt als früher, erläuterte die Lehrerin. Die Schrittzähler Aktion begrüßt sie und will die Ergebnisse zu Beginn des nächsten Schuljahres auch noch einmal im Unterricht auswerten. Aber Sport gehört nicht nur in die Schule. Gut die Hälfte der Thüringer Kinder sind, laut Skujin, in diversen Sportvereinen aktiv. Aus Sicht des LSB könnten es natürlich gerne mehr sein.
Im September soll das Projekt "Schrittzähler" im Rahmen des Themenjahres "Sport bewegt" in ganz Thüringen anlaufen werden. Elf Schulen hätten sich bereits angemeldet, so Skujin. Die Kinder protokollieren ihre gemachten Schritte und geben an, was sie an diesem Tag gemacht haben. "So kann man sehen, wie die Alltagsbewegung aussieht. Das interessiert auch die Erwachsenen", sagte Skujin. Am Ende werden Klassendurchschnitte gebildet und die aktivsten Klassen bekommen einen Preis.
Zwischen 8.000 und 10.000 Schritte seien normal, wobei Kinder noch mehr laufen als Erwachsene. Das zeigte sich auch bei den Zahlen der Kinder: an den Projekttagen kamen bei vielen 17.000 Schritte und mehr zusammen. An Tagen, an denen "nichts" gemacht wurde, waren es hingegen nur 500 bis 2500 Schritte.
Den Abschluss der Testphase konnten die Schüler auch gleich sportlich begehen. Am frühen morgen war man zum gut versteckten Uthleber Freibad gewandert. Hier wartete nicht nur das kühle Nass, sondern auch die Judokas aus Heringen, der Uthleber Schützenverein und der Kreissportbund auf die Wanderer.
Angelo Glashagel
















