Do, 18:55 Uhr
10.07.2014
Zwei auf einen Streich
Das Leben eines Lokaljournalisten kann mitunter recht "hart" sein. Heute jedoch gelang es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen...
Es war Nachmittag, kurz nach 15 Uhr. Termin Rathausplatz. Die LINKE im Wahlkampfmodus. Alles in Rot: Schirm, Sitzgelegenheiten, Wahlkampfstand. Dietmar Bartsch, einer der profiliertesten LINKEN in dieser Republik, wollte die Nordhäuser Genossen in ihrem Ansinnen unterstützen, irgendwann in diesem Herbst in Thüringen Regierungsverantwortung zu übernehmen.
15.30 Uhr: Die Genossen und die Presse warteten. Auf Bartsch. Der sei noch auf Tour, im Südharz-Klinikum. Also muntere Gespräche mit hiesigen Genossen zur politischen Klein- und Großwetterlage.
15.45 Uhr: So langsam aber sicher nähern sich Christdemokraten und Sozialdemokraten dem roten Stand. Nur von Bartsch immer noch keine Spur, Ängste werden registriert, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion könne im Klinikum "was passiert" sein.
15.50 Uhr: Die SPDler und CDUler sind Mitglieder des Nordhäuser Hauptausschusses. Ach, ja, der tagt heute auch noch. Also rauf ins Europazimmer des Rathauses.
16.00 Uhr: Jetzt beginnt die Sitzung des Hauptausschusses, die eigentlich nur einen Tagesordnungspunkt für den Teil der Bevölkerung hat, den man als Öffentlichkeit bezeichnet - nämlich NICHTS. Das NICHTS ist in 12 Minuten vorbei, damit wird der Sitzungsrekord eingestellt, den jahrelang der Kreisausschuss innehatte.
16.15 Uhr: Die LINKE wartet noch immer - auf den Mann aus Meck-Pomm und beginnt mit dem Verzehren und Anbieten der Muffins.
16.30 Uhr: Jetzt kommt Dietmar Bartsch in Begleitung der beiden Direktkandidatinnen für den Thüringer Landtag, Katja Mitteldorf und Angela Hummitzsch. Doch erst muss noch telefoniert werden - wegen der WM in Brasilien. Dann findet Bartsch doch noch Zeit, um mit den beiden Journalisten zu plaudern. Beeindruckt sei er vom Südharz-Klinikum. "Hier zeigt sich anschaulich, dass kommunale Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten können. Nordhausen ist der Beweis, das sie es können", sagt er. Beeindruckt ist der Mann auch von der Deusa in Bleicherode, die er zuvor, also vermutlich am frühen Nachmittag besucht hatte.
Bartsch ist nicht das erste Mal in Nordhausen, in Thüringen. Doch ihm scheint in diesem Jahr diese Präsenz besonders wichtig. "Wir wollen die CDU endlich von ihrer Regierungsverantwortung entbinden, wir wollen kein Experimentierfeld aufmachen, sondern Regierungs- und Gestaltungsverantwortung übernehmen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir es besser können. Für sie".
16.45 Uhr: Jetzt ist der Wahlkampfstand komplett. Man wartet auf den oder die Wähler. Minuten später geht der erste Gewitterguss runter. Ein interessanter Nachmittag neigt sich dem Ende entgegen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redEs war Nachmittag, kurz nach 15 Uhr. Termin Rathausplatz. Die LINKE im Wahlkampfmodus. Alles in Rot: Schirm, Sitzgelegenheiten, Wahlkampfstand. Dietmar Bartsch, einer der profiliertesten LINKEN in dieser Republik, wollte die Nordhäuser Genossen in ihrem Ansinnen unterstützen, irgendwann in diesem Herbst in Thüringen Regierungsverantwortung zu übernehmen.
15.30 Uhr: Die Genossen und die Presse warteten. Auf Bartsch. Der sei noch auf Tour, im Südharz-Klinikum. Also muntere Gespräche mit hiesigen Genossen zur politischen Klein- und Großwetterlage.
15.45 Uhr: So langsam aber sicher nähern sich Christdemokraten und Sozialdemokraten dem roten Stand. Nur von Bartsch immer noch keine Spur, Ängste werden registriert, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion könne im Klinikum "was passiert" sein.
15.50 Uhr: Die SPDler und CDUler sind Mitglieder des Nordhäuser Hauptausschusses. Ach, ja, der tagt heute auch noch. Also rauf ins Europazimmer des Rathauses.
16.00 Uhr: Jetzt beginnt die Sitzung des Hauptausschusses, die eigentlich nur einen Tagesordnungspunkt für den Teil der Bevölkerung hat, den man als Öffentlichkeit bezeichnet - nämlich NICHTS. Das NICHTS ist in 12 Minuten vorbei, damit wird der Sitzungsrekord eingestellt, den jahrelang der Kreisausschuss innehatte.
16.15 Uhr: Die LINKE wartet noch immer - auf den Mann aus Meck-Pomm und beginnt mit dem Verzehren und Anbieten der Muffins.
16.30 Uhr: Jetzt kommt Dietmar Bartsch in Begleitung der beiden Direktkandidatinnen für den Thüringer Landtag, Katja Mitteldorf und Angela Hummitzsch. Doch erst muss noch telefoniert werden - wegen der WM in Brasilien. Dann findet Bartsch doch noch Zeit, um mit den beiden Journalisten zu plaudern. Beeindruckt sei er vom Südharz-Klinikum. "Hier zeigt sich anschaulich, dass kommunale Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten können. Nordhausen ist der Beweis, das sie es können", sagt er. Beeindruckt ist der Mann auch von der Deusa in Bleicherode, die er zuvor, also vermutlich am frühen Nachmittag besucht hatte.
Bartsch ist nicht das erste Mal in Nordhausen, in Thüringen. Doch ihm scheint in diesem Jahr diese Präsenz besonders wichtig. "Wir wollen die CDU endlich von ihrer Regierungsverantwortung entbinden, wir wollen kein Experimentierfeld aufmachen, sondern Regierungs- und Gestaltungsverantwortung übernehmen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir es besser können. Für sie".
16.45 Uhr: Jetzt ist der Wahlkampfstand komplett. Man wartet auf den oder die Wähler. Minuten später geht der erste Gewitterguss runter. Ein interessanter Nachmittag neigt sich dem Ende entgegen.
Peter-Stefan Greiner








