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Mi, 13:45 Uhr
09.07.2014

Die Wirkungen der Wende

Wie verkraften die ostdeutschen Stadtwerke die Auswirkungen der Energiewende? Das ist nur eine Frage, die einer Beantwortung während der Landesveranstaltung des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE) harrt. Veranstaltet wird die Tagung am Nachmittag in den Nordhäuser Stadtwerken...


In einer vorherigen Befragung in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bekamen die Novellierung des EEG sowie die politische Umsetzung dieses Prozesses insgesamt schlechte Noten seitens der kommunalen Unternehmen attestiert.

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60 Prozent antworteten mit befriedigend, darunter auch die Nordhäuser Stadtwerke, 40 Prozent mit mangelhaft. Sichtbar geworden ist dabei auch, das bei zunehmenden Rufen nach Energieeffizienz nicht nur die Energieerzeuger selbst, sondern zum Beispiel auch die Wohnungsunternehmen eine zentrale Rolle einnehmen.

Ähnlich unbefriedigende Noten gab es auch hinsichtlich einer Kooperation zwischen den Unternehmen. Das zum Beispiel will das Verbundnetz ändern und will auf ein Umdenken hinwirken. Zum Beispiel hinsichtlich der Etablierung von Netzwerken.

Rita Hartmann, eine Abteilungsleiterin im Thüringer Innenministerium, sieht in der künftigen Zusammenarbeit einen richtigen Weg in die Zukunft, um die Daseinsvorsorge für die Menschen mittel- und langfristig zu sichern. Diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit wird vom Innenministerium unterstützt und gefördert, sagte die Fachfrau für Kommunale Angelegenheiten. Mathias Hartung, der Geschäftsführer der Stadtwerke, sieht denn auch Potentiale einer solchen Zusammenarbeit bis in die Region hinein.

Prof. Dr. Michael Schäfer von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde konstatierte, dass die Politik verlässliche und stabile Rahmenbedingungen für Erzeuger von Energie vorgeben sollte. Seitens der Nordhäuser Stadtwerke sollten nicht nur die erneuerbaren Energien im Fokus des politischen Handelns stehen, sondern auch die traditionellen Energieformen.

Neben den Potentialen gibt es auch die Risiken, denen man sich wappnen soll und muss. Da wäre zum Beispiel die erfolgte Liberalisierung des Energiemarktes. Überzeugen der Kunden, dass regionalen Energieerzeuger eben für die Region gut sind, da die Ergebnisse ihrer Wertschöpfung in der Region auch in der Region verbleiben.

Ein anderes Streitfeld liegt im Regulierungsbereich. Welche Kosten, die beim Netzausbau anfallen, können denn auch geltend gemacht werden? Vorteile haben die effizient arbeitenden Unternehmen, wie die EVN, sagte Hartung, doch auch hier sieht er ein Zurückgehen der Erlöse. Es müssen deshalb alle Möglichkeiten eines Gegensteuerns in Betracht gezogen werden. Ein Beispiel ist der Ersatz von Erdgas durch Biogas. Vielleicht sei es auch der Einstieg in die Telekommunikation. Vielleicht?

Was die Zukunft bringt, ist momentan noch eine Vision, muss mittelfristig aber Realität werden und bedarf einer verlässlichen Begleitung seitens der Politik. Im kommunalen Bereich wie in der Landes- oder Bundespolitik.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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