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Di, 14:03 Uhr
01.07.2014

Das wird spannend

Morgen werden die 36 Nordhäuser Stadträte zur ersten "heißen" Sitzung in dieser Legislaturperiode zusammenkommen. Und schon der Blick auf den ersten Teil der Tagesordnung verspricht ordentlichen Zündstoff. Schließlich geht es um Personalien...


Im Mittelpunkt stehen dort die Wahlen zum Präsidenten der Stadtratssitzung sowie zu den beiden ehrenamtlichen Beigeordneten. Obwohl diese Posten nicht unbedingt mit viel Machtfülle, dafür mit viel ehrenamtlicher Arbeit ausgestattet sind, werden hier erste politische Duftmarken gesetzt. Wer mit wem, wer gegen wen - diese Fragen könnten bereits annähernd beantwortet werden. Welche Szenarien gibt es?

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Für die Leitung der Stadtratssitzungen gibt es laut Aussage von SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Wieninger das Vorschlagsrecht für die stärkste Fraktion. Nach der Anzahl der Stimmen, die auf die Partei abgegeben wurden, ist das die CDU, obwohl die und die SPD über jeweils elf Mandate verfügen. "Wir respektieren das", sagt Wieninger. Namen werden nicht genannt, wohl aber waberte der bisherige Stadtrats-Versammlungsleiter Dr. Maximilian Schönfelder durch den politischen Raum.

Doch was bis gestern galt, das muss heute nicht mehr gelten, denn just soll Schönfelder für den Posten des ersten ehrenamtlichen Beigeordneten seitens der SPD ins Spiel gebracht werden. Das ist vermutlich für die CDU nicht verhandelbar. Auch nicht für die LINKE, die mit der Arbeit von Manfred König (CDU) in der vorherigen Legislatur überaus zufrieden war, was LINKE-Fraktionsvorsitzende Barbara Schencke der nnz bestätigte.

Doch die Personal-Rochade hat eigentlich einen anderen Hintergrund: Vor Wochen soll es einen Friedensgipfel zwischen den Fraktionen gegeben haben, in der sich die "drei Großen" auf Schönfelder geeinigt haben sollen. Seit gestern gilt zumindest die Zusage der CDU nicht mehr. Norbert Klodt bestätigt das gegenüber der nnz, nennt aber nicht die Gründe. Derweil Teile der SPD gesprächiger sind. Der Stadtratsfrieden sei gefährdet, weil namens der SPD-Fraktion wieder ein Verfahren gegen Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU) in Gang gebracht worden sein soll. Drei Tage nach der Wahl, am 28. Mai. Selbst innerhalb der Nordhäuser Sozialdemokratie spricht man von Sandkastenspielen der Herren Wieninger und Jendricke und ist aufgebracht. Heute soll das alles auf einer Fraktionssitzung geklärt werden.

Wenn die SPD schon nicht mit einem ersten hauptamtlichen Beigeordneten am Regierungstisch im Nordhäuser Rathaus sitzen kann, dann eben mit dem zweiten Beigeordneten. Denk man bei den Sozialdemokraten. Das allerdings könnte nicht so einfach werden, denn mit Peter Uhley bringt die LINKE ebenfalls einen Kandidaten wahrscheinlich ins Rennen. Deren Argumente könnten die Parteilosigkeit Uhleys und dessen fast 900 Stimmen bei der Wahl am 25. Mai sein.

Obwohl es vermutlich eine Neuauflage der Stepel-Koalition nicht mehr geben wird - eines ist unter CDU, LINKE und FDP usus: Eine Barbara Rinke ist weder als Versammlungsleiterin noch als ehrenamtliche Beigeordnete vermittelbar. Und der hoch und heilig beschworene Frieden ist gebrochen, bevor die Gespräche eine inhaltlicher Natur haben. Für die "Neuen" im Stadtrat ist das gleich der richtige Einstieg in der Beantwortung der Frage, worum es in der Politik geht?
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
altmeister
01.07.2014, 16:00 Uhr
Absehbar
Nach dem Ergebnis der Wahl und dem Einzug von Frau Rinke in den Stadtrat, war abzusehen, was im Stadtrat und Rathaus abgehen wird.
Eine Annäherung und gemeinsames Arbeiten war da klar auszuschließen, wer sich solche Hoffnungen gemacht hat, sollte weiter träumen, aber keine Stadt regieren.
Es ist zu wünschen, dass sich endlich Personen finden, welche auch mal Rückgrat zeigen und nicht dem Personenkult verfallen sind, um wieder richtig vernünftige Politik in der Stadt zu machen, egal in welcher Partei!
Rainer H.
01.07.2014, 20:10 Uhr
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Oberbürgermeister
Wie krank muss ein Hirn sein? Statt sachlicher kommunalpoltischer Arbeit macht die SPD da weiter, wo sie sich seit 2012 eingefahren haben. Dienstaufsichtsbeschwerden! Wie man hinter vorgehaltener Hand erzählt, soll die SPD ca. 20 Beschwerden bzw. Anzeigen gegen den Oberbürgermeister losgetreten haben. Da brauch man sich nicht wundern, wenn im Rathaus die Stimmung im Keller ist, wenn die letzten zwei Jahre davon die Rede war, den Bürgermeister Jendericke aus dem Amt zu entfernen. Nun haben sich aber die SPD Genossen selbst aus dem Rennen katapultiert. Die ewigen Nicker und Leisetreter dieser Fraktion haben jetzt die Zeche zu zahlen. Jetzt wäre die Zeit gekommen in der SPD aufzuräumen. Beseitigt die Störenfriede und Einzelgänger und es wird eine sachliche Politik in dieser Stadt geführt.
Hans Dittmar
01.07.2014, 20:51 Uhr
Nordhäuser SPD aus dem Rennen?
Liebe NNZ! Das hinter so einer Überschrift so eine Hammermitteilung stekt hätte ich nicht vermutet.

Aber ich denke die SPD steht hier vor einer Zerreißprobe. Mich würde ja mal interessieren was dem Oberbürgermeister 3 Tage nach der Wahl vozuwerfen ist.
Es war ja auch ein richtig fairer und sachlicher Wahlkampf er SPD.
Da stellt Frau Rinke den ordentlich einberufenen Ausschuss für die Kulturbibliothek in FRage, über Ihre Anwälte hat Sie mitteilen lassen, dass Sie angehört werden müssen, das Landratsamt stellte vorläufig fest, keiner hätte gehört werden müssen.

Dann bestellt Herr Jendricke den Datenschutzbeauftragten (SPD Mitglied) ins Rathaus, der bestellt dazu gleich das MDR Fernsehen, welcher peinlicherweise eine Stunde frühe da ist und dadurch alles auffliegt. Dann werden Karikaturen von der SPD veröffentlicht auf den ein erdrosselter Vogel am Galgen hängt, den die SPD mit Dr. Zeh vergleicht. Und so weiter....
Mit welchen Themen ist die SPD eigentlich in den Wahlkampf gegangen?

Betrachtet man die Vergangenheit des Herrn Jendricke im Landratsamt, dort hat er auch statt sachlicher Arbeit mit Dienstaufsichtsbeschwerden gegen seinen Vorgesetzten dem Landrat gearbeitet. Gebracht hat es nichts, außer Unfrieden im Haus.
-Insider-
01.07.2014, 21:58 Uhr
es
ist beschämend, wenn man sieht was in der politik dieser stadt los ist. allerdings haben es die bürger dieser stadt ja auch so am 25.05.14 gewählt - alte kader, deren wichtitigstes problem es ist, wer welchen gut dotierten aufsichtsratposten bekommt und wer gegen wen hetzen darf.
Roland82
01.07.2014, 22:44 Uhr
Neuanfang?
So sieht also der "Neuanfang" der SPD aus! 3 Tage nach der Wahl eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den OB!!Und wie man hört, war es wieder ein Alleingang der Herren Wieninger und Jendricke!!

Unglaublich! Wo sind die ehrlichen Leute in der SPD?? Schönfelder, Rathenau, Müller, Schelenhaus: Wacht endlich auf und handelt!!!!! Welche Rolle spielt eigentlich Frau Rinke?? Und worum ging es eigentlich in der Dienstaufsichtsbeschwerde???
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