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Do, 22:54 Uhr
05.06.2014

Ring frei für Runde zwei

Die zweite Runde zum Stadtentwicklungskonzept wurde heute Abend am Herder-Gymnasium eröffnet. Wieder waren zahlreiche Nordhäuser aus verschiedenen Bereichen dazu aufgefordert, sich Gedanken um die Zukunft der Stadt zu machen und zu diskutieren...

Ein kurzer Rückblick: Anfang Mai fand die erste große Veranstaltung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) statt. Damals saßen knapp 70 Männer und Frauen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, den sozialen Einrichtungen, dem Wohnungsbau, Banken, Bildungseinrichtungen und Vereinen zusammen. Unter Moderation des Stadtplanungsbüros GRAS aus Dresden trug man zusammen, was gut sei an Nordhausen und was verbessert werden müsse.

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Vierzehn Themenschwerpunkte wurden herausgearbeitet, wobei „Wirtschaft und Finanzen“ die meiste Aufmerksamkeit bekam und von den Anwesenden zu gleichen Teilen gut wie schlecht bewertet wurden. Direkt darauf folgte der leicht euphemistisch betitelte Punkt „Kommunikation“. Hier hatten die Teilnehmer ausschließlich negative Statements abgegeben und zum Beispiel eine „negative Grundstimmung“ der Nordhäuser und „politische Grabenkämpfe“ als Hemmnis für eine positive Stadtentwicklung formuliert. Am wenigsten Aufmerksamkeit bekam damals das Thema „Sport und Gesundheit“

Im Mai ging es vor allem darum, Eindrücke und Ideen zu sammeln. Für Diskussionen war da nicht viel Raum. Das war während der zweiten Sitzung anders. Auf Basis der Ergebnisse des ersten Workshops wurden acht kleinere Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet, in denen ein reger Erfahrungs- und Meinungsaustausch möglich war. Im Vorfeld hatten sich die Teilnehmer für eine der AG’s entscheiden müssen. Interessant hierbei war, das dass Thema „Wirtschaft“ mit nur sieben Teilnehmern eine der am wenigsten gefragten Gruppen war. Die meisten Anwesenden, insgesamt 18, wollten lieber über Stadtbild, Verkehr und Zentrum reden, direkt gefolgt von den Themenkomplexen „Kultur, Tourismus, Bildung“ und „Kommunikation“ mit jeweils 12 Interessenten.

Dieses Mal wurde in Gruppen gearbeitet (Foto: Angelo Glashagel) Dieses Mal wurde in Gruppen gearbeitet (Foto: Angelo Glashagel)
Die Gruppenarbeit sollte der genaueren Zielfindung dienen. In der gut besuchten AG „Stadtbild und Verkehr“ etwa diskutierte man mit Blick auf die Altstadt unter anderem darüber, ob die Stadt mehr Einzelhandel bräuchte. Reizthema war auch der Verkehr. Soll Nordhausens Zentrum 2030 eher Autofreundlich sein oder für Fahrradfahrer und Fußgänger besser erschlossen werden? Es wurde detailreich und mit Tiefgang diskutiert, was auch die Moderatorin des Entwicklungsbüros, Tilly Sträb, freute. „Wir brauchen die Kontroverse und die konstruktive Diskussion. Das ist gut, so kann ein Konsens gefunden werden und Visionen entstehen.“, sagte Tilly Sträb während der Pause.

Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU), der an der Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Finanzen“ teilnahm, zeigte sich erstaunt über die tiefe der Diskussion. „Es freut mich dass so viele Menschen auch nach einem langen Arbeitstag hier mit so viel Interesse mitarbeiten.“, sagte der Oberbürgermeister. Das Anliegen des ISEK sieht er mit einem Zitat von Saint Exupery verdeutlicht: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, (...) sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Das zuständige Planungsbüro GRAS aus Dresden moderierte die Veranstaltung (Foto: Angelo Glashagel) Das zuständige Planungsbüro GRAS aus Dresden moderierte die Veranstaltung (Foto: Angelo Glashagel)

Leider konnten an der gestrigen Veranstaltung nicht alle teilnehmen, die gerne würden. Kurz bevor es an die Gruppenarbeit ging, fanden sich drei interessierte Mitglieder des Vereins „Kulturkonzept“ die gerne mitgemacht hätten, aber zu spät von der Veranstaltungsreihe erfahren hatten. Ein Quereinstieg sei leider nicht möglich, hieß am Eingang zur Aula des Gymnasiums, die Arbeitsgemeinschaften seien so angelegt, das die Teilnehmer möglichst immer die gleichen seien. Die Liste der Teilnehmer stand schon vor der Veranstaltung im Mai fest. „Wir haben 85 Teilnehmer. Um Arbeitsfähig zu bleiben mussten wir irgendwann leider anfangen interessierten Bürgern abzusagen.“ erklärte die Referentin für Stadtentwicklung, Petra Diemer, die das Projekt von Seiten der Stadtverwaltung betreut.

Auf die endgültigen Ergebnisse der zweiten Workshoprunde wird man noch eine Weile warten müssen. Erst im September ist die nächste Veranstaltung geplant. Wie schon im April soll es gegen Ende des Jahres auch wieder Stadtgespräche zum ISEK geben, die dann wirklich allen interessierten offen stehen.

Angelo Glashagel
Autor: red

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