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Di, 12:49 Uhr
27.05.2014

Zu Ehren von Phillip Oeser

...eröffnet die Flohburg am kommenden Dienstag eine neue Sonderausstellung. Der Nordhäuser Künstler wäre dieses Jahr 85 geworden. Neben seinen Werken werden auch Bilder von Marlies Müller ausgestellt...

Am Dienstag, den 3. Juni, um 18 Uhr, eröffnet Oberbürgermeister, Dr. Klaus Zeh in der FLOHBURG| Das Nordhausen Museum die Sonderausstellung der Künstler Philip Oeser und Marlies Müller in der FLOHBURG in Anwesenheit der Witwe, Dr. Renate Müller-Krumbach, der Laudatorin Dr. Cornelie Becker-Lamers aus Weimar und vieler Freunde.

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Philip Oeser wurde am 1. Juni 1929 als Helmut Müller in Nordhausen geboren. Er wird wie viele Menschen in der Stadt durch die Kriegserlebnisse und Bombardierung traumatisiert, hilft bei der Enttrümmerung von Nordhausen, arbeitet als Buchhandlungsbote beim Buchhaus Rose und beschließt, Maler zu werden.

1947 bis 1949 ist er Schüler der Kunstschule, die Martin Domke im Judenturm eingerichtet hat, und wirkt an der Neugestaltung der Fenster der St. Blasii-Kirche mit. Er lernt Marlies Pape kennen, die ebenfalls einen künstlerischen Weg gehen will und folgt mit ihr gemeinsam dem „Meister“ Martin Domke nach Weimar. Ihr Studium können beide aus politischen Gründen nicht fortsetzen. Sie gehen nach Westberlin zum Studium, heiraten und arbeiten freischaffend. 1959 stirbt Marlies Müller bei der Geburt ihres Kindes. Helmut Müller zieht sich nach Nordhausen zurück. Es entstehen einige Landschaftsarbeiten. Ab 1961 wirkt er als Restaurator, 1964 als Chefrestaurator der staatlichen Kunstsammlungen Weimar. 1965 nahm er das Pseudonym Philip Oeser an. Ab dem Jahre 1977 arbeitet er freischaffend. Philip Oeser hat mit verschiedenen künstlerischen Techniken gearbeitet und experimentiert. Er wäre am 1. Juni 2014 85 Jahre alt geworden, verstarb aber am 3. Januar 2013.

Heidelore Kneffel und Museumsmitarbeiter Mario Kemter beim Ausstellungsaufbau. (Foto: Ilona Bergmann) Heidelore Kneffel und Museumsmitarbeiter Mario Kemter beim Ausstellungsaufbau. (Foto: Ilona Bergmann)

„In Bezug auf den Romanzyklus von Marcel Proust „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ sagte Philip Oeser immer, dass Nordhausen sein Combray sei, also eine Art von Ursubstanz oder die Erinnerungen an die jungen Jahre“, sagte Kuratorin Heidelore Kneffel. Die Erfahrungen, die er in Nordhausen machte, seien prägend für sein ganzes künstlerisches Schaffen im speziellen für seine Bildthemen, wie „Bedrohung und Tod“ und „Eros und Liebe“ gewesen, sagt Kneffel.

Deshalb präsentiert die Ausstellung jetzt auch zum ersten Mal Arbeiten, die einen Bezug zu seiner Geburtsstadt Nordhausen haben und in dieser Zusammensetzung noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Daneben werden erstmalig künstlerische Arbeiten von der 1. Ehefrau Müllers, Marlies Müller, vorgestellt. Das künstlerische Werk beider Künstler wurde in Nordhausen noch nie gezeigt. Daneben gibt es einen kunsthistorischen Bezug zu Martin Domke und der Kunstschule im Judenturm.

Die Ausstellung ist vom 4. Juni bis 31. August 2014 in der FLOHBURG | Das Nordhausen Museum, Barfüßerstraße 6, zu den Öffnungszeiten Die –So 10 -17 Uhr zu sehen.
Autor: red

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