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Di, 11:02 Uhr
27.05.2014

Rainer Wille führt Nordhausen auf Platz Acht

Es war ein ungewohntes Spielumfeld, in dem sich die A-Auswahl der Nordhäuser Kegler am Wochenende bewähren mussten. Trotz anfänglicher Nervosität kehrten sie mit einem achtbaren Ergebnis zurück, berichtet Uwe Tittel...

Mit einem überaus achtbaren 8. Platz ist die Senioren-A-Auswahl des Kreiskegelverbandes Nordhausen von der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft am Sonntag in Ludwigshafen-Oggersheim zurückgekehrt. Insgesamt waren 16 Mannschaften aus 12 Landesverbänden am Start. Die Nordhäuser hatten sich als Landesmeister für die „Deutschen“ qualifiziert, außerdem wurde Thüringen noch vom Landesvize, der Gothaer Auswahl, vertreten. Gespielt wurde nach dem klassischen System über zweimal 50 Wurf.

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Die Nordhäuser hatten einen ganz schlechten Start. Matthias Laßmann vom KSV Handwerk fand vor allem im Räumen überhaupt keine Sicherheit, war viel zu nervös. Verständlich bei seiner ersten ganz großen Meisterschaft, dazu die ungewohnt große und stimmgewaltige Kulisse. Auch der ihn nach 50 Wurf ablösende Carl-Josef Gleitze fand leider nicht zur Bestform. Zusammen kamen sie nur auf 400Holz. Nur die Mutterstädter waren mit 385 Holz in dieser Auftaktrunde noch schlechter.

Als Zweiter musste Uwe Hempowicz auf die Bahn. Auch er konnte eine verständliche Nervosität nicht verbergen, wollte aber natürlich möglichst viel Boden gut machen. Aber auch bei ihm haperte es im Räumen. 423 Holz reichten dennoch zur Verbesserung um wenigstens einen Rang. An der Spitze nach zwei Runden die Badener aus dem Kreis Hemsbach mit starken 929 Holz. Im dritten Durchgang bliesen die Brandenburger aus dem Elbe-Elster-Kreis, die Offenburger und Donaukreisler zum Angriff, übernahmen die drei Spitzenpositionen.

Aber auch Nordhausen machte durch Reiner Hagemeier (NSV) kräftig Boden gut. Mit einem Klassespiel in die Vollen, seine 320 Holz wurden an diesem Tag nur von vier anderen Spielen überboten, legte er den Grundstein für das mit 462 Holz zweitbeste Resultat dieser dritten Runde. „Leider fehlten mir beim Räumen so wie in die Vollen die glatten Neuner. Es hätten ein paar Holz mehr sein können. Aber es hat riesigen Spaß gemacht in dieser tollen Atmosphäre“, so der NSVer. Nordhausen kletterte um weitere vier Plätze auf Rang 10 nach oben.

A-Auswahl der Nordhäuser Kegel Senioren (Foto: Uwe Tittel) A-Auswahl der Nordhäuser Kegel Senioren (Foto: Uwe Tittel)

Dann folgte aber ein Abrutsch. Uwe Schmögner (NSV) und Rainer Schubert (Salza) flatterten auch im Räumen etwas die Nerven. Uwe Schmögner kam auf für ihn nur bescheidene 415 Holz und Nordhausen fiel auf Platz 12 zurück. Daran konnte auch Rainer Schubert mit seinen 423 Holz nichts ändern. In dieser fünften Runde setzten sich erstmals die Münchner an die Spitze und gaben sie im letzten Durchgang auch nicht mehr ab. Wo würden die Nordhäuser am Ende landen? Mit den Männern aus dem benachbarten Mannsfeld-Südharz-Kreis (22 Holz Vorsprung), Mutterstadt (+10) und den Hessen aus Gräfenhausen (+4) schienen zumindest drei Mannschaften noch in Reichweite.

Wie schon in der Landesmeisterschaft lag die Last des letzten Starters auf den Schultern von Rainer Wille (NSV). Und wie beim Thüringer Titelkampf wurde er mit dieser Last nahezu spielend fertig. Schon in die Vollen hatte er mit 307 Holz ein ausgezeichnetes Ergebnis. Im Räumen aber wuchs er förmlich über sich hinaus, avancierte er zum überragenden Spieler des Tages. 193 Holz waren unübertroffen. Und auch sein Gesamtresultat von glatt 500 Holz war das Beste vom Besten und katapultierten Nordhausen noch auf Rang Acht. Etwas ärgerte sich Rainer Wille am Ende aber doch. „Bis zum 91.Wurf war ich ohne Fehlwurf. Dann begann ich, ein Resultat von vielleicht über 500 Holz vor Augen, etwas nachzudenken. Und prompt unterliefen mir noch drei dumme Fehler.

Es war dennoch ein unbeschreibliches Gefühl. Alle, die ihren Wettkampf bereits beendet hatten, standen hinter mir, jubelten bei guten Würfen, stöhnten, wenn einer nicht so gut gelang. Und alle drückten die Daumen dass es zur 500 reichen würde. Der letzte Anwurf mit dem vorletzten Wurf war dann nicht optimal. Drei Kegel fehlten noch zur „Fünf“ aber die noch stehenden Kegel standen alles andere als optimal. Aber es gelang.“ Von der Anspannung der letzten Minuten gezeichnet aber doch strahlend kam er von der Bahn und wurde von ungezählten ehrlich gemeinten Gratulationen überschüttet. Als bester Einzelspieler wurde er schließlich zusammen mit den drei Medaillenmannschaften auch zur Siegerehrung gebeten. Zweiter in der Einzelwertung war Dieter Edam (Hemsbach/494 Holz), Dritter Martin Reichmann vom Hochschwarzwald (493).

Werner Hilpert, der Beste vom neuen Deutschen Meister München, landete mit schon deutlichem Abstand und 482 Holz auf Rang Vier. Sehr guter Fünfzehnter unter 91 Spielern, die die kompletten 100 Wurf absolvierten, wurde Reiner Hagemeier.

Uwe Tittel

1. KV München27481863 Volle + 885 Räumer)
2. KV Offenburg2693(1821 + 872)
3. KV Zwickau2666(1789 + 877)
4. KV Elbe-Elster (Brandenbg.)2665(1790 + 875)
5. SKV Hochschwarzwald2660(1811 + 849)
6. KV Donauland (Bayern)2653(1791 + 862)
7. KV Hemsbach (Baden)2638(1764 + 874)
8. KV Nordhausen2623(1771 + 852)
9. KV Mansfeld-Südharz2612(1799 + 813)
10. KV Wolfsburg2606(1825 + 781)
11. SKG Gräfenhausen (Hessen)2588(1789 + 799)
12. Kleeblatt Berlin2584(1762 + 822)
13. KV Mutterstadt (Rheinl.-Pf.)2565(1770 + 795)
14. KV Brackenheim (Württemb)2543(1770 + 773)
15. KFV Gotha2522(1735 + 787)
16. VWSK Wiesbaden2498(1746 + 752)



Autor: red

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