Di, 12:19 Uhr
13.05.2014
Azubis können wählerisch sein
Das Schuljahr neigt sich auch in Nordthüringen seinem Ende entgegen. Betrieb und Berufsschule sind für viele die nächste Station. Dabei ist die Auswahl an Stellen heute größer als noch vor Jahren...
Nur noch rund zehn Wochen sind es. Dann bekommen auch die Schüler in Nordthüringen ihre Schulzeugnisse. Für einen Teil von ihnen folgt anschließend der Übergang in den Betrieb und die Berufsschule. Auf alle, die sich für eine Ausbildung entschieden haben, wartet am Ende der Ferien ein deutlich größeres Ausbildungsangebot als noch vor wenigen Jahren.
Während damals der Lehrstellenmangel für Bewerber eine Rolle spielte, ist es heute umgekehrt. Junge Leute haben Perspektiven und für viele Firmen ist es deutlich schwieriger geworden. In vielen Bereichen wird der notwendige Fachkräftenachwuchs kaum noch gefunden. Auch Ende April berichtete die Nordhäuser Arbeitsagentur wieder über ein Plus an Ausbildungsstellen bei gleichzeitig rückläufigen Bewerberzahlen.
Die Zeit, in der Bewerber Schlange standen, sei längst vorbei, bestätigt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. Dennoch habe man von den über 1.400 gemeldeten Ausbildungsstellen noch immer 930 Ende April als unbesetzt registriert. Demgegenüber standen 760 junge Leute als Bewerber. Die Situation verlangt einfach, schneller als bisher die Einstellungsentscheidung zu treffen. Nur so können wir junge Leute hier halten. Der Arbeitsmarkt ende nicht an der Landkreisgrenze und die Konkurrenz habe ebenfalls ein Auge auf gute Ausbildungswillige.
An die Jugendlichen appelliert er: Zwischen mehreren Ausbildungsangeboten wählen zu können, bedeutet zwar hier gebraucht zu werden, heiße aber auch von vornherein mit offenen Karten zu spielen. Wer seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, solle dies umgehend mitteilen. Ausbildungsbetriebe und Arbeitsagentur dürfen nicht im Unklaren bleiben.
In den nächsten Wochen ginge es, so Froböse bei den Berufsberatern verstärkt darum, Interessen der Bewerber und Angebot der Unternehmen abzugleichen und zueinander zu bringen. Während die Bewerberzahl für Berufe im Dienstleistungssektor die Unternehmensnachfrage übersteigt, kämen im Metall- und Elektrobereich auf einen Jugendlichen zwei bis drei Stellen.
370 Ausbildungsangebote der in Nordthüringen ansässigen Metallunternehmen waren Ende April noch zu frei. Wir haben Branchen, in denen die Beschäftigung kontinuierlich wächst. Hier sei mit interessanten Entwicklungsmöglichkeiten auf Jahre zu rechnen. Im Bereich Verkehr/Logistik stieg die Zahl der Stellen um über 20 Prozent. Hier könne man derzeit noch über 60 Ausbildungsangebote unterbreiten. Informationen zum gesamten Ausbildungsangebot erteilen die Berufsberater in Nordhausen, Sondershausen und Leinefelde-Worbis.
Autor: redNur noch rund zehn Wochen sind es. Dann bekommen auch die Schüler in Nordthüringen ihre Schulzeugnisse. Für einen Teil von ihnen folgt anschließend der Übergang in den Betrieb und die Berufsschule. Auf alle, die sich für eine Ausbildung entschieden haben, wartet am Ende der Ferien ein deutlich größeres Ausbildungsangebot als noch vor wenigen Jahren.
Während damals der Lehrstellenmangel für Bewerber eine Rolle spielte, ist es heute umgekehrt. Junge Leute haben Perspektiven und für viele Firmen ist es deutlich schwieriger geworden. In vielen Bereichen wird der notwendige Fachkräftenachwuchs kaum noch gefunden. Auch Ende April berichtete die Nordhäuser Arbeitsagentur wieder über ein Plus an Ausbildungsstellen bei gleichzeitig rückläufigen Bewerberzahlen.
Die Zeit, in der Bewerber Schlange standen, sei längst vorbei, bestätigt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. Dennoch habe man von den über 1.400 gemeldeten Ausbildungsstellen noch immer 930 Ende April als unbesetzt registriert. Demgegenüber standen 760 junge Leute als Bewerber. Die Situation verlangt einfach, schneller als bisher die Einstellungsentscheidung zu treffen. Nur so können wir junge Leute hier halten. Der Arbeitsmarkt ende nicht an der Landkreisgrenze und die Konkurrenz habe ebenfalls ein Auge auf gute Ausbildungswillige.
An die Jugendlichen appelliert er: Zwischen mehreren Ausbildungsangeboten wählen zu können, bedeutet zwar hier gebraucht zu werden, heiße aber auch von vornherein mit offenen Karten zu spielen. Wer seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, solle dies umgehend mitteilen. Ausbildungsbetriebe und Arbeitsagentur dürfen nicht im Unklaren bleiben.
In den nächsten Wochen ginge es, so Froböse bei den Berufsberatern verstärkt darum, Interessen der Bewerber und Angebot der Unternehmen abzugleichen und zueinander zu bringen. Während die Bewerberzahl für Berufe im Dienstleistungssektor die Unternehmensnachfrage übersteigt, kämen im Metall- und Elektrobereich auf einen Jugendlichen zwei bis drei Stellen.
370 Ausbildungsangebote der in Nordthüringen ansässigen Metallunternehmen waren Ende April noch zu frei. Wir haben Branchen, in denen die Beschäftigung kontinuierlich wächst. Hier sei mit interessanten Entwicklungsmöglichkeiten auf Jahre zu rechnen. Im Bereich Verkehr/Logistik stieg die Zahl der Stellen um über 20 Prozent. Hier könne man derzeit noch über 60 Ausbildungsangebote unterbreiten. Informationen zum gesamten Ausbildungsangebot erteilen die Berufsberater in Nordhausen, Sondershausen und Leinefelde-Worbis.

