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Di, 08:27 Uhr
06.05.2014

Wohnungskonferenz vorgeschlagen

Steigende Mieten führen laut Linke-Stadtrat Alexander Scharff zu einem permanent wachsenden Anteil der Ausgaben für Wohnen am Haushaltseinkommen. Das soll sich ändern - auch in Nordhausen...


„Inzwischen herrscht in vielen Ballungszentren aber auch Kreisstädten ein Mangel an attraktiven Wohnungen im unteren und mittleren Preissegment“, bemängelt Scharff. Ferner kritisiert DIE LINKE, dass einkommensschwache Haushalte, Singles, Alleinerziehende und Seniorinnen und Senioren mit kleinen Renten zunehmend aus attraktiven und zentralen Stadtteilen verdrängt werden. So auch in Nordhausen.

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„Wir werden von vielen Menschen angesprochen, die über steigende Kaltmieten klagen. Bei Neuverträgen wird das Problem besonders deutlich. Mitunter werden die Kaltmieten erhöht, obwohl keine Modernisierung stattgefunden hat. Bei der Erstellung unseres Kommunalwahlprogramms haben wir 95 Menschen zu dieser Problematik befragt. Alle bewerteten die Frage nach modernem und bezahlbarem Mietraum mit sehr wichtig oder wichtig“, so Michael Mohr, der Stadtvorsitzende der Partei DIE LINKE in Nordhausen.

In der Folge ist im Kommunalwahlprogramm der Linken zu lesen, dass kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen in dieser Frage eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung haben. „Das stimmt“, sagt Scharff und ergänzt, „DIE LINKE fordert aber auch mehr Verantwortung der privaten Vermieter ein. Es soll niemand Wohnraum vermieten und am Ende ein Defizit davontragen. Aber Eigentum verpflichtet und zwar auch dazu, dass die Vielseitigkeit der Gesellschaft auch zukünftig in allen Stadtquartieren erkennbar sein muss. Ich möchte, dass der Finanzbuchhalter eines Industrietriebes und die alleinerziehende Bezieherin von Grundsicherung viel öfter die Chance haben, sich bei der Hauswoche besser kennenzulernen. Davon hätten alle etwas.“.

DIE LINKE fordert seit Jahren, dass der Bund die Mittel für die Städtebauförderung aufstockt und die Kürzungen für das Programm „Soziale Stadt“ zurücknimmt. "Wir müssen die Flächenpotentiale der Ortschaften besser nutzen und gleichzeitig ihre Verkehrsanbindung bedarfsgerecht verbessern, wir brauchen eine Initiative für barrierefreies Bauen, Kooperationen mit Kommunen die alternative städtebauliche Wege gegangen sind, die Weiterentwicklung von studentischem Wohnen sowie die Mobilisierung vorhandener innerstädtischer Flächenpotentiale."

Ein erster Schritt wäre aus Sicht von Scharff und Mohr ein wohnungspolitischer Kongress, an dem kommunale, genossenschaftliche und private Vermieter, VertreterInnen der Studierenden, der Senioren, von Menschen mit Behinderungen, der Arbeitsloseninitiative, des Jobcenters, des Mieterbundes, der Architekten und Bauplaner sowie der kommunalen Politik teilnehmen.“ Scharff kündigt gleichzeitig einen für die nächste Stadtratslegislatur bestimmten Antrag an.
Autor: red

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Kommentare
Zukunft
06.05.2014, 08:59 Uhr
Markt
Auch der Wohnungsmarkt ist ein Markt. Wenn es eine Nachfrage für gehobenen Standard gibt und ein Vermieter durch eine höhere Mieter mehr erlösen kann, dann ist das in Ordnung. Ich möchte auch nicht in einem Mehrfamilienhaus wohnen, 10 Euro pro Quadratmeter zahlen und als Nachbarn irgendwelche Hängemattenfamilien haben, die vor lauter langer Weile nicht wissen, wie sie den Tag rumkriegen.

Natürlich soll es auch Wohnraum für solche Mitbürger geben. Aber nicht auf dem privaten Wohnungsmarkt. Warum baut denn das kommunalen Wohnungsunternehmen in Nord hochwertigen Wohnraum? Weil es genügend Nachfrage gibt. Und das ist für die Kaufkraft allgemein sehr gut.
Retupmoc
06.05.2014, 09:15 Uhr
Ausgrenzung
Jawohl @ Zukunft grenzen wir " solche Bürger " doch aus. Pferchen wir Sie doch an den Stadträndern in Slums zusammen. Hatten wir das nicht schon einmal? Dann müssen Menschen wie Sie nicht mit " solchen Bürgern " in einer Straße wohnen. Erstens hat nicht jeder Schuld an seiner Situation und zweitens gibt es bei den " Reichen " genug Sozialschmarotzer ( z. B. Steuerhinterzieher, Betrüger usw. ). Mit denen möchte ich nicht in einem Haus zusammenleben.
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