Mi, 09:50 Uhr
16.04.2014
Spatenstich für Wiederauferstehung
Nach beinahe 70 Jahren soll er, zum Teil, wieder auferstehen: der Mühlgraben. Morgen ist Spatenstich an der Schärfgasse. Dann will die SWG beginnen, das Gebäudeensembles in der Altstadt wieder aufzubauen, inklusive Wohnungen mit Wasserblick...
Noch vor dem Beginn der offiziellen Stadtgeschichte im Jahr 927 floss das Wasser der Zorge schon am Fuße der Hügel durch den Mühlgraben. Die Franken hatten den Graben angelegt, um die Mühlen für ihre kleinen Militärsiedlung, die vermutlich am Frauenberg lag, antreiben zu können. Über 1000 Jahre prägte der Graben das Leben und arbeiten der Nordhäuser. Müller, Fleischer, Gerber, später die Kornbrenner brauchten das Wasser für ihr Gewerbe und eine jede Generation von Kindern spielte an den trägen Fluten des alten Grabens.
Nach den verheerenden Bombenangriffen am 3. und 4. April 1945 musste der Mühlgraben zugeschüttet werden, da akute Seuchengefahr bestand. Heute weiß kaum ein Nordhäuser, wo der Kanal eigentlich verlief. Dies könnte sich aber bald ändern, denn die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) hat umfangreiche Pläne, die auch eine Teileröffnung des Mühlgrabens beinhalten. In ein seit 15 Jahren leerstehendes und dem Verfall preisgegebenes Wohnquartier soll neues Leben einziehen. Morgen, um 14:00 Uhr, wird auf dem Parkplatz der Schärfgasse der Startschuss für das ambitionierte Projekt gegeben.
In mehreren historischen Gebäuden werden auf ca. 2100 qm Wohnungen in den verschiedensten Größen und Varianten entstehen. Aufgrund der früheren Nutzung, wie z.B. Werkstätten für Handwerker, Ställe für Fuhrunternehmen und einfacher Wohnnutzung werden hier ganz unterschiedliche Wohnungstypen realisiert.
So wird es neben der normalen 2-, 3- und 4 – Raumwohnung, kleine Einfamilienhäuser, Maisonettwohnungen und Loft-Wohnungen geben. Da die zu erhaltende Altbausubstanz wenig Möglichkeiten für einen barrierefreien Ausbau bietet , können von den 24 entstehenden Wohneinheiten nur eine Wohnung rollstuhlgerecht und 7 Wohnungen barrierefrei ausgeführt werden.
Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wird nach Abriss einiger nicht mehr zu rettenden Bauteile das Quartier mit einem 3-geschossigen Neubau geschlossen. Hier entstehen auf ca. 410 qm eine rollstuhlgerechte sowie 5 barrierefreie Wohnungen.
Zur Optimierung der Energieversorgung werden alle Gebäude zentral mit Heizung und Warmwasser über ein Blockheizkraftwerk und über einen Brennwertkessel sternförmig versorgt. Somit werden KfW – Standards von 115/100/70 erreicht. Finanziert wird das Vorhaben mit Wohnungsbaufördermitteln, KfW – Darlehen und Eigenmitteln der SWG.
Das vorgesehene Sanierungskonzept sieht vor entlang der gesamten Parzelle den Mühlgraben in seinen alten Grenzen wieder zu öffnen. Wohnen am Wasser ist in der Altstadt nicht mehr und noch nicht wieder vorhanden. Allein hierdurch bekommt das Quartier ein Alleinstellungsmerkmal. Die Häuser sind mit ihren Freibereichen mit Loggien und Terrassen zur Westseite und damit zum Mühlgraben ausgerichtet.
Autor: redNoch vor dem Beginn der offiziellen Stadtgeschichte im Jahr 927 floss das Wasser der Zorge schon am Fuße der Hügel durch den Mühlgraben. Die Franken hatten den Graben angelegt, um die Mühlen für ihre kleinen Militärsiedlung, die vermutlich am Frauenberg lag, antreiben zu können. Über 1000 Jahre prägte der Graben das Leben und arbeiten der Nordhäuser. Müller, Fleischer, Gerber, später die Kornbrenner brauchten das Wasser für ihr Gewerbe und eine jede Generation von Kindern spielte an den trägen Fluten des alten Grabens.
Nach den verheerenden Bombenangriffen am 3. und 4. April 1945 musste der Mühlgraben zugeschüttet werden, da akute Seuchengefahr bestand. Heute weiß kaum ein Nordhäuser, wo der Kanal eigentlich verlief. Dies könnte sich aber bald ändern, denn die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) hat umfangreiche Pläne, die auch eine Teileröffnung des Mühlgrabens beinhalten. In ein seit 15 Jahren leerstehendes und dem Verfall preisgegebenes Wohnquartier soll neues Leben einziehen. Morgen, um 14:00 Uhr, wird auf dem Parkplatz der Schärfgasse der Startschuss für das ambitionierte Projekt gegeben.
In mehreren historischen Gebäuden werden auf ca. 2100 qm Wohnungen in den verschiedensten Größen und Varianten entstehen. Aufgrund der früheren Nutzung, wie z.B. Werkstätten für Handwerker, Ställe für Fuhrunternehmen und einfacher Wohnnutzung werden hier ganz unterschiedliche Wohnungstypen realisiert.
So wird es neben der normalen 2-, 3- und 4 – Raumwohnung, kleine Einfamilienhäuser, Maisonettwohnungen und Loft-Wohnungen geben. Da die zu erhaltende Altbausubstanz wenig Möglichkeiten für einen barrierefreien Ausbau bietet , können von den 24 entstehenden Wohneinheiten nur eine Wohnung rollstuhlgerecht und 7 Wohnungen barrierefrei ausgeführt werden.
Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wird nach Abriss einiger nicht mehr zu rettenden Bauteile das Quartier mit einem 3-geschossigen Neubau geschlossen. Hier entstehen auf ca. 410 qm eine rollstuhlgerechte sowie 5 barrierefreie Wohnungen.
Zur Optimierung der Energieversorgung werden alle Gebäude zentral mit Heizung und Warmwasser über ein Blockheizkraftwerk und über einen Brennwertkessel sternförmig versorgt. Somit werden KfW – Standards von 115/100/70 erreicht. Finanziert wird das Vorhaben mit Wohnungsbaufördermitteln, KfW – Darlehen und Eigenmitteln der SWG.
Das vorgesehene Sanierungskonzept sieht vor entlang der gesamten Parzelle den Mühlgraben in seinen alten Grenzen wieder zu öffnen. Wohnen am Wasser ist in der Altstadt nicht mehr und noch nicht wieder vorhanden. Allein hierdurch bekommt das Quartier ein Alleinstellungsmerkmal. Die Häuser sind mit ihren Freibereichen mit Loggien und Terrassen zur Westseite und damit zum Mühlgraben ausgerichtet.

