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Do, 17:31 Uhr
03.04.2014

Alles schon vergessen?

In diesem 25. Jubiläumsjahr der friedlichen Revolution werden sich die Rückblicke wieder häufen. Interessant und lohnenswert sind sie, wenn sie konkret werden im Alltag des Landes oder unserer Stadt. Dazu eine Wortmeldung der Nordhäuser SPD...


Wer erinnert sich noch an die grauen Bilder vom langsamen Verfall unserer Altstadt, von zaghaften Neuansätzen und steckengebliebenen Versuchen? Da hat sich schon vieles verändert.

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Als ich im Milieu der Nachkriegszeit in der Altstadt aufwuchs, war sie der einzig funktionierende Stadtteil. In fast jedem Haus waren Geschäfte, kleine Handwerksbetriebe, Gärtnereien, kleine Pferdefuhrunternehmen, Hebammen und Heilpraktiker, Kneipen und Leihbibliotheken. Kurzum ein kleiner eingespielter Mikrokosmos, der über lange Zeit die Funktion der zerstörten Kernstadt übernommen hatte. Es war die Zeit, als man auf der Straße noch Völkerball spielen konnte und jeder noch jeden kannte.

Doch mit dem Wiederaufbau unserer Stadt verschob sich langsam der Schwerpunkt. Für viele sind die Bedingungen in der Altstadt nicht mehr akzeptabel. Schlechte Infrastruktur, zu kleine Wohnungen ohne Komfort, in den Ladengeschäften schlechte Arbeitsbedingungen und Hausbesitzer im Westen.

Doch heute ist eine neue Zeit und die Altstadt wird ihre neue Rolle finden. Mit modernen Planungs- und Förderungsinstrumenten versuchte die Stadtverwaltung einen neuen Ansatz. Die Altstadt wurde zum Sanierungsgebiet erklärt, über 40 Millionen DM flossen in den ersten Jahren in die abgewirtschaftete Infrastruktur und Privatinvestitionen.

Durch den Sanierungsbeirat war von Anfang an die Mitsprache der Bürger/innen gegeben. Leider hat der jetzige Stadtrat den Sanierungsbeirat nicht wieder eingesetzt. Wichtige Sanierungen wurden durchgeführt, z. B. Mecklenburgs Hof, das Torhäuschen, die ehemalige Molkerei Schrader oder das alte Postgebäude. Die Entscheidung, das Landesgartenschaugelände mit der Altstadt durch den historischen Stadtrundgang zu verbinden war ein weiterer wichtiger und richtiger Schritt.

Die vielen Versuche, das Areal in der Bäckerstraße nach der Insolvenz des Privatinvestors neu zu gestalten, blieben bedauerlicherweise stecken. In den Jahren 2009/2010 hat der Stadtrat mit der Verabschiedung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes die Altstadt zum Schwerpunkt der städtischen Entwicklung gemacht. Planungen und Finanzmittel wurden bereits damals beschlossen, denn die Altstadt gleicht noch immer einem Flickenteppich.

Daraus wieder ein Ganzes werden zu lassen, bei dem Historisches und Neues eine gute Symbiose eingehen, war immer Ziel von Verwaltung und Stadtrat. Dass auch nach der Wende nicht alles gerettet werden konnte, was bewahrenswert gewesen wäre, ist bedauerlich. Leider ist auch der Denkmalsschutz ökonomischen Kategorien untergeordnet.

Dem ursprünglichen Ziel, dass viele junge Familien in der Altstadt ein Zuhause finden, muss jetzt nach der Realisierung von Wohnungsbau, Orten zum Einkaufen und Parken ein zentraler Kinderspielplatz folgen.
Barbara Rinke, Vorsitzende SPD-OV Nordhausen
Autor: red

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Kommentare
von hier
04.04.2014, 08:22 Uhr
nein - nicht alles vergessen ...
Für die Altstadtentwicklung wurde im Rathaus eine Firma mit Namen "Baubekon" installiert die selbe "Baubekon" welche unter dem Namen "neue Heimat" in anderen Städten als nicht seriös empfunden wurde. Genauso verhielt sie sich, bis zum Herbst 2004 in unserer Stadt, nicht seriös!
Die Straßen und die Straßenbeleuchtung wurden neu gemacht, aber ein Konzept war nicht zu erkennen. Die betonten Bürgersteige sorgten für den Besitzanspruch der Straße, durch die Autofahrer und genau in dieser Art und mit dieser Geschwindigkeit fährt man heute durch die Altstadt. Ohne Bürgersteige wäre die Vorsicht größer (Bad Lauterberg z.B.)
Parkplätze, weder für die noch vorhandenen Anwohner, noch für zukünftige Anwohner wurden nicht geplant. Parkplätze um die damals schon vorhandenen Geschäfte wage ich gar nicht zu erwähnen.

Ein paar "verrückte" Privatleute investierten und sanierten mit einem Kraftakt ihre Häuser, manche mit der Unterstützung dieser "baubekon" andere waren nicht bereit sich um das Wohlwollen der Herren von dieser "baubekon" in welcher wie auch immer gearteten Form zu bemühen und verschuldeten sich ohne die nur über die "Baubekon" ausgereichten Fördermittel.

Eine Tiefgarage mit der Einfahrt und Ausfahrt vom Grimmel und den Fußgänger-Ausgängen zur Bäckerstraße und zur Kranichstraße sollte gebaut werden, diese Idee wurde platt gemacht, als die niemals nutzbaren Dom-Brauereikeller (zwischen Bäckerstraße und Kranichstraße)unter Denkmalschutz gestellt wurden, wer das auch immer wollte?

Frau Rinke, sie waren der Chef von diesem Geschehen. Für sie war die Altstadt 16 Jahre nur ein Wahlkampfthema interessiert hat sie doch andere Dinge - Denkmale der Neuzeit, zum Beispiel. Sie sehen, es ist nichts vergessen.
Hans Dittmar
04.04.2014, 21:56 Uhr
Frau Rinke blickt eigensinnig zurück!
Liebe Frau Rinke,
wieso tun Sie sich das an? Nehmen Sie sich ein Beispiel an Joachim Claus, dem ehemaligen Landrat. Wer einmal soweit oben war sollte nicht wieder nach ganz unten gehen. Wenn er es tut und dann noch unberechtigt kritisiert muss damit rechnen, dass einen schnell die Wahrheit einholt.

Sie sehen schon selbst an ihren genannten Zahlen 40 Mio. Deutsche Mark welche da flossen, waren einst zu ihren besten Zeiten, das ist 14 Jahre her!

Wenn Sie von Erhaltung und Pflege reden, dann legen Sie doch bitte gleich einmal dar, wie viele Investoren, welche den Park Hohenrode kaufen wollten verprellt wurden. Verprellt, weil die Stadt mögliche Nutzungen oder Bauanträge versagte. Das einzige Angebot der Stadt für die Eigentümerin des Parks war 1 DM und zur Euroumstellung wurde das Angebot verdoppelt, auf 1 Euro. wenn man bedenkt, dass bis Mitte der 1990er Jahre noch Leben in diesem Gebäude war, ist es traurig was man heute sieht.

Nehmen Sie den Lindenhof. Wie war sein Zustand als Sie das Amt antraten und wie ist er heute. Auch hier haben Sie eigenmächtig jeden Privatinvestor verjagt, ja Kaufinteressenten trotz Zusage des Stadtrats weggeschickt!
Heute ist das Gebäude noch schlechter als Altendorf 30.

Haben Sie nicht jahrelang ein Grundstück an der Stadtmauer besessen, was nach und nach verfiel? Erst jetzt als ein Privatinvestor es gekauft hat, wird dieser Schandfleck eingangs der Waisenstraße beseitigt. Sie selbst waren also ein Investor wie jener im Quartier Bäckerstraße, der nicht investierte.

Unter Ihrer Regentschaft gab es einen Denkmalbeirat der einschlief. Als letzten Akt Ihrer Amtstätigkeit haben Sie diesen wieder ins Leben gerufen und Personen dazu berufen und selbst waren Sie nicht ein einziges Mal bei diesem Gremium, wie man sagt.

Sie beginnen einen Abschnitt mit "Leider hat der jetzige Stadtrat.." . Ist es doch der Stadtrat, der seit 2009 ihre Wünsche erfüllte und dem Sie einen Haushalt hinterließen, der bis 2015 fertig geplant ist und zudem eine Haushaltsperre.

Sie sprachen von einer guten Entscheidung, das Landesgartenschaugelände mit der Altstadt durch den historischen Stadtrundgang zu verbinden. Aber war dies nicht die Baudezernentin und jetzige Staatssekretärin Inge Klaan die hier plante und umsetzte?

Liebe Frau Rinke, wenn Sie wirklich wieder in den Stadtrat wollen, dann sollten Sie langsam anfangen mit sachlichen Themen zu arbeiten und nicht in Erinnerungen zu schwelgen und Tatsachen zu verdrehen, dass machen dann wahrlich die Alten, die sich auf Ihr Leben zurück besinnen, wenn Sie dann einstmals in Rente gehen.

Ihr Hans Dittmar
Roland82
04.04.2014, 22:16 Uhr
Super!
Super Herr Dittmar, besser kann man die Scheinheiligkeit von Frau Rinke kaum darstellen!
Gudrun1974
05.04.2014, 08:28 Uhr
Die Nordhäuser sollten es sich nicht mit Frau Rinke verscherzen!!!
Ihr bösen, dummen Stadräte .... Wie könnt Ihr auch einfach was entscheiden, ohne es dem Politbüro der SPD Nordhausen vor zu legen. Das ist ja ganz furchtbar.

Ohne die Paraphe "genehmigt B.R." geht doch gar nichts. Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt, wenn Ihr es Euch mit Frau Rinke verscherzt.!!

Zu der Dame fällt mir nur eines ein. Ein schönes Gedicht von Bertolt Brecht:

"Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17.Juni
ließ der Sekretär des Schriftstellerverbandes in der Stalinallee Flugblätter verteilen,
auf denen zu lesen war, daß das Volk
das Vertrauen der Regierung verscherzt habe und es nur durch verdoppelte Arbeit zurückerobern könne. Wäre es da nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes ?"

Tja, Frau Rinke, wäre es nicht besser, Sie setzen den Stadtrat selbst ins Amt?
Matthi
05.04.2014, 08:44 Uhr
Frau Rinke und die Macht
"Die Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, die vom Bewusstsein der eigenen Macht herrührt." Paul Cézanne

Frau Rinke hat keine Macht mehr. Der Rest erklärt sich selbst.
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